Abschaffung des Agios?

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Die Beneke Zweitmarkt AG hat ihre Halbjahresbilanz gezogen. Es sei eine leichte Erholung im Zweitmarktgeschäft auszumachen, gibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Die Fonds müssten zudem das Agio abschaffen.

(fw/ah) In ihrer Halbjahresbilanz zieht die Beneke Zweitmarkt AG bei Fondsbeteiligungen ein verhaltenes Fazit. Im Kerngeschäft, dem Zweitmarkthandel von Anteilen geschlossener Fonds, sei die Talsohle durchschritten. Im Zweitmarkt für Schiffsbeteiligungen sind – nach dem Preisabsturz im Jahr 2009 – seit etwa zwei Monaten wieder steigende Preise zu realisieren. Vorstand Wilfried Beneke: “Es fehlt aber immer noch ausreichend Nachfrage. Leider konnten wir nicht alle über uns angebotenen Fondsanteile vermitteln.” Anleger, die ihre Schiffsbeteiligungen vorzeitig verkaufen wollen, müssen noch etwas länger mit moderaten Preisen rechnen. Nach Angaben des Verbandes Deutscher Reeder haben 935 Schiffe Liquiditätsprobleme. Einen Großteil der Schiffe haben geschlossene Fonds finanziert.

Die Liquiditätsengpässe sind auch eine Folge zu hoher Fonds-Nebenkosten, bemerkt Dipl.-Schiffsingenieur Beneke. Für alle Fonds fordert Beneke daher die Abschaffung des Agios. Auch bei vielen anderen Kostenpositionen geschlossener Fonds sieht Beneke Einsparpotentiale. Die Einsparungen könnten dem Anleger zugutekommen. Eine erfolgsabhängige Vergütung für die Anbieter sei ebenfalls eine Maßnahme, die der Anlageklasse der geschlossenen Fonds neuen Drive verleihen könnte.

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