11 häufige Fehler bei Kreditanfragen

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Bei der Aufnahme eines Kredits lauern zahlreiche Fallstricke. Das Vergleichsportal PROCHECK 24 hat 11 häufige Fehler zusammengestellt, die bei Kreditanfragen begangen werden.

1. Einkommen nicht richtig erfasst

Meist setzten die Bankpartner das niedrigste nachgewiesene Einkommen (bei monatlich schwankenden Einkommen) in der Haushaltsrechnung an. Als Einkommen gilt immer das Nettoeinkommen aus einer Festanstellung oder eine Rente. Hingegen werden einmalige Zahlungen wie Spesen, Aufwandsersatz, Sonderzahlungen, Prämien, Bonuszahlungen oder etc. nicht berücksichtigt.

Es gibt aber auch Ausnahmen bei der Ermittlung der Einkommenshöhe: So setzt die DSL Bank das Durchschnittseinkommen an, das aus dem kumulierten Jahreseinkommen errechnet wird. Auch die Creditplus Bank gleicht das Einkommen mit dem kumulierten Jahreseinkommen ab, verfährt dabei aber nach dem Niederstwertprinzip. Ausgewählte Partnerbanken setzen zudem das Elterngeld als Einkommensart an. In der Regel können auch regelmäßige Provisionszahlungen als Gehaltsbestandteil angesetzt werden. Auch hier dürfen Finanzvermittler nur das niedrigste Gehalt der letzten drei Monate erfassen. Damit Einkommen aus einer Nebenbeschäftigung angesetzt werden können, muss dieses mindestens drei Monate bezogen und nachgewiesen werden. Ein Nebeneinkommen aus zusätzlicher Selbständigkeit kann nur in seltenen Fällen und bis maximal 400 Euro in der Haushaltsrechnung berücksichtigt werden. Wenn Einkommen aus Vermietung erzielt werden, muss immer die komplette Warmmiete des Kunden angesetzt werden. Nicht angesetzt werden können hingegen Sozialleistungen, Arbeitslosengeld, Krankengeld und Lohnfortzahlungen.

2. Keine korrekten Kontaktdaten

Häufig wird nicht die E-Mail-Adresse des Kunden, sondern die des Vermittlers oder sogar eine Fantasie-Adresse angegeben. Bei den Bankpartnern ist die Praxis allerdings nicht erwünscht, weshalb in solchen Fällen der Kreditantrag abgelehnt wird. Im schlimmsten Fall wird die Anfrage sogar an die Betrugsabteilung der jeweiligen Bank weitergeleitet. Außerdem läuft der Vermittler Gefahr, dass er für neue Anfragen bei der Bank gesperrt wird.

Weil der Kunde vor Auszahlung der Kreditsumme teilweise telefonisch von der Bank kontaktiert wird, kann auch die falsche Angabe einer Telefonnummer zur Ablehnung des Antrages führen.

3. Bestehende Kredite nicht erfasst

Damit sowohl Haushaltsrechnung als auch Gesamtverschuldung richtig abgebildet werden können, müssen vor dem Kreditantrag alle bestehenden Kredite vollständig erfasst werden. Zwar prüfen viele Bankpartner die Schufa in der Erstprüfung auf Negativmerkmale, verzichten jedoch darauf, bestehende Kredite und die daraus resultierenden monatlichen Raten unter die Lupe zu nehmen. Dadurch werden unaussagekräftige Angebote erstellt, die einer Bankprüfung nicht stand halten.

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