Starker Jahresauftakt für UBS

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UBS hat die Zahlen für das erste Quartal 2018 veröffentlicht: Neben einer deutlichen Steigerung des Gewinns konnte im Bereich des verwalteten Vermögens ein lange nicht mehr erreichter Wert erzielt werden.

UBS hat im ersten Quartal einen ausgewiesenen Vorsteuergewinn von 2 Mrd. Schweizer Franken (ca. 1,66 Mrd. Euro) erzielt, eine Steigerung von 17 % gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Vorsteuergewinn im Global Wealth Management stieg um 7 % auf 1,126 Mrd. Franken (ca. 930 Mio. Euro) und erreichte in den Regionen Amerika und APAC neue Rekordwerte. Der bereinigte Vorsteuergewinn von Personal & Corporate Banking belief sich auf 393 Mio. Franken (ca. 327 Mio. Euro). Der transaktionsbasierte Ertrag und der Ertrag aus wiederkehrenden Nettogebühren nahmen zu und das Nettoneugeschäftsvolumen wuchs kräftig. Der Nettogeldzufluss ohne Mittelflüsse bei Geldmarktfonds lag bei 27 Mrd. Franken (ca. 22,51 Mrd. Euro). Die verwalteten Vermögen erreichten mit 792 Mrd. Franken (ca. 660 Mrd. Euro) den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt. Der bereinigte Vorsteuergewinn im Asset Management betrug 108 Mio. Franken (ca. 90,15 Mio. Euro). Der bereinigte Vorsteuergewinn der Investment Bank lag bei 629 Mio. Franken (ca. 525 Mio. Euro). Aufgrund hoher Erträge aus Equities und Corporate Client Solutions lag die Rendite auf zugeteiltem Eigenkapital bei 25 %. Einen bereinigten Vorsteuerverlust von 380 Mio. Franken (ca. 316 Mio. Euro) musste das Corporate Center hinnehmen.

Weiterhin robuste Kapitalposition

Die UBS hat eine harte Kernkapitalquote (CET1) von 13,1 % und eine Leverage Ratio des harten Kernkapitals (CET1) von 3,76 %. Auf Basis der vollständigen Umsetzung beläuft sich das gesamte verlustabsorbierende Kapital auf 79 Mrd. Franken (ca. 65,86 Mrd. Euro) gemäß Schweizer SRB-Regeln geltend ab 1. Januar 2020. Infolge der gestiegenen Marktvolatilität während des Berichtsquartals und regulatorischer Veränderungen, Änderungen in Methodologie und Modell, erhöhten sich die risikogewichteten Aktiven auf 254 Mrd. Franken (ca. 211 Mrd. Euro), während der Leverage Ratio Denominator auf 882 Mrd. Franken (ca. 735 Mrd. Euro) sank. Im zweiten Quartal wird UBS mit den Aktienrückkäufen beginnen, die im ersten Quartal angekündigt wurden.

„Wir hatten einen ausgezeichneten Start ins neue Jahr, mit Ergebnissen die erneut die Stärke unseres diversifizierten Geschäfts unterstreichen. Wir sind gut unterwegs und investieren weiter in Wachstum und Effizienz“, so Sergio P. Ermotti, Group Chief Executive Officer der UBS.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Bei UBS zeigt man sich nach wie vor zuversichtlich, dass die Märkte auch künftig von den Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum profitieren werden. Daran würden weder geopolitische Spannungen noch der wachsende Protektionismus, die beide eine Gefahr für das Anlegervertrauen darstellen würden, nichts ändern.

Alle Geschäftsbereiche von UBS werden von Wirtschaftserwartungen, Zinssätzen, Aktienmarktniveaus und Wechselkursen beeinflusst. Die Marktvolatilität liege zwar über den historischen Tiefständen des vergangenen Jahres, sie bleibe aber moderat, was sich gewöhnlich negativ auf die Kundenaktivität auswirke. Infolge saisonaler Einflussfaktoren sind laut UBS die transaktionsbereinigten Erträge sowohl bei der Investment Bank als auch im Global Wealth Management im zweiten Quartal in der Regel niedriger als im ersten Quartal. Im zweiten Quartal werden Finanzierungskosten im Zusammenhang mit langfristigen Schulden und Kapitalinstrumenten zur Einhaltung von regulatorischen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen höher sein als im Vergleichszeitraum 2017.

UBS geht von einem allmählichen Anstieg der US-Dollar-Zinssätze und einer weiteren Verbesserung der US-Wirtschaft aus. Beides dürfte die US-Dollar-Zinserträge stützen. „Unsere Geschäftsbereiche profitieren von einer soliden Dynamik und wir erwarten, dass das Ergebnis im zweiten Quartal die Stärke unseres diversifizierten Geschäftsmodells und die Fortschritte bei der Erreichung unserer strategischen und finanziellen Ziele bestätigen wird“, zeigt sich die Schweizer Großbank in ihrer Pressemitteilung optimistisch. (ahu)

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