Apella beschwert sich über Generali

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Es droht Ärger zwischen der Apella AG und der Generali Versicherung: Der Maklerpool wehrt sich dagegen, dass der Versicherer Kundendaten an einen Finanzvertrieb weitergibt.

Wegen der unzulässigen Weitergabe von Kundendaten an die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) richtet die Apella AG eine massive Beschwerde an die Generali Versicherung. Anlass dieser Beschwerde waren Schreiben an Kunden, die von Apella-Partnern betreut wurden. In diesen wird die Datenübertragung mit der Begründung angekündigt, dass somit eine bessere Betreuung vor Ort stattfinden könne. „Für diese Verträge liegen der Generali aber entsprechende Maklervollmachten vor. Der Versicherer ist also gar nicht berechtigt, diese Kunden direkt zu kontaktieren, vor allem nicht mit dem Ziel, deren Vertragsdaten an Wettbewerber weiterzugeben“, stellt Apella-Vorstand Harry Kreis klar.

Weil dieses Verhalten eindeutig rechtswidrig sei, habe die Apella AG bereits im Namen der Makler, die Generali-Verträge betreuen, Widerspruch zur Weitergabe der Daten an die DVAG erhoben. Mit der angestrebten Datenübermittlung werde dem bisherigen Kundenwunsch zuwider gehandelt. Deshalb hat die Apella AG Generali aufgefordert, innerhalb einer kurzen Frist zu erklären, dass keinerlei Weitergabe von Daten zu Verträgen erfolge, die sich im Bestand der Apella AG und deren Partnern befinden. Andernfalls werde man im Interesse der Kunden und der kooperierenden Makler alle rechtlichen Schritte ergreifen, um die Daten der Kunden zu schützen und die Rechte der Apella AG und ihrer Partner durchzusetzen. Apella teilte zudem mit, dass man den Maklern ein Musterschreiben für die Kunden geben werde, mit denen sich die Kunden auch selbst gegen die Weitergabe ihrer Daten zur Wehr setzen können.

Im vergangenen Herbst übernahm die DVAG den Exklusiv-Vertrieb der Generali. (ahu)

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