Aktives Altern braucht aktive Finanzen

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Immer mehr reife Menschen wünschen sich, bis ins hohe Alter aktiv zu bleiben und am öffentlichen Leben teilzuhaben. Das zeigt die jüngste Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Das Institut geht davon aus, dass dieser Trend auch neue Dienstleistungen und Vorsorgeprodukte für die Zielgruppe entstehen lassen wird.

Die Studie mit dem Namen “Generation 55plus: Lebensqualität und Zukunftsplanung” arbeitet heraus, dass aktives Altern vor allem durch Kommunikation und Partizipation charakterisiert ist. Aktive ältere Menschen fragen demnach besonders Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten nach. Auch besteht der Wunsch, kulturelle Angebote wahrzunehmen und auch außerhalb von Vereinen sportliche Betätigung zu haben.

Aktives Altern wird auch neue Anforderungen an die Versorgung im Pflegefall stellen, wie die Studie nahe legt. Betreuung in kleinen wohngruppenähnlichen Einrichtungen wird gegenüber der Versorgung im Pflegeheim oder durch Familienangehörige immer mehr Bedeutung gewinnen. Die Studie sieht das als Anlass, über neuartige Dienstleistungen und Vorsorgeprodukte für ältere Menschen nachzudenken.

Ressourcen haben entscheidenden Einfluss

Um aktiv zu Altern ist offensichtlich der Zugriff auf Ressourcen, auch finanzieller Art, zuträglich. Die Studie belegt einen starken Zusammenhang zwischen aktivem Altern und finanziellen Möglichkeiten. Das durchschnittliche Nettoäquivalenzeinkommen lag in der Gruppe der aktiven Älteren um den Faktor 1,74 höher als bei den wenig Aktiven.

Das zeigt die Bedeutung von Vermögensbildung und Vorsorgeaktivität für Menschen, die im Alter aktiv bleiben wollen.

Für ihre Untersuchungen werteten die Studienautoren die Datensätze von drei größeren Projekten aus: das KOSIS-Projekt “Lebensqualität und Zukunftsplanung der Generation 55plus”, den Deutschen Alterssurvey (DEAS) und die Einkommen- und Verbrauchsstudie (EVS). (mm)

www.dia-vorsorge.de