Baukindergeld – so holen Sie für Ihre Kunden das Meiste raus

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Die staatliche Förderung ist gestartet und mittlerweile steht fest, wo und wie Familien mit Kindern oder Alleinerziehende das Baukindergeld beantragen können. Die wichtigste Frage ist jetzt: Wie lässt sich das meiste aus dem Zuschuss herausholen? Kai Weber, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Goslar, verfolgt das Thema seit Beginn der Planungen und hat verschiedene Szenarien durchgerechnet.

„Das Baukindergeld ist eine gute Sache – für Familien, die sich die Immobilie auch ohne diese Förderung leisten können“, hält Weber fest. Ihm zufolge erleichtere die Förderung die Finanzierung – aber nur, wenn man das Geld auch sinnvoll nutzt. „Wenn ich das Baukindergeld investiere, um die monatliche Rate zu sponsern, verpufft ein großer Anteil davon für Zinsen – und wenn die Förderung abgelaufen ist, muss die reguläre Monatsrate gezahlt werden. Investiere ich das Geld hingegen clever, lässt sich zum Beispiel die Laufzeit verkürzen oder das jetzige Zinsniveau für die Anschlussfinanzierung sichern. Außerdem kann das Baukindergeld auch zu mehr Eigenkapital beitragen“, so Kai Weber weiter.

1. Mit dem Baukindergeld den Kredit schneller abbezahlen

1.200 Euro pro Kind und Jahr – wer diesen Betrag außerplanmäßig in die Tilgung des Kredits steckt, hat ganz konkrete Vorteile: kürzere Gesamtlaufzeiten des Darlehens und gesparte Zinskosten. Außerplanmäßig heißt hier: Sondertilgungen einbringen, also Beträge neben den monatlichen Raten in die Finanzierung einfließen lassen.

Folgende Beispielrechnung zeigt, welche Effekte das Baukindergeld hat, wenn es regelmäßig als Sondertilgung in die Baufinanzierung eingebracht wird.

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