Asiatische Immobilieninvestoren schauen sich weltweit um

Nach Angaben von Colliers International erweitern asiatische Immobilieninvestoren ihre geographische Präsenz weltweit und insbesondere in den USA, Australien und Europa. Während sie sich bislang auf ihr Herkunftsland konzentriert haben, stieg die Investitionssumme im Ausland in den letzten Jahren kontinuierlich.

(fw/ah) Im vergangenen Jahr wurden von asiatischen Immobilieninvestoren über 30 Milliarden US-Dollar im Ausland investiert. Dieser Trend wurde durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen 2009 beschleunigt, die Auslandsinvestitionen erleichtern.

Ignaz Trombello MRICS, Head of Investment bei Colliers International in Deutschland: „Neben der wachsenden globalen Liquidität begründet sich das Investitionswachstum asiatischer Investoren im Ausland sowohl auf internen als auch externen Faktoren. Die wichtigsten externen Faktoren sind die höheren Renditen auf den US-amerikanischen und europäischen Märkten, das aufgrund wirtschaftlicher Erholung entstandene dortige Wachstumspotenzial und die Attraktivität von Immobilien in den so genannten Gateway-Städten in den USA, Europa und Australien. Bei den internen Faktoren spielen die für dieses Jahr anvisierten Maßnahmen der Regierungen von Hong Kong und Singapur eine Rolle, mit denen der Überhitzung auf dem Immobilienmarkt begegnet werden soll, sowie die Lockerung der Gesetzesvorgaben asiatischer Länder bei Immobilieninvestitionen im Ausland.”

Investoren aus Hong Kong, China und Singapur bilden die größte Gruppe bei Immobilientransaktionen außerhalb Asiens und werden es auch in den kommenden Jahren bleiben. Insbesondere chinesische Investoren haben ihre Präsenz auf ausländischen Märkten ausgebaut, indem sie unterschiedliche Transaktionsarten durchgeführt haben, die sich von der Direktinvestition über Joint Ventures mit regionalen Partnern bis hin zu Projektentwicklungen erstrecken.

Südkorea ist ein weiteres wichtiges, asiatisches Land, das im Ausland aktiv ist. 2013 stiegen die ausländischen Immobilieninvestitionen dabei um mehr als die Hälfte. Nach einer ersten Welle richten die Investoren ihren Fokus auch auf periphere Lagen großer Metropolen, zunehmend auch bei Gewerbeimmobilien.

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