Assekuranz investiert in alternative Investments

Viel zu lange hat die Assekuranz das Geld ihrer Versicherten in Staatsanleihen investiert. Seit die Niedrigzins-Politik europaweit der Feind der Vorsorgesparer ist, gilt es umzudenken und umzulenken.

2016-02-11 (fw/db) Mit der Finanzierung des irischen Public-Private-Partnership-Projekts (PPP) „Courts Bundle PPP“ hat die Talanx AG eine weitere Fremdkapitalinvestition im Infrastrukturbereich abgeschlossen. Die Versicherungsgruppe aus Hannover ist zusammen mit der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ (BTMU) als Co-Investor mit einem Volumen von jeweils rund 73 Millionen Euro an Neubau, Renovierung und Betrieb von sieben Gerichtsgebäuden in Irland beteiligt. Die BTMU stellt zudem kurzlaufende Fazilitäten bereit.

„Als langfristiger Anleger ist Talanx der ideale Partner für traditionell langlaufende Projekte wie PPPs. Mit dem Investment zeigen wir erneut unsere Expertise bei der Strukturierung und Umsetzung großvolumiger Transaktionen und erschließen uns erneut Renditen, die deutlich über der aktuellen Verzinsung 30-jähriger Bundesanleihen liegen“, sagt Dr. Thomas Mann, Chief Investment Officer bei Talanx Asset Management.

Mit dem Courts-Bundle-Projekt der irischen National Development Finance Agency (NDFA) und der niederländischen BAM PPP investiert Talanx erstmals in ein PPP-Projekt. Die Finanzierung hat eine Laufzeit von 26,5 Jahren.

Mit der Transaktion schließt Talanx seine zweite Fremdkapitalinvestition im Infrastrukturbereich ab. Im September 2015 setzte Talanx als Konsortialführer mehrerer institutioneller Anleger bereits die Finanzierung des Offshore-Windparks „Gode Wind 1“ um. Der Versicherer koordinierte eine Anleihe im Volumen von 556 Millionen Euro. Talanx zeichnete 300 Millionen Euro der 10-jährigen Anleihe.

Dietmar Braun