Allianz wächst und verändert sich

Schwieriges Kapitalmarktumfeld macht sich bemerkbar

Im vergangenen Jahr stiegen die verwalteten Kapitalanlagen des Versicherungsgeschäfts um 2,4 % auf 305,8 Mrd. Euro. Das schwierige Marktumfeld hat jedoch das Kapitalanlageergebnis belastet, das um 19,6 % nachgab und bei 10,3 Mrd. Euro lag.

Positiv entwickelte sich hingegen das operative Versicherungsgeschäft, das um 5,7 % auf 2,4 Mrd. Die niedrigeren Kosten haben dafür gesorgt, dass die Sachversicherung trotz hoher Belastungen aus Elementarschäden deutlich über dem Vorjahr lag. In der Lebensversicherung war der Vorjahreswert von einem außerordentlich hohen Kapitalanlageergebnis geprägt. Im Versicherungsgeschäft ging das Jahresergebnis um 1,4 % auf 1,6 Mrd. Euro zurück. Neben einer im Vorjahr außerordentlich günstigen Steuerquote waren 2018 höhere Abschreibungen auf Kapitalanlagen vorzunehmen.

Bislang positive Entwicklung 2019

Im laufenden Jahr hat die Allianz Deutschland ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Dabei tragen alle Segmente die positive Umsatzentwicklung. Vorausgesetzt dass sowohl die Entwicklung an den Kapitalmärkten als auch Naturereignisse und Großschäden das Ergebnis insgesamt nur moderat beeinflussen, geht Allianz von einer stabilen Ergebnisentwicklung auf hohem Niveau aus.

Neubesetzung des Vorstandsressorts

Am 1. April wird Katja de la Viña im Vorstand der Allianz Deutschland für das Ressort Finanzen zuständig sein. Die 39-jährige löst damit Burkharde Kesse ab, der zu Lloyd’s wechselt. Derzeit leitetet de la Viña bei der Allianz SE die Einheit Global Reward & Performance. Die Ernennung der 39-jährigen Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin steht unter dem üblichen Vorbehalt der Unbedenklichkeitsprüfung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden.

De la Viña schloss an der Universität Mannheim ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Diplom ab. Von 2004 bis 2013 arbeitete sie bei KMPG, zunächst zwei Jahre in der IT-Beratung, später im klassischen Prüfungsbereich. Zudem absolvierte sie dort das Steuerberater- und Wirtschaftsprüferexamen. Bereits während ihrer Zeit bei der KPMG hatte die mit einem Spanier verheiratete Deutsche erste Berührungen mit der Allianz. So war sie u.a. in der Konzernabschlussprüfung der Allianz Gruppe tätig und hat zudem diverse Beratungsprojekte in der Rechnungslegung durchgeführt. Im Jahr 2013 wechselte sie als Partnerin zu PricewaterhouseCoopers wo ihr Schwerpunkt auf dem Aufbau des Beratungsbereichs lag. Sie leitete regulatorische Projekte zur Implementierung von IFRS und Solvency II bei verschiedenen Versicherern, u.a. bei der Allianz. Im Jahr 2016 erfolgte dann der Wechsel zur Allianz, wo sie eineinhalb Jahre im Risikomanagement tätig war, bevor sie die Leitung der Einheit Global Reward & Performance übernahm und dort u.a. für den Aufbau einer globalen HR-Organisation verantwortlich war.

„Katja de la Viña ist eine ausgewiesene Finanzexpertin mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Versicherungsbranche. Sie ist mit allen Bereichen der deutschen und internationalen Rechnungslegung, mit Solvency II sowie mit dem Risikomanagement bestens vertraut“, erläutert  Klaus-Peter Röhler. „2018 war ein sehr erfolgreiches Jahr für uns. Frau de la Viña wird mit ihrer Expertise dazu beitragen, dass wir unsere Wachstumsstrategie weiter erfolgreich fortsetzen. Darauf freue ich mich“, so Röhler. (ahu)

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