Asiens Immobilienmärkte bleiben attraktiv

Jonathan Hsu, Head of Research Asia bei M&G Real Estate / Foto: © M&G Real Estate

„Die Immobilienrenditen werden wohl angesichts einer unterstützenden Makropolitik und ausgewogener Angebots- und Nachfrageprognosen stabil bleiben. So erwarten wir 2020 für die Industriestaaten der APAC eine Gesamtrendite bei Logistikimmobilien von rund 9 Prozent und bei Büroimmobilien von rund 7 Prozent“, sagt Jonathan Hsu, Head of Research Asia bei M&G Real Estate, mit Blick auf die Entwicklung der asiatischen Immobilienmärkte:

Mehr akkommodierende Makropolitik

Die Zentralbanken im gesamten asiatisch-pazifischen Raum haben schnell gehandelt, um möglichen Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum entgegenzuwirken. Australien, Südkorea, Hongkong und Japan werden die niedrigen Zinssätze wohl beibehalten, wodurch der Aufwärtsdruck auf die Immobilienrenditen sinkt. Zusätzlich werden die Regierungen in den Kernmärkten die Staatsausgaben eher weiter erhöhen, um das Wachstum zu fördern. Diese fiskalischen Initiativen in einigen APAC-Märkten dürfte die Nachfrage nach den wichtigsten Immobiliensektoren unterstützen.

Fundamentaldaten unterstützen Logistik

Logistikimmobilien mit relativ großer einheimischer Konsumentenbasis und hohem E-Commerce-Wachstum werden voraussichtlich weiterhin nachgefragt werden. Tokio, Osaka und der Großraum Seoul dürften aufgrund ihrer hohen Bevölkerungszahl die stärkste Flächennachfrage verzeichnen. Die Logistikmieten für diese Märkte werden in den nächsten drei Jahren voraussichtlich um durchschnittlich 1,8 Prozent pro Jahr steigen. In Verbindung mit im Vergleich zum Bürosektor höheren Renditen dürften Logistikimmobilien weiterhin ein starkes Investoreninteresse auf sich ziehen. Die Anfangsrenditen werden in Australien, Japan und Südkorea daher voraussichtlich weiter sinken und sollten die erwartete Performance von rund 9 Prozent im Jahr 2020 unterstützen.

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