Oldies but Goldies

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Von allen Luxusgütern hat nur Schmuck in den vergangen 10 Jahren einen höheren Wertzuwachs als Oldtimer. Besonders der sehr gewichtige obere Teil trägt zum Wachstum des Marktsegments bei.

Der Investitionswert von historischen Automobilien ist zwischen 2006 und 2017 um 192 % gestiegen. Damit haben Oldtimer ein weit überdurchschnittliche Wertsteigerung erfahren, denn der S&P Global Luxury Index ist in dieser Zeit „nur“ 84 % Wertzuwachs zu verzeichnen. Zwar sanken die Preise für Autos in den vergangen Monat aufgrund eines steigenden Angebots. Dennoch wuchs der Investitionswert der Classic Cars 2017 im Jahresvergleich um 3 %.

Dies ergab eine neue Auswertung von AXA ART, dem weltweit führenden Spezialversicherer für Kunstwerke und Sammlerstücke, und ADEMY (Automotive Data Evaluation Market Yield). Anhand der Verkaufsdaten der letzten zehn Jahre zeigt die Studie, dass Classic Cars durchweg höhere Gewinne erzielten als andere Arten der Geldanlage.

Wachstum vor allem oben

Die stärksten langfristigen Wertsteigerungen erzielten Fahrzeuge der „Top Lot“-Kategorie. Hierzu zählen Autos, die mindestens eine Mio. US-Dollar kosten. Gleich 70 Mal wurde dieser Preise bei den bedeutenden Pebble Beach Auktionen in Kalifornien in diesem Jahr ausgerufen, eine Steigerung um 25 % gegenüber dem Vorjahr. Das Gewicht dieser Kategorie, in die nur 2 % aller Fahrzeuge fallen, wird auch daran deutlich, dass sie wertmäßig 40 % des Marktvolumens ausmacht.

Dazu der Classic Car-Experte  Gianluigi Vignola, Gründer und Eigentümer von ADEMY: „Obwohl der durchschnittliche Verkaufspreis bei der diesjährigen Pebble Beach Auktion im Vergleich zu 2016 von einer Million US-Dollar auf 850 000  gesunken ist, bringen Classic Cars den Sammlern nach wie vor solide Renditen.“

Daneben gibt es aber auch ein wachsendes Interesse an Mid- und Small-Cap-Werten.

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