Keine Entspannung bei Anlageimmobilien

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Nach wie vor ist die Lage auf dem deutschen Markt für wohnwirtschaftliche Anlageimmobilien angespannt. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohn- und Geschäftshäusern und das weiterhin begrenzte Angebot sorgt für weitere Preissteigrungen.

Das zeigte eine Studie von Engel & Völkers Commercial, bei der 60 Städte untersuchten wurden. In diesen legte das Umsatzvolumen im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 5 % zu und liegt nun bei 17 Mrd. Euro. Nahezu unverändert geblieben und sogar um 0,3 % gesunken ist die Anzahl der verkauften Objekte, die im Untersuchungszeitraum bei 12.125 lag. „Der deutsche Anlageimmobilienmarkt ist jedoch deutlich vielfältiger als es diese Zahlen auf den ersten Blick zum Ausdruck bringen“, erläutert Dr. Maike Brammer, Leiterin Research bei der Engel & Völkers Commercial GmbH in Hamburg. Ihrer Meinung nach bieten die heterogenen Standorte abwechslungsreiche Möglichkeiten für Investoren. Zuletzt  standen vor allem die Top Seven sowie die vergleichsweise risikoarmen Universitäts- bzw. Schwarmstädte im Fokus von Investoren.

Anlagealternativen abseits der Metropolen

Besonders in den A-Städten zeigte sich ein deutlicher Mangel an Objekten. Hier sank im Jahr 2016 die Zahl der gehandelten Objekte um 5 %, das Umsatzvolumen nahm aber nur um 2 %. Nur in Hamburg (+2,6 %) und besonders in München (+18,9 %) wurden 2016 mehr Objekte gehandelt als im Vorjahr. Die angespannten Märkte in den A-Städten lassen Investoren längst auf andere Märkte ausweichen. „Insbesondere in C-Städten wie Mülheim an der Ruhr oder Mönchengladbach stieg die Anzahl der Transaktionen um mehr als ein Viertel und das dazugehörige Transaktionsvolumen um mehr als 50 %“, hebt Dr. Brammer hervor. Besonders in der Region West sorgen steigende Bevölkerungszahlen und ein damit verbundener Anstieg der Angebotsmieten dafür, dass Investoren weitere D-Städte wie Oberhausen oder Leverkusen für sich entdecken.

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