Wie unterschiedlich sind die Geschlechter beim Thema Geld?

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Männer interessieren sich mehr für Finanzen als Frauen und wissen auch besser Bescheid darüber. Aber wenn es um Geldverhandlungen geht, fühlen sich beide Geschlechter gleich oft benachteiligt.

Im Auftrag von RaboDirect hat das Marktforschungsunternehmen forsa ca. 1.200 Personen, je zur Hälfte Männer und Frauen, zum Thema Geld befragt. Dabei gaben 45 % an, dass sie der Meinung sind, es gäbe zwischen den Geschlechtern einen Unterschied bezüglich des Umgangs mit Geld. Zwei Drittel derjenigen, die dieser Meinung sind, glauben, dass Frauen mit Geld besser umgehen können. Wenn es aber um Detailkenntnisse aus dem Finanzwesen geht, beispielsweise Anlageprodukte wie Aktien, Fonds oder Lebensversicherungen, glauben die Männer, sich besser auszukennen. So gaben 52 % der männlichen Befragten an, gut oder sehr gut darüber Bescheid zu wissen, bei den weiblichen Befragten antworten nur 34 % so. Dennoch gab jede zweite Frau an, sich sowohl im privaten Austausch als auch im Beratungsgespräch bei der Bank gut zum Thema Geld einbringen zu können. Dass die Männer sich, nach eigener Auffassung, besser mit den verschiedenen Finanzprodukten auskommen, könnte sicher damit zusammenhängen, dass ihnen das Thema mehr Freude bereitet als den Frauen. So gaben 44 % der befragten Männer, aber nur 26 % der befragten Frauen an, sich gerne mit dem Thema Finanzen zu beschäftigen.

Verhandlungsgeschick bei beiden Geschlechtern ausbaufähig

Auch die offenbar vorhandene bessere Kenntnis und das höhere Interesse an der Materie bewahrt die Männer aber nicht davor, in finanziellen Fragen den Kürzeren zu ziehen: 45 % der Männer sind der Meinung, dass sie bei Verhandlungen über Geld bereits einmal ausgetrickst wurden, bei den Frauen sind es mit 42 % nur geringfügig weniger. Bei den Frauen besteht besonders das Problem, dass sie sich in Verhandlungen über Geld unsicher fühlen: 42 % der weiblichen Befragten sagten, dass sich solchen Situationen oftmals nicht gewachsen fühlen. Wie die Studie auch zeigt, kann ein kleines Geldpolster hierbei helfen: So gaben 34 % der Sparer an, dass sie sich in Gehaltsgesprächen unsicher fühlen, bei den Nicht-Sparern sind es 49 %, die angaben, sich in solchen Situationen überfordert zu fühlen. (ahu)

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