Zweitmarkt für Erneuerbare Energien rückt in den Fokus

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In seinem Jahresausblick geht der auf Erneuerbare Energien spezialisierte Asset Manager CAV Partners davon aus, dass der Zweitmarkt für Erneuerbare Energien in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Außerdem stellt das Unternehmen einen Neukunden vor.

Der Regensburger Asset Manager CAV Partners sieht nach einem wechselhaften Jahr 2017 in diesem Jahr wieder bessere Chancen für Erneuerbare Energien, besonders auf dem Zweitmarkt für Solar- und Windkraft. „Die Reform des EEG brachte auf dem Solarmarkt zwar einen Rückgang der Einspeisevergütung, gleichzeitig aber auch sinkende Herstellungskosten. Vor allem kleinere Solaranlagen bis 750 Kilowatt dürften wegen der entfallenen Ausschreibungspflicht profitieren“, erklärt Thomas Hartauer, Geschäftsführer bei CAV Partners. „Wir sehen für Investoren einerseits gute Möglichkeiten auf dem Zweitmarkt, andererseits große Chancen für internationale Solarneubauprojekte, vor allem in Asien und Kanada“, so Hartauer weiter.

Energie-Zweitmarkt im Fokus

Laut CAV Partners bleibt der Druck auf die Windenergiebranche hoch, jedoch würden die Anpassungen der der Bundesregierung bei den Ausschreibungen für Windkraftanalagen nicht zur Belebung des Sektors ausreichen. Dazu würde auch die schwierige Regierungsbildung beitragen, die immer noch mit großer Unsicherheit behaftet ist. Die erst im November vergangenen Jahres von der Bundesnetzagentur ausgeschriebenen Projekte mit einem Volumen von 1000 Megawatt waren mit 2591 Megawatt deutlich überzeichnet. Aufgrund des großen Wettbewerbsdrucks unter den Anbietern sanken auch die Gebotswerte. So erteilte die Netzagentur nur 61 Geboten mit einem Volumen von ca. 1.000 Megawatt und einem Mittelwert von 3,4 ct/kWh den Zuschlag. Bei diesen handelte es sich meist um Gebote von Bürgerenergiegesellschaften. „Neue Projekte wird es auf dem Kapitalmarkt auf absehbare Zeit kaum geben, da diese Bürgerprojekte meist noch keine Baugenehmigung haben und auf Grund der Zuschläge bei den Auktionen die Renditen sehr niedrig ausfallen“, ist Hartauer überzeugt. Deshalb konzentriert sich das Unternehmen auf den Zweitmarkt in Deutschland, also bestehende Anlagen im Bereich Windenergie, die es als weitaus renditeträchtiger einstuft. Nicht nur im Bereich Windkraft, auch im Bereich Solar lohne es sich, bestehende Anlagen unter die Lupe zu nehmen. Da diese Anlagen bereits seit Jahren ins Netz einspeisen und an Standorten liegen, die seit vielen Jahren genutzt und bewertet werden, könnten Risiken und Unwägbarkeiten, insbesondere was die Fehleinschätzung der Wind- oder Sonnenverhältnisse angeht, nahezu ausgeschlossen werden.

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