ARAG verkauft künftig Alte Leipziger

ARAG und AL kooperieren
Die deutsche Lebensversicherung ist im Umbruch - ab 2017 wird die Altersvorsorge neu gedacht © by-studio - Fotolia.com

Die Assekuranz in Deutschland stellt sich neu auf. Die ARAG hat ihren Lebensversicherer an die Frankfurter Leben verkauft und bietet jetzt Alte Leipziger an. Die Branche ist jetzt in Bewegung.

2016-09-22 (fw-db) Die Lebensversicherung der Alte Leipziger-Hallesche und die ARAG SE werden im Vertrieb von Altersvorsorge- und Biometrie-Lösungen zusammenarbeiten. Ein entsprechender Vertrag wurde bereits gestern unterzeichnet. Der Schritt war notwendig, da die ARAG SE ihren Lebensversicherer mit 2,8 Milliarden Euro Kapitalanlagen und 220 Millionen Euro an laufenden Bruttoprämien und 322.000 Verträge an die Konsolidierungsplattform Frankfurter Lebensversicherung, eine Tochter des chinesischen Investors Fosun International Ltd. verkauft hat. Jetzt ist vorgesehen, dass die Ausschließlichkeitsvermittler der ARAG SE ab dem 26. September 2016 ausgewählte Lebensversicherungsprodukte der ALTE LEIPZIGER vertreiben werden. Ab 2017 geht es dann richtig los. Der Vertrieb muss noch über die neuen Strategien informiert werden. Bei den Produkten der ALTE LEIPZIGER, die künftig auch von den Versicherungsvermittlern der ARAG vertrieben werden, handelt es sich um fondsgebundene Rentenversicherungen, Lösungen für das Risiko des Eintritts einer Berufsunfähigkeit und Risikolebensversicherungen. „Wir freuen uns auf die vertriebliche Zusammenarbeit mit der ARAG. Dass sie sich für die ALTE LEIPZIGER als Kooperationspartner entschieden hat, werten wir auch als Bestätigung der strategisch richtigen Positionierung unseres Unternehmens als finanzstarker Anbieter von Altersvorsorge- und Biometrie-Produkten mit besten Bewertungen“, sagt Frank Kettnaker, Vorstand Vertrieb und Marketing des Alte Leipziger-Hallesche Konzerns. Fazit: Die Bundesregierung hat mit ihrem Eingriff in die Lebensversicherungswirtschaft die längst fällige Konzentration in der Branche ausgelöst. Das ermöglicht Rationalisierung in Verwaltung und Vertrieb, Bestandsübertragungen (da freuen sich die Verbraucherschützer) und unter dem Strich wird es viel weniger, aber dafür sehr starke Anbieter für die private Altersvorsorge ohne Alternativen geben. Vielleicht übernimmt die Allianz demnächst die Württembergische oder die Nürnberger geht an einen öffentlichen Versicherer, alles Spekulation, aber es gibt Bewegung in der Branche. In 2017 wird es noch einige dicke Überraschungen in der Assekuranz geben. Die Politiker freut es, getreu dem Motto: Die schaffen das.