Allianz Studie: „Altersvorsorge-Tsunami“ beginnend in den USA

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Die Generation der geburtenstarken Jahrgänge muss sich auf die größten Altersvorsorge-Probleme in der Geschichte gefasst machen. „Die derzeitigen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten lassen die Herausforderungen erahnen, vor denen andere Nationen in den nächsten Jahren stehen könnten, folgert die Allianz in ihrem Allianz Demographic Pulse.

(fw/ah) Interessanterweise liegen nach der neuen Allianz Demographic Pulse Untersuchung zwischen dem geburtenstärksten Jahrgang in den USA und dem geburtenstärksten Jahrgang in China sogar 30 Jahre. Die Renteneintrittswelle erreicht in den Vereinigten Staaten im Jahre 2020 ihren Höhepunkt. Fünf Jahre später sind dann wahrscheinlich die meisten europäischen Länder darunter auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien an der Reihe.

Während 1950 weniger als fünf Prozent der deutschen Bevölkerung zwischen 60 und 65 Jahre alt waren, werden es 2025 voraussichtlich knapp neun Prozent sein. Das sind dann circa sieben Millionen zusätzliche Rentner innerhalb eines kurzen Zeitraumes, die Deutschland zusätzlich verkraften und finanzieren muss. Dies ist zum einen durch die höhere Lebenserwartung bedingt, die zwischen 1950 und 2025 von 67,5 auf circa 81,6 Jahre ansteigen wird, zum anderen aber durch die geburtenstarken Jahrgänge nach dem Krieg. Weitere Länder wie Ungarn, Spanien, die Türkei und China werden mit ihren Spitzenjahrgängen nachziehen – haben aber mit 10 bis 30 Jahren noch deutlich mehr Zeit zur Vorbereitung. Somit können alle Nationen von Nordamerika lernen und haben die Chance, sich auf ihre spezifischen Verhältnisse besser vorzubereiten. “Mit dem Renteneintritt der zahllosen Baby-Boomer wird sich der Anteil der Menschen, der von Beiträgen der arbeitenden Bevölkerung abhängig ist, deutlich erhöhen. Infolgedessen wird die Überlastung der öffentlichen Kassen verbunden mit erhöhten Kosten für die zunehmenden Lebenserwartung leider die Realität für Rentner, Wirtschaft und Staaten weltweit”, erklärt Ralph.

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