Aktien zur Altersvorsorge? Lieber nicht!

Nur wenige Deutschen setzen auf Aktien - vor allem nicht zur Altersvorsorge / Foto: © fotogestoeber - stocke.adobe.com

So die Meinung vieler Deutscher. Die Bereitschaft dafür hängt vor allem von den Faktoren, Einkommen, Alter und Geschlecht ab.

Mit einer Aktionärsquote von gerade einmal 6 % liegt Deutschland im internationalen Durchschnitt deutlich hinter Staaten wie den Niederlanden, Japan und den USA wo ca. jeder Vierte in Aktien investiert. Die offenbar allgemeine Aversion der Deutschen gegenüber Aktien schlägt sich auch in der Altersvorsorge nieder, wie eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) zeigt. So halten 43 % der Deutschen Aktien für die Altersvorsorge ungeeignet und deren Kursschwankungen für zu gefährlich. Die Ablehnung von Aktien als Altersvorsorgeprodukte ist bei Frauen etwas weiter verbreitet als bei Männern: Während 47 % der weiblichen Befragten, Aktien für nicht geeignet halten, um damit für das Alter vorzusorgen, sind es bei den männlichen Befragten 39 %.

Neben dem Geschlecht spielen auch die Faktoren Alter und Einkommen eine Rolle dabei, ob Aktien als geeignete Altersvorsorgeprodukte betrachtet werden können. So halten 27 % der 18- bis 24-jährigen Aktien als nicht geeignet für die Altersvorsorge, bei den über 65-jährigen sind es 53 %. Zudem sind Aktien als Altersvorsorgeprodukte umso beliebter, je höher das Einkommen ist. Somit eignen sich Aktien wohl besonders bei jungen Männern mit hohem Einkommen als Altersvorsorgeprodukte.

„Obwohl sich die Experten einig sind, dass Aktien wegen der langfristigen Anlagedauer für die Altersvorsorge sehr gut geeignet sind, herrscht unter den Deutschen verbreitet eine gegenteilige Auffassung. Sie lehnen mehrheitlich Aktien in der Altersvorsorge ab. Die Anbieter von Altersvorsorgeprodukten werden noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen“, erklärt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern nach Auswertung der jüngsten DIA-Umfrage. (ahu)

www.dia-vorsorge.de