AXA auch 2017 gewachsen

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AXA Deutschland hat einen leichten Anstieg bei den Beitragseinnahmen aber einen starken Anstieg beim Konzernergebnis zu verzeichnen. Bei den Beitragseinnahmen verlief die Entwicklung in den Segmenten sehr unterschiedlich. In diesem Jahr steht die Digitalisierung weiter im Mittelpunkt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat AXA Deutschland zum vierten Mal in Folge die Beitragseinnahmen gesteigert und damit den erfolgreichen Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortgesetzt. Der Versicherer nahm mit ca. 10,9 Mrd. Euro 1,4 % mehr Beiträge ein als im Vorjahr. Zur positiven Entwicklung hat der Bereich Schaden- und Unfallversicherung beigetragen: Hier stiegen die Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr um 1,2 % auf 3,9 Mrd. Euro. Dieser Anstieg war besonders durch die Wachstumsinitiativen im Firmenkundengeschäft bedingt. So wuchsen allein die Beitragseinnahmen in der Haftpflicht- und Sachversicherung im KUM –und Mid-Market-Bereich um ca. 3 %. Schwächer war der Anstieg im Privatkundenbereich, der um ca. 1 % zulegte. Stärkster Wachstumstreiber war hierbei die Hausratversicherung mit einem Beitragsplus von 6 %. Im Privatkundenbereich wuchs AXA erstmals im Segment der Einsteiger (18 bis 29 Jahre) und somit gegen den Bevölkerungstrend.

Auch wenn die AXA im vergangenen Jahr zahlreiche Großschäden begleichen musste, konnte sie die Schadenkostenquote um 1,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 95,6 % senken. Grund hierfür waren vor allem eine im Vorjahresvergleich niedrigere Kostenquote sowie ein verbessertes Rückversicherungsergebnis.

Deutlicher Zuwachs in der Krankenversicherung

In der Krankenversicherung war der Zuwachs der Beitragseinnahmen überdurchschnittlich hoch. So wurden hier mit 3,1 Mrd. Euro 6,4 % mehr Beiträge eingenommen als noch im Jahr zuvor. Das Neugeschäft hat hierzu nur wenig Beigetragen, denn dieses wuchs mit 0,3 % auf 119 Mio. Euro APE nur leicht. Die meisten Neukunden konnte AXA in der Beihilfeergänzung sowie in der Absicherung von Expatriates gewinnen.

Gemischte Entwicklung bei Vorsorge

Noch deutlich stärker als in der Krankenversicherung war der Zuwachs der Beitragseinnahmen im in Teilen des Bereichs der Vorsorge. So wurden im Bereich der fondsgebundenen Versicherungen Beiträge in Höhe von 563 Mio. Euro eingenommen, 15,3 % mehr als im Vorjahr. Ebenfalls ein starkes Wachstum, wenn auch auf etwas schwächerem Niveau, verzeichnete das Geschäftssegment der Absicherung biometrischer Risiken, das mit 480 Mio. Euro 6,7 % mehr Beiträge einnahm als im Vorjahr. Auch im Neugeschäft konnte insbesondere der Marktanteil in der Absicherung biometrischer Risiken deutlich ausgebaut werden. Trotz dieser beiden starken Zuwächse verringerten sich die Beitragseinnahmen im Vorsorgegeschäft um 2,5 % und lagen bei ca. 3,7 Mrd. Euro. Dieser Rückgang ist vor allem auf das Einmalbetrags- sowie das konventionelle Geschäft zurückzuführen.

Leicht Gesteigertes operatives Ergebnis

Ähnlich hoch wie bei den gesamten Beitragseinnahmen war auch der Anstieg beim operativen Ergebnis nach Steuern. Dieses lag mit 575 Mio. Euro 1 % über dem Vorjahreswert. Deutlich stärker war hingegen der Anstieg beim Konzernergebnis nach Steuern, das mit 643 Mio. Euro ganze 18 % über dem Vorjahreswert lag.

„Mit steigenden Beitragseinnahmen und Erträgen ist AXA im Geschäftsjahr 2017 auf Wachstumskurs geblieben. Dabei haben wir unsere bereits sehr gute Profitabilität nochmals verbessert. Strategisch wichtige Geschäftsfelder, wie die Industrie- und Gewerbeversicherung, haben wesentlich zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Im Jahr 2018 werden wir weiter daran arbeiten, mit einfachen, innovativen Produkten neue Kunden zu gewinnen, wie es uns im vergangenen Jahr gerade bei jungen Menschen gelungen ist. Die voranschreitende Digitalisierung wird hierbei ein ganz wesentlicher Faktor sein“, zeigt sich Dr. Alexander Vollert, Vorstandsvorsitzender der AXA Konzern AG, mit dem Jahr 2017 insgesamt zufrieden.

2018 steht im Zeichen der Digitalisierung

Da die AXA die Digitalisierung als einen der größten Wachstumstreiber in der Versicherungsbranche ausmacht, floss im vergangenen Geschäftsjahr ein großer Teil der Investitionen des Versicherers in die Digitalisierung der Infrastruktur und Prozesse. Der Konzern investiert zudem in den deutschlandweiten Umbau der Standorte nach dem Konzept „New Way of Working“. Trotz dieser sehr umfangreichen Investitionsmaßnahmen konnte AXA seine Ausgaben durch aktives Kostenmanagement stabil halten.

„Auch im Jahr 2018 treiben wir mit Agilität und hoher Innovationskraft den Wandel des Versicherungsgeschäfts voran. Kunden wollen keine Versicherung, sondern Sicherheit. Deshalb stellen wir die Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt unseres Handelns. Die Voraussetzung hierfür ist unser Kulturwandel, bei dem wir im Geschäftsjahr 2017 wichtige Meilensteine erreicht haben. Mit dieser Haltung wollen wir auch zukünftig in unserer Branche vorangehen“, wirft Dr. Alexander Vollert abschließend einen Blick auf das aktuelle Geschäftsjahr. (ahu)

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