5,5 % Verlust innerhalb von zehn Jahren

Die Untersuchung zeigt zudem, dass im Wesentlichen der gesamte Markt seine Prognosen deutlich nach unten angepasst hat. Hiervon waren über 90 % der Verträge betroffen, 80 % der untersuchten Verträge haben einen Wertverlust von mehr als 2 % hinnehmen müssen.

Policen haben in vergangenen Jahren solide Leistungen erzielt

Trotz aller Kritik an der Entwicklung der bestehenden Lebensversicherungsverträge zeigt die Analyse, auch, dass Versicherte nach Ablauf der Policen eine gute Wertentwicklung erfahren haben. Zwar unterliegen die von PiL analysierten Verträge einem regelmäßigen Monitoring und enthalten keine Zusatzversicherungen wie Unfall- oder Berufsunfähigkeitszusätze, was dazu führt, dass die Erfahrungen zur Beitragsrendite keine oder kaum Rückschlüsse auf die durchschnittlichen Ergebnisse im Markt zulassen. Laut der Untersuchung haben die Gesellschaften im Jahr 2010 noch eine Beitragsrendite von 4,63 % p.a. prognostiziert, schließlich aber im Schnitt jährlich 3,99 % Rendite erwirtschaftet.

Die Autoren der Analyse gehen davon aus, dass die Marktergebnisse im Mittel etwas geringer ausgefallen sein werden. Da aber die Verträge von PiL einen deutlich geringeren Anteil an Risikoabsicherung enthalten, zeigen sie realistisch auf, wie sich die Beitragsrenditen der diversen Versicherungsprodukte ohne die wertvollen Zusatzabsicherungen verhalten – nämlich weitaus positiver als es meist durch Privatkunden erkannt wird. Der Aspekt der Risikoabsicherung ist aber ein ganz wesentlicher für den individuellen Verbraucher neben der Rendite. „Die Zusatzversicherungen sichern zum Beispiel das Risiko ab, berufsunfähig zu werden. Diese Zusatzabsicherungen kosten aber Prozentpunkte bei der Wertentwicklung“, erläutert Goff. „Alles in allem hat ein großer Teil der Verbraucher, die Policen vor 2005 abgeschlossen haben, aber in der Regel ein solides Produkt.“ (ahu)

Wie die einzelenen Gesellschaften in der Studie abgeschnitten haben, sehen Sie in unten stehender Bildergalerie