Allianz: Staatsverschuldung im Euro-Raum ist zu handeln

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Die Ökonomen der Allianz haben die Schulden- und Zinslast von Griechenland, Irland, Portugal und Spanien anhand verschiedener Szenarien analysiert. Die Entwicklung des Schuldenstands und der Zinslast hängt entscheidend von der finanzpolitischen Disziplin, dem zukünftigen Wirtschaftswachstum und den Finanzierungsbedingungen an den Finanzmärkten ab. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Allianz hervor.

(fw/ah) Im Basisszenario werden ein entschlossener Konsolidierungswille der Finanzpolitik in allen vier Ländern und moderate Wachstumsperspektiven angenommen (durchschnittliche Wachstumsraten 2011-2020: Griechenland 1,5 Prozent, Irland 2,2 Prozent, Portugal 1,8 Prozent, Spanien 2,0 Prozent). Nach den ersten Konsolidierungserfolgen im vergangenen Jahr in Griechenland (Primärdefizit von 10 Prozent am BIP in 2009 auf 3,5 Prozent am BIP in 2010 gesenkt), in Portugal (Primärdefizit von 6,5 Prozent auf 4,5 Prozent gesenkt) und Spanien (Primärdefizit von 9 Prozent auf 7 Prozent gesenkt) sollte es diesen Ländern auch gelingen, die Neuverschuldung 2013/14 gemäß Konsolidierungsplan unter die 3 Prozent-Marke zu senken. In Irland dürfte das erst ab 2015 der Fall sein.

Im Basisszenario ist auch unterstellt, dass sich die finanzpolitische Disziplin bis 2020 fortsetzt. Dies bedeutet, dass die Staatsausgaben nicht stärker steigen als das nominale Wirtschaftswachstum. Damit erreicht der Schuldenstand (in Prozent des BIP) in allen vier Ländern 2012/2013 seinen Höchststand und sinkt in Richtung 2020 zunehmend.

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