Vor- und Nachteile von Fonds

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In Zeiten wie diesen ist es gar nicht so einfach, effiziente Anlagemöglichkeiten auszuwählen. Eine der vermutlich sinnvollsten Optionen ist das Fondssparen, das mit einem Fondssparplan besonders große Gewinne ermöglicht. Doch wer mit Fonds hohe Gewinne erzielen möchte, sollte etwas Geduld mitbringen.

Ein großes Vermögen investieren, um ein kleines zu erhalten?

Eine alte Faustregel besagt, dass man ein großes Vermögen benötigt, um an der Börse ein kleines Vermögen zu machen. Allerdings sieht die Realität etwas anders aus. Eine wichtige Voraussetzung ist nicht nur das nötige Durchhaltevermögen. Pro Monat sollte für die Investitionen ein gewisser Grundbetrag zur Verfügung stehen. Wer diese Strategie in den vergangenen Jahren auf gute deutsche Aktienfonds anwandte, erhöhte sein Vermögen gut und gern um das Doppelte bis hin zum Vierfachen. Doch das Fondssparen hat nicht nur Vorteile, sondern auch einige Nachteile.

Größere Gewinne durch ein langfristiges Finanzkonzept

Ein großer Vorteil des Fondssparens besteht darin, dass Anleger mit verhältnismäßig geringen Beträgen langfristig von Gewinnen profitieren können. Werden monatlich kleine Beträge eingezahlt  und über längere Laufzeiten angespart, baut sich schrittweise ein kleines Vermögen auf. Da Sparverträge für Fonds relativ flexibel sind, können diese jederzeit stillgelegt oder aufgelöst werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Beträge für Fondsanlagen nach oben hin anzupassen oder zusätzliche Einmalleistungen einfließen zu lassen. Mit festen monatlich eingezahlten Beträgen entsteht automatisch ein antizyklischer Rhythmus. Fondsanteile werden eher bei niedrigen als bei hohen Kursen erworben. Zudem tritt der sogenannte Cost-Average-Effekt ein. Dieser Effekt bezieht sich auf einen vergleichsweise niedrigen Durchschnittspreis, der die Kosten für regelmäßige Käufe fester Fonds-Anteile unterschreitet.

Hohe Gebühren und Aufschläge

Einer der Nachteile des Fondssparens sind die relativ teuren Kosten. Schließlich müssen private Investoren bei jeder einzelnen Rate mit Ausgabeaufschlägen rechnen. Die Höhe dieser Aufschläge hängt vom jeweiligen Fonds ab und kann sich auf über fünf Prozent belaufen. Depot- sowie Verwaltungsgebühren fallen zusätzlich an. Als alternative Option kommen möglicherweise sogenannte Fonds-Discounter in Frage, die mit Rabatten auf die Gebühren verbunden sind. Als nachteilig könnte sich ebenfalls die Tatsache auswirken, dass Investment-Fonds – insbesondere Aktien-Fonds – gewissen Schwankungen unterliegen. Kein Finanzexperte kann im Vorfeld genaue Angaben darüber treffen, welche Gewinne durch einen Fonds-Sparplan tatsächlich erzielt werden. Bei besonders risikobehafteten Fonds sind sogar Verluste möglich. Dieses Risiko wird jedoch durch langfristig angelegte Fonds-Sparpläne minimiert, indem Kursschwankungen ausgeglichen werden. (fw)

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