Baukindergeld? Ja, bitte!

Foto: © Stockwerk-Fotodesign - stock.adobe.com

Die Wirkung des Baukindergeldes ist unter Experten umstritten: Während die einen darin ein sinnvolles Mittel sehen, die Situation auf dem Immobilienmarkt zu entschärfen, werden für andere falsche Anreize gesetzt, sodass sich die Situation dort sogar noch verschlimmert. Bei der Bevölkerung kommt die Maßnahme aber gut an.

Ab sofort können Familien, die vorhaben, Wohneigentum zu bauen, pro Kind bis zu 12.000 Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren erhalten. Die BHW Bausparkasse hat in den vergangenen Jahren mehrere repräsentative Studien durchgeführt und dabei eine positive Einstellung der Bevölkerung gegenüber staatlicher Bauförderung herausgefunden. So sprachen sich im vergangenen Jahr drei Viertel der Befragten für eine stärkere Bauförderung aus. Für 89 % sollten vor allem Familien mit Kindern davon profitieren. „Staatliche Unterstützung erleichtert Familien die Entscheidung für Wohneigentum“, betont Henning Göbel, Sprecher des Vorstandes der BHW Bausparkasse. Fraglos erfordere die Investition in die eigenen vier Wände eine sorgfältige Kalkulation. „Die Förderung ist aber auch ein wichtiger emotionaler Faktor, weil sie Vertrauen in die Machbarkeit gibt.“ Diese These wird durch einen Blick in das Jahr 2010 bestätigt. So war damals in einer BHW-Umfrage für ca. 56 % der Familien, die zur Miete wohnen, die staatliche Förderung ein Grund, überhaupt eine Immobilie zu erwerben.

Vor allem Familien mit Nachwuchs wünschen sich Wohneigentum. Laut einer BHW-Umfrage von 2017 planten 25 % der vierköpfigen Familien, in den nächsten Jahren Wohneigentum zu erwerben und 38 % haben schon angefangen, Kapital zurückzulegen. (ahu)

www.bhw.de