800 Wildunfälle täglich

Foto: © m.mphoto - stock.adobe.com

Im vergangenen Jahr gab es so viele Wildunfälle wie noch nie zuvor. Auch die dadurch verursachten Schäden werden immer teurer. Das geht aus Daten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.

Rund 295.000 Mal hatten Autofahrer im vergangenen Jahr eine ungeplante und unangenehme Begegnung mit Wildtieren. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Wildunfälle damit um ca. 27.000 angestiegen. Statistisch gesehen geschehen jeden Tag in Deutschland 800 Wildunfälle. Die Gefahr, mit Hirsch & Co. zu kollidieren, ist besonders im April und Mai sowie zwischen Oktober und Dezember hoch. In den anderen Monaten geschehen weniger Unfälle.

Die GDV-Daten zeigen zudem, dass Wildunfälle immer höhere Schäden verursachen. So mussten die Versicherer im vergangenen Jahr nach solchen Ereignissen im Schnitt Schäden in Höhe von knapp 3.000 Euro regulieren, 6 % mehr als im Vorjahr. Als Grund für diesen Anstieg macht der GDV höhere Preise für Karosserieteile aus, die nach Wildunfällen häufig ausgetauscht werden müssen. Insgesamt mussten die Versicherer im vergangenen Jahr wegen Wildunfällen kaskoversicherte Schäden in Höhe von 885 Mio. Euro regulieren, 17 % mehr als im Vorjahr. (ahu)