Aktie im Fokus: Schlappe für Bayer in Glyphosat-Prozess

Der Agrar-Chemiekonzern Bayer hat in den USA einen wichtigen Teilprozess verloren. Thema hierbei war der anscheinend krebserregende Unkrautvernichter Glyphosat. Bayer bestreitet dessen Risiken.

In San Francisco entschied die Jury bei einem Gerichtsverfahren, dass Glyphosat ein wesentlicher Faktor der Krebserkrankung des Klägers ist. In der 2. Runde des Prozesses soll entschieden werden, ob Risiken weggetäuscht wurden.

An der Börse hat das Urteil ein großes Beben ausgelöst. Die Bayer-Aktie verliert 13,16 Prozent. Auf einen Schlag wurden 8 Milliarden Euro an Börsenwert vernichtet. Anleger fürchten Milliardenlasten durch Schadensersatz in weiteren Prozessen.

Dies war nicht der einzige Kläger, denn 11.000 Kläger stehen noch gegen Bayer an. Analysten kritisieren die Übernahme von Monsanto. Die Aktie steht jedoch immer noch höher als kurz vor Jahresende.