Investoren setzen zunehmend auf sozial verantwortliche Anlagen

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Drei Viertel aller Investoren sind der Meinung, dass ökologische und soziale Verantwortung sowie die Förderung guter globaler Governance für die Zukunft der Investmentbranche wichtig sind. Das ergab eine von ING Investment Management International (ING IM) durchgeführte Umfrage.

(fw/hwt) Zwei Drittel der Befragten, die für die Verwaltung von Pensionsfonds verantwortlich sind, integrieren ESG-Faktoren (ecological, social, governance) oder sozial verantwortliche Kapitalanlagen (SRI = Socially Responsible Investment) bereits in ihre Anlageprozesse. Fast die Hälfte (48 %) gaben an, dass ihr Interesse an ESG und SRI in den vergangenen sechs Monaten gestiegen sei. Hendrik-Jan Boer, Senior Portfolio Manager für ING IMs SRI-Fonds, erläutert hierzu: „In den letzten Jahren hat sich das Interesse in der Branche zunehmend in Richtung sozial verantwortlicher Anlageprodukte verlagert. Diese Untersuchung unterstreicht die Bedeutung von ESG-Faktoren, sowohl auf professioneller als auch persönlicher Ebene.“ Angesichts der Tatsache, dass bereits drei Viertel der Befragten den Sektor als wichtig für die Zukunft der Branche erachteten, dürfte die Nachfrage nach SRI-Anlagen in den kommenden Jahren weiterhin zunehmen. Schon bald würden SRI-Anlagen ein selbstverständlicher Bestandteil von Portfolien sein.

Die Befragten gaben an, eine stärkere Berücksichtigung sozialverantwortlicher Kriterien werde sich in den kommenden fünf Jahren positiv auf die Anlagerendite auswirken. Zu den Gründen für die Integration dieser Faktoren in ihre Anlagestrategie gab die Mehrzahl der Befragten (58 %) an, dies aus einem persönlichen Verantwortungsgefühl heraus zu tun. Ferner gab knapp über die Hälfte (52 %) an, ihr Unternehmen wende derartige Kriterien grundsätzlich bei Investments an. Was die Asset-Owner betrifft, so gelten Pensionsfonds als diejenigen Institutionen, die am ehesten bereit sind, ESG-Faktoren in ihren Portfolien zu berücksichtigen; sie wurden von 73 % der Befragten genannt. An zweiter Stelle folgten karitative Organisationen mit 62 % der Nennungen.