Absatz besser als erwartet

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Der von manchen erwartete Einbruch im Geschäft mit den Fonds blieb aus. Trotz der Börsenturbulenzen seit Mitte Januar gab es keine Panikverkäufe, nachdem Befürchtungen über die Politik der Trump-Administration die Börsen ins Schlingern brachten.

Auch der Februar brachte netto Zuflüsse zu den Aktienfonds: Netto flossen den Investmenthäusern auf dem europäischen Markt nach Zahlen der Researchfirma im Februar per Saldo 13,7 Mrd. Euro zu. Das war angesichts der teilweise zweistelligen Kursverluste einigermaßen überraschend. Dass dieser Zufluss unter dem Durchschnitt der vorausgegangenen 12 Monate (16,6 Mrd. Euro) lag, fällt demgegenüber weniger ins Gewicht.

Dagegen schnitten die Rentenfonds mit einem Absatzminus von 5,3 Mrd. Euro schwach ab. Hier macht sich offenbar die Anpassung der Portfolios an die veränderten Zinsperspektiven bemerkbar. Die Umschichtung weg von langfristigen Euro-Staatsanleihen hin zu qualitativ hochwertigen (hohe Bonität) im ausländischen Emissionen, vor allem auch in den Emerging Markets (und das möglichst mit kürzerer Laufzeit) macht bemerkbar.

Weniger überraschend: Die Mischfonds profitierten weiter kräftig von der Konstellation, in der weder Aktien noch Renten für sich genommen “ein Kauf“ sind, entsprechend also komplexere Strategien und Ansätze gesucht werden. Mit einem Netto-Zufluss von 14,4 Mrd. Euro war der Februar ein starker Monat. Dagegen mussten die Geldmarktfonds regelrecht bluten: Hohe Abflüsse von 38 Mrd. Euro zeigen, dass die Anleger trotz der Turbulenzen nicht in Panik verfallen und die Sicherheit um jeden Preis suchen. (mk)