US-Immobilien könnten von Trump profitieren

Die vergangen Präsidentschaftswahl könnte positive Folgen für den US-Immobilienmarkt haben/ Foto: © Felix Mizioznikov - fotolia.com

Die amerikanische Wirtschaft setzt auch unter dem neuen Präsidenten Donald Trump ihre positive Entwicklung fort. Besonders dem Büroimmobilienmarkt scheint der neue Hausherr im Weißen Haus gut zu tun.

Der in diesem Jahr zum dritten Mal aufgelegt US-Marktbericht von WealthCap dürfte mit großer Spannung erwartet worden sein, ist er doch der erste, der sich mit dem ersten Amtsjahr des, gerade in wirtschaftspolitischen Fragen, höchstumstrittenen Präsidenten Donald Trump beschäftigt.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die amerikanische Wirtschaft scheint die Folgen der Finanzkrise 2008/2009 überwunden zu haben und ist seitdem jährlich um 1,6 % bis 2,6 % gewachsen. Das Wachstum schlägt sich auch auf dem Arbeitsmarkt nieder, der sich heute nahezu auf Vollbeschäftigungsniveau befindet. So lag die Arbeitslosenquote Ende Juni bei 4,4 % und damit auf dem niedrigsten Stand seit 10 Jahren. Außerdem haben die USA eine positive demografische Entwicklung, sodass im Jahr 2050 die Marke von 400 Mio. Einwohnern erreicht werden könnte (bislang ca. 320 Mio.

Laut den Autoren des Marktberichtes könnte die US-Wirtschaft zusätzlich Fahrt aufnehmen, wenn Trump seine Vorschläge zu Infrastrukturprogrammen, Steuersenkungen und Deregulierungsmaßnahmen tatsächlich umsetzt. Beispielsweise plant Trump die im Zuge der Finanzkrise erlassenen „Dodd-Frank-Gesetze“ überprüfen zu lassen. Die Deregulierungspläne sind allerdings nicht nur ein Zukunftsthema: So berichtete das Weiße Haus im Juli, das Trump in seiner Amtszeit bereits 391 Regulierungen abgeschafft habe.

Büromarkt erholt sich

Der Büroimmobilienmarkt startete zunächst verhalten in das neue Jahr. Aufgrund der robusten wirtschaftlichen Entwicklung der damit einhergehenden soliden Nachfrage nach Büroflächen und einer regen Neubautätigkeit startete der Markt deutlich erholt in das zweite Quartal. Die starke Neubautätigkeit hat auch wenig Auswirkungen auf die Leerstandsrate. Wichtigster Nachfragetreiber auf dem Büroimmobilienmarkt ist die Technologiebranche, die 17,4 % der neuen Büroflächen nachfragte.

Was bedeutet Trump für die Immobilienmärkte?

Laut WealthCap US-Marktbericht dürften neben den wirtschaftlichen und immobilienwirtschaftlichen Kennzahlen vor allem die Megatrends für die Entwicklung von US-Büroimmobilien prägend sein. Der aktuellen Präsidentschaft rechnen die Experten dabei nur geringe Bedeutung zu. So seien in den ersten Monaten der neuen US-Regierung keine realwirtschaftlichen Auswirkungen erkennbar, die eine Anpassung der bisherigen Anlagestrategie bzw. eine entsprechende US-Sachwertanalage erforderlich machen. (ahu)

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