Aktienanlage: Gute Gründe, endlich Anleger zu werden

Dr. Marc-Oliver Lux, Dr. Lux & Präuner GmbH & Co. KG / Foto: © Dr. Lux & Präuner GmbH & Co. KG

Obwohl ein Großteil der Deutschen schon lange nicht mehr mit den Sparerträgen zufrieden ist, fühlen sich viele nicht fit für Kapitalmarktanlagen – und verharren in ihren vermeintlich sicheren Sparprodukten.

Diese Sicherheit ist aber trügerisch: Da die Inflation höher ist als die Zinsen, verliert das Ersparte real an Wert. Dabei gibt es viele gute Gründe, sich endlich an den Kapitalmarkt zu trauen und vom Sparer zum Anleger zu werden:

Das niedrige Zinsumfeld wird uns weiter begleiten

Es ist nicht zu erwarten, dass die Zinsen auf Sparanlagen in Deutschland auf absehbare Zeit steigen werden. Selbst wenn die Notenbanken irgendwann einmal mit Zinserhöhungen loslegen, wird das Niveau insgesamt deutlich niedriger bleiben als in der Vergangenheit. Im Gegensatz dazu wird erwartet, dass die Inflationsrate in den kommenden Jahren durchaus ansteigt.

Beteiligungen an Unternehmen lohnen sich

Aktien sind kein kompliziertes Finanzprodukt, sondern eine Anlage in Wirtschaftsunternehmen. Ein Aktionär ist am Unternehmenserfolg beteiligt und erhält in der Regel Dividende, also eine jährliche Gewinnausschüttung. Mehr als 30 Milliarden Euro schütten allein deutsche Unternehmen jedes Jahr aus. Die Ausschüttungen wirken wiederum wie ein Puffer gegen Kursschwankungen.

Die Zeit arbeitet für Anleger

Zugegebenermaßen geht es an den Börsen auf und ab. Über längere Zeiträume hinweg werden Verluste aber unwahrscheinlicher – deshalb ist eine langfristige Perspektive so wichtig. Ein Blick auf die letzten Jahrzehnte zeigt, dass ein Aktiendepot innerhalb eines Jahres über 60 Prozent Gewinn, aber auch bis zu 40 Prozent Verlust abwerfen kann. Bei einem Anlagehorizont von fünf Jahren sinkt das Verlustrisiko aber bereits auf ca. zehn Prozent, die Gewinnchancen liegen immer noch über 25 Prozent. Und bei einem zehnjährigen Anlagezeitraum ist die Verlustwahrscheinlichkeit nur noch minimal, das Gewinnpotential hingegen bei bis zu 18 Prozent. Je länger also der Anlagezeitraum ist, desto geringer sind die Ausschläge. Gleichzeitig steigt der Zinseszinseffekt – deshalb lohnt es sich, möglichst früh mit der Geldanlage zu beginnen.

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