Schwaches Schlussquartal verdirbt JDC nicht die Laune

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Trotz eines vierten Quartals, das aufgrund äußerer Einflüsse die Erwartungen nicht erfüllen konnte, befand sich die JDC Group auch im Jahr 2017 auf Wachstumskurs. Dazu haben beide Geschäftsbereiche beigetragen.

Die JDC Group AG hat das vergangene Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen. So stieg auf Basis der heute veröffentlichten vorläufigen und nicht testierten Geschäftszahlen der Umsatz im Gesamtjahr um 8 % auf 84,5 Mio. Euro. Deutlich stärker stieg das EBITDA: So lag das Ergebnis von Zinsen, Steuern und Abschreibungen mit 3,9 Mio. Euro um 63 % über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis ist bereinigt um einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit den erfolgten Großkundenprojekten sowie der Umsetzung der rechtlichen Änderungen im Zuge von MiFID II und IDD, die mit 700.000 Euro zu Buche schlugen. Wenn diese Aufwendungen berücksichtigt werden, stieg das EBITDA um 19 % auf 3,2 Mio. Euro.

Die Zuwächse beim EBITDA sind auf beide Geschäftsbereiche, Adivsortech und Advisory, zurückzuführen. So stieg der Umsatz im Bereich Advisortech um 7,4 % auf 66,6 Mio. Euro und das EBITDA um 15,7 % auf 3,3 Mio. Euro. Der Bereich Advisory steigerte seinen Umsatz um 11,8 % auf 26,6 Mio. Euro, der EBITDA erreichte dank eines Anstieges von 22,7 % einen Wert von 1,2 Mio. Euro.

Politische Entwicklungen und Regulierung machen sich in Schlussquartal bemerkbar

Der Umsatz im vierten Quartal stieg um 4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 24,6 Mio. Euro. Aufgrund des Ausbleibens des für den Finanzmarkt typischen Jahresendgeschäftes fiel das Umsatzwachstum im Schlussquartal schwächer als erwartet aus. Für das schwache Jahresendgeschäft waren im Wesentlichen zwei Gründe ausschlaggebend: Eine spürbare Verunsicherung nach der Bundestagswahl und die anschließende schwierige Regierungsbildung sowie eine Verunsicherung im Vermittlermarkt im Vorfeld der Umsetzungen von MiFID II und IDD. Aufgrund der beschriebenen Einmaleffekte und des Umsatzniveaus konnte das EBITDA die Erwartungen nicht erfüllen und sank um 1,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahresquartal auf 900.000 Euro.

„Auch wenn das Umsatz- und Ergebniswachstum im vierten Quartal nicht so positiv war wie in den Vorquartalen, sind wir mit der Entwicklung des gesamten Jahres 2017 sehr zufrieden. Wir konnten zeigen, dass ein Umsatzwachstum von 8% zu einer überproportionalen Ergebnissteigerung von über 60% führt. Dies zeigt die enorme Skalierbarkeit unserer Plattform“, kommentiert Ralph Konrad, CFO der JDC Group AG. „Zudem konnten wir mit der Gewinnung weiterer Großkunden und dem Erwerb weiterer Bestände die Basis für ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 legen“.

Guter Jahresauftakt

„Der Start ins Jahr 2018 ist sehr gut verlaufen. Die Unternehmen der JDC Group verzeichnen gemessen am Wachstum der Anzahl der Neuanträge ein historisches Neugeschäftsplus von über 50 %. Die sich daraus ergebenden Umsatz- und Ertragseffekte in Verbindung mit dem erfolgreichen Start der Kooperation mit unserem Neukunden Lufthansa zum 15. Januar und der erfolgreichen Integration der im Dezember 2017 erworbenen Assekuranz Hermann Gruppe lässt uns ein Rekordjahr 2018 erwarten. Und auch bei der weiteren Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse kommen wir gut voran: Unser neu gegründetes Blockchain-Lab wird schon dieses Jahr einen ersten Prototypen liefern und unser Token Event planen wir schon Ende des zweiten Quartals“, ergänzt Dr. Sebastian Grabmaier, CEO der JDC Group.

Für dieses Jahr erwartet der Vorstand, dass der Umsatz die 100-Mio-Euro-Marke durchbricht und das EBITDA bei mehr als 6 Mio. Euro liegt. (ahu)

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