Kurskorrekturen bieten Einstiegschancen

Alexander Dominicus, Fondsmanager bei MainFirst / Foto: © Main First

Am deutschen Aktienmarkt (DAX) ging es heute (13.03.) mit den Kursen wieder abwärts. Droht hier Ungemach? Was sollten Berater und Anleger nun beherzigen? Welchen Stellenwert spielen dabei politische Risiken und die Zinsentwicklung (in den USA)? finanzwelt fragte exklusiv Alexander Dominicus, Fondsmanager bei MainFirst und Mitglied des MainFirst Germany Fund Management Teams.

finanzwelt: Seit dem Hoch von Ende Januar bei 13.500 Zählern, hat der deutsche Aktienindex (DAX) einiges eingebüßt. Werden wir kurzfristig weitere fallende Kurse sehen?

Dominicus: Die globale Konjunkturentwicklung ist weiterhin intakt. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass deutsche Unternehmen ihre Ergebnisse im Durchschnitt auch in diesem Jahr steigern können. Selbst bei 13.500 Punkten ist der DAX im europäischen Vergleich und insbesondere gegenüber US-Aktien attraktiv bewertet. Kurskorrekturen dürften deshalb eher von kurzer Dauer sein und könnten interessante Einstiegschancen für Anleger bieten.

finanzwelt: Welche Gründe lassen sich für einen etwaigen nachhaltigen Rückgang der Notierungen am Markt finden?

Dominicus: Ein wichtiger Faktor ist in diesem Zusammenhang die Zinsentwicklung in den USA. Ein zu schneller geldpolitischer Umschwung durch die US-Notenbank Fed könnte die Konjunktur abwürgen. Dazu kommen andauernde politische Unsicherheiten. Bei einem globalen Handelskrieg bestünde durch weitere Strafzölle eine nachhaltige Gefahr für die Märkte. Aber wir sind zuversichtlich, dass es nicht so weit kommen wird – wir sind weiterhin optimistisch gestimmt für Aktien, insbesondere aus Deutschland.

finanzwelt: Was sollten Berater und Anleger in diesen Marktphasen beherzigen?

Dominicus: In einem solchen Umfeld ist es für Berater und Anleger ratsam, möglichst langfristig zu agieren und sich nicht von der kurzfristigen Volatilität leiten lassen. Mit dieser Einstellung können sie auch eventuell bevorstehende stärkere Kursrückgänge zum Kauf nutzen.

finanzwelt: Wie positionieren Sie sich gegenwärtig in Ihrem Deutschland-Fonds?

Dominicus: Wir bleiben unserer Anlagestrategie treu. Das bedeutet: Wir sind fokussiert auf Unternehmen, die sich unserer Überzeugung nach besser entwickeln werden als der Gesamtmarkt. Diese Strategie verfolgen wir mit hoher Konsistenz und einer langfristigen Ausrichtung. Von kurzfristigen Veränderungen an den Märkten lassen wir uns nicht verunsichern und nehmen keine überhasteten Anpassungen unseres Portfolios vor.