Kryptowährungen sind hochriskante Anlagen!

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Das Bankhaus ELLWANGER & GEIGER warnt Privatanleger vor einer Investition in Kryptowährungen. Der Blockchain-Technologie wird aber großes Zukunftspotenzial zugetraut.

2017 war das Jahr des Bitcoin: Die Kryptowährung nahm eine rasante Kursentwicklung und erreichte in der zweiten Jahreshälfte einen Rekordstand nach dem anderen. Damit rückte sie von einem Schattendasein mitten in das Zentrum des Interesses der Finanzwelt. Nun ziehen auch immer mehr Privatanleger eine Investition in Kryptowährungen Betracht. Davor warnen aber die Kapitalmarkexperten der Privatbank ELLWANGER & GEIGER: „Wir empfehlen unseren Anlegern die Kryptowährungen nicht, das Motto heißt Finger weg“, so Andreas Rapp, Leiter Private Banking bei ELLWANGER & GEIGER. Er glaubt, dass sich von den fünf bis sieben wichtigsten Kryptowährungen, die derzeit auf dem Markt sind, vielleicht zwei oder drei durchsetzen werden.

Wie viel sind Kryptowährungen eigentlich wert?

Eine wesentliche Eigenschaft macht laut den Experten von ELLWANGER & GEIGER Kryptowährung als Anlageobjekt hochspekulativ: Da sie unabhängig von staatlichen Zentralbanken und Geschäftsbanken sind, gibt es auch keine Regulierung für diese neue Generation der Zahlungsmittel und niemand könne deshalb niemand genau den Wert dieser Währungseinheit berechnen. Da zudem starke Schwankungen vorprogrammiert seien, eigneten sich Kryptowährungen lediglich für sehr spekulativ orientiere Investoren.

Bitcoin verliert Marktanteile

Der Erfolgt des Bitocoins hat viele Nachahmer auf den Plan gerufen, was auch zu Verschiebungen der Marktanteile führte. So büßte laut den Experten von ELLWANGER & GEIGER der Bitcoin aufgrund der wachsenden Konkurrenz kräftig an Marktanteilen ein: Von einst 90 % auf jetzt „nur“ noch knapp 50 %. Zudem seien beim Bitcoin nur bis zu sieben Transaktionen pro Sekunde möglich, was zu hohen Gebühren (20 bis 30 Euro pro Transaktion) und langen Wartezeiten führe. Zum Vergleich: das VISA-Netzwerk ermöglicht bis zu 1.700 Transaktionen pro Sekunde.

Kryptowährungen haben massive Anziehungskraft

Dass Kryptowährungen eine sehr starke Anziehungskraft auf Investoren haben, zeigt das Beispiel des Fotoherstellers Kodak: Als dieser verkündete, mit dem KodakCoin eine eigene Kryptowährung auf den Markt zu bringen, stieg der Aktienkurs des Unternehmens um unglaubliche 120 % – innerhalb eines Tages! Noch rasanter ging es bei einem britischen Unternehmen zu: Als dieses seinen Namen von „On-line PLC“ in „On-line Blockchain PLC“ änderte, vervierfachte sich dessen Aktienkurs.

Der Blockchain gehört die Zukunft

Die Experten von ELLWANGER & GEIGER sehen die den Kryptowährungen zugrunde liegende Blockchain-Technologie als Zukunftstechnik an. Sie würden den großen Vorteil bringen, dass damit die Möglichkeit bestünde, die Vormachtstellung der großen amerikanischen Internet-Unternehmen zu durchbrechen. Voraussetzung dafür seien jedoch Bildungsinitiativen und Investitionen in diesem Bereich. Die Blockchain-Technologie nicht nur für die „Industrie 4.0“ benötigt, sondern können auch in vielen anderen Wirtschaftsbereichen wie Versicherungen, Katasterämter, Logistik oder sonstigen dezentralen Märkten angewendet werden, etwa wenn es um Speicherplatz und Rechenleistung gehe. (ahu)

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