AXA IM: Leistungsbilanzdefizit der Türkei im Auge behalten

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Schaut man diese Tage an den Bosporus, so gibt es durchaus Positives zu vermelden. Manolis Davradakis, Investmentstratege bei AXA Investment Managers, geht in einem Marktkommentar auf das Leistungsbilanzdefizit ein und verknüpft dies mit der Entwicklung des Euro.

(fw/ah) “Der Zeitpunkt, zu dem das Leistungsbilanzdefizit in der Türkei korrigiert wird, hängt in gewissem Maße von der Entwicklung des Euro ab“, so Manolis Davradakis, Investmentstratege bei AXA Investment Managers. “Dabei ist zu beachten, dass die Korrektur einer Überbewertung der Währung den Abbau des Leistungsbilanzdefizits beschleunigen oder sogar auslösen könnte. Im Gegensatz dazu hätte die Korrektur einer Unterbewertung keine solche unmittelbare Verbesserung zur Folge. Im Gegenteil würde die Korrektur einer Unterbewertung der Währung – jedenfalls anfangs – maßgeblich zu einer Ausweitung des Leistungsbilanzdefizits beitragen. Dann könnte das Defizit nur zu einem späteren Zeitpunkt korrigiert werden und diese Korrektur würde umso dramatischer ausfallen, da das Defizit bis dahin noch weiter gestiegen sein würde. Der Rückgang würde also von einem höheren Niveau aus stattfinden. Man sollte daher die Entwicklung der Währung im Auge behalten, da sich daraus Hinweise auf Geschwindigkeit und Umfang der anstehenden Defizitkorrektur ableiten lassen.”

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