Aktien von Goldminen vor goldener Zukunft

Niedrige Förderkosten bieten einen hohen Hebel bei steigendem Goldpreis

Goldminenaktien sind quasi eine Anlage mit Hebelwirkung auf Gold. Denn ihre Gewinne
berechnen sich aus der Differenz zwischen Förderkosten und dem Goldpreis. Ein
Unternehmen, das 900 Dollar pro Feinunze an Gesamtförderkosten hat, macht bei einem
Goldpreis von 1.200 Dollar einen Gewinn von 300 Dollar. Steigt der Goldpreis um zehn Prozent, dann steigt der Gewinn der Minengesellschaft in diesem Beispiel um 40 Prozent. Allerdings wirkt dieser Hebel auch umgekehrt bei einem fallenden Goldpreis.

Quelle: mining.com

Vor diesem Hintergrund wäre es wichtig, wenn der Goldpreis über einen längeren Zeitraum
über der Marke von 1.300 US-Dollar pro Unze verharren würde. Sollte der langfristige
Wiederstand bei 1.365 US Dollar geknackt werden, wäre ein Anstieg auf über 1.400 US-Dollar wohl nur eine Frage der Zeit.

Ein weiterer Grund für einen Preisanstieg des Edelmetalls könnte ein Rückgang bei der
Förderung der Goldmenge sein. In den kommenden Jahren wird wohl die Vernachlässigung
der Exploration ihren Tribut zollen. Die Goldförderung war im Jahr 2017 bei fünf der zehn
größten Goldproduzenten im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Dieser Rückgang dürfte sich
fortsetzen. Für 2018 wird prognostiziert, dass sogar 7 der größten 10 Produzenten weniger als im Vorjahr fördern werden. Die größten Einbußen musste Barrick Gold vermelden, sodass
Newmont Mining aktuell zum größten Goldproduzenten aufstiegen ist.

Minenaktien sind relativ zu Aktien, Gold und zur eigenen Historie extrem günstig bewertet. Als
Gold im Juni 2018 bei etwa 1.300 USD notierte, stand der HUI bei etwa 180 Punkten. Heute sind wir bei 160 Punkten. Der HUI notiert also aktuell ca. 20 Punkte bzw. 11% zu niedrig. Beim Goldminensektor handelt es sich um einen im Vergleich zu anderen Branchen wie Pharma oder Technologie um einen kleinen Sektor. Sollten Fondsmanager, institutionelle Investoren und Privatanleger wieder verstärkt Goldminen kaufen, werden die Kurse zügig steigen, da ein hohes Volumen auf relativ wenig Nachfrage treffen wird. Goldbugs, welche die jahrelange Durststrecke überstanden haben, werden nicht nach dem ersten fünfzigprozentigem Kursanstieg verkaufen.

Für konservative Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren bietet der
Goldminensektor großes Potential, Wer nicht anhand von Einzelaktien investieren möchte,
sollte sich einige Goldminen-Fonds oder entsprechende ETFs genauer anschauen.
Alternativ bieten wir mit der GVS Goldstrategie ab 50.000 € an. Unsere Strategie ermöglicht es, die Sicherheit von physischem Gold und die Renditechancen bei Goldminenaktien optimal
auszunutzen. Die jeweilige Ausrichtung – d.h. wie viel physisches Gold oder/und
Goldminenaktien – erfolgt prognosefrei anhand unserer hauseigenen Faktorenanalyse. Die
Einflussfaktoren beruhen auf empirischen Erkenntnissen und werden emotionslos umgesetzt.

Wir gehen davon aus, dass uns der Minensektor in Zukunft wieder deutlich mehr Freude
bereiten wird. Mehr noch, die Party mag bereits begonnen haben.

Kolumne von Manuel Peiffer,
Relationshipmanager GVS Financial Solutions