An neue Energie-Anlagen denken

An die Welt von morgen denken und erneuerbare Energien zu produzieren ist das Richtige. Die dazu erforderlichen Einrichtungen richtig zu schützen und zu sichern ist das finanziell notwendig Wichtige.

2015-10-21 (fw/db) Die AXA Deutschland meldet, dass ein Viertel aller Energieversorgungen in Deutschland auf den Sektor Erneuerbare Energien entfallen. Damit hat sich der Anteil des Stroms aus Sonne und Wind in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht. Wer Kunden berät, die mit einer eigenen Anlage Strom oder Wärme erzeugen, sollte überlegen, wie die Anlage gegen Risiken zu schützen sind, denn Ertragsausfälle und Minderleistungen der Anlage infolge von Schadenfällen machen sich schnell finanziell bemerkbar.

Sturm- und Hagelschäden

Immer öfter fegten schwere Stürme über Deutschland hinweg. Photovoltaikanlagen können dabei vom Dach gerissen oder beschädigt werden. Ein Hagelschauer kann Solarmodulen empfindliche Schäden zufügen, die die Leistung der Anlage verringern können.

„Betreiber sollten sich gegen die finanziellen Folgen absichern und eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Diese deckt alle Schäden ab, die durch Sturm und Hagel entstehen“, sagt Steffen Fries, Experte für Wohngebäudeversicherungen und Elementarrisiken bei AXA.

Folgen des Ausfalls der Anlage absichern

Photovoltaik, Solar- und Geothermie sind keine störungsfreien Technologien. In der Praxis fällt die Anlage nur selten komplett aus, aber die Betreiber müssen mit teuren Reparaturen rechnen. Zu den häufigsten Problemen zählt ein Ausfall des Wechselrichters. Dieses elektrische Teil sorgt dafür, dass der erzeugte Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom umgewandelt wird. Der Wechselrichter kann durch Hitze, Staub und Feuchtigkeit beschädigt werden. Spannungs- oder Stromschwankungen können zusätzlich zu Ausfall oder Störungen führen.

Diebstahl der Anlage

Betreiber sollten ihre Anlagen auch wirksam gegen Diebstahl schützen. Es empfiehlt sich, die Solarmodule zum Beispiel mit mechanisch codierten Schrauben oder Schrauben mit Einwegantrieben zu befestigen. Der Vorteil: Diese Spezialschrauben lassen sich nur mit Spezialwerkzeug lösen. Auf diese Weise brauchen Täter mehr Zeit und werden dadurch unter Umständen abgeschreckt.

Experter Fries rät mögliche Aufstiegshilfen zu beseitigen. Die Module sollten außerdem individuell gekennzeichnet werden, zum Beispiel mit der sogenannten Eigentümer-Identifizierungs-Nummer (EIN). Diese besteht aus Stadt- bzw. Landkreiskennung des Kraftfahrzeugkennzeichens, Gemeindeschlüssel, Straßenname, Hausnummer und Initialen des Betreibers.

Schäden durch Tiere

Tiere können zur Gefahr für die Anlagen werden. Vögel können auf die auf dem Dach verlegten Kabel einhacken. Marder zeigen Interesse nicht nur für die gummierten Teile der kleinen Kraftwerke und beißen gern kräftig zu. Häufig müssen anschließend die Kabel und Leitungen erneuert werden – die Reparaturarbeiten können mehrere Tage dauern.

Berater sollten darauf achten, dass der Versicherungsschutz neben den Reparaturkosten auch die Mehrkosten für Primärenergie und bei Photovoltaikanlagen den Ertragsausfall abdeckt, so Experte Fries.

Neue Lösung als Deckung von AXA

AXA hat 2015 die neue Tarifwelt „BOXflex“ eingeführt: Ein komplett überarbeitetes Sach- und Haftpflichtangebot für Privatkunden sorgt für zeitgemäßen, bedarfsgerechten Versicherungsschutz. BOXflex besteht aus einer Hausrat-, Wohngebäude-, Glas-, Privathaftpflicht- und Tierhalterhaftpflichtversicherung sowie einer Vielzahl an zusätzlichen Bausteinen. Mit dem Baustein Erneuerbare Energien können Versicherte ihre Photovoltaikanlage, inklusive dem Ertragsausfall sowie Solar- oder Geothermie-Anlagen in Folge von Schäden absichern.

Dietmar Braun