Hohes Niveau der biometrischen LV

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Beim Thema Biometrie schneiden die deutschen Lebensversicherer insgesamt sehr erfreulich ab: Gleich elf erreichen die Bestnote. Auch sind die Abstände in der Bewertung oft nur minimal.

Die Map-Report-Redaktion hat sich zum zweiten Mal in einem Rating dem Thema Biometrie gewidmet und die Leistungsfähigkeit der Anbieter aus Verbrauchersicht beleuchtet. Die Untersuchung erstreckt sich von den für Kunden relevanten Bilanzkennzahlen über Flexibilität und Transparenz bis zu Vertragsbeispielen.

Die Möglichkeiten, biometrische Risiken abzusichern, sind vielfältig: Dread Diseas, Grundfähigkeiten-, Multi-Invalidäts- und Pflegerentenverträge um nur einige zu nennen. Da manche dieser Produkte nur von wenigen Gesellschaften angeboten werden, fokussierte sich die Untersuchung auf die Biometrie-Hauptprodukte Risiko-Lebensversicherung (RLV) und Berufsunfähigkeitsversicherung (BU).

Elf Mal Bestnote

Mit 84,43 Punkten und einem „mmm“ für hervorragende Leistungen erhielt die Europa Versicherung die beste Bewertung im Ranking. Der Kölner Versicherer überzeugte in allen drei Teilbereichen des Ratings und zählt sowohl bei den Bilanzkennzahlen, bei Service und Transparenz sowie bei den Vertragskennzahlen zur Spitze der deutschen Lebensversicherer. So liegt im Bilanzteil die Zuführungsquote zur Rückstellung für Beitragsrückerstattungen bei 52,13 % und das Unternehmen konnte mit niedrigen Verwaltung- Abschlusskostenquoten von 0,8 % bis 3,13 % überzeugen. Zusammen mit einer Solvabilitätsquote von 921 % und einer Sicherheitsmittelquote von 29,8 % zählt die Europa somit neben der Hannoverschen und der Allianz zu Deutschlands bilanzstärksten Lebensversicherern im Rating.

Nur knapp hinter der Europa liegt die Dialog, die 84,02 Punkte erreichte. Etwas Abstand besteht zur nächstplatzierten Hannoverschen (80,05 Punkte) sowie zur Allianz (77,15 Punkte) der Continentale (73,92 Punkte), WGV (73,92 Punkte), Huk-Coburg (73,20 Punkte), LV 1871 (73,09 Punkte), Interrisk (73,08 Punkte), Cosmos (72,53 Punkte) sowie Stuttgarter (72,00 Punkte), R+V (71,30 Punkte) und Inter (70,30 Punkte), die ebenfalls alle die Bestnote „mmm“ erhielten.

Mit der Note „mm“ musste sich die Stuttgarter „begnügen“.

Die Gewinner in der Vertragswertung

Mit 32,55 von maximal 40 Punkten wurde die Hannoversche Sieger des Testabschnitts Vertragsbedingungen. Mit minimalem Abstand folgen die Huk-Coburg (32,5 Punkte), die Dialog (31,6 Punkte) und die Europa (31,2 Punkte).

Die Hannoversche belegt zudem den fünften Platz in der Bewertung der RLV-Anbieter. Hier erreichte sie 15,3 von maximal 20 Punkte. Sieger in dieser Wertung wurde die Dialog mit 17,2 Punkten, gefolgt von der Huk-Coburg mit 16,5 Punkten. Knapp am Podest vorbei schrammen die Cosmos (15,95 Punkte) und die Europa (15,45 Punkte).

Besser lief es für die Hannoversche bei den Beispielrechnungen zur BU-Versicherung, wo sie 17,25 von maximal 20 Punkten holte. Die eng abgestuften Bewertungsraster und die hohe Qualität der Vertragsbedingungen sorgten auch in dieser Bewertung dafür, dass die Abstände zwischen den Versicherern sehr gering waren: Die zweitplatzierte Nürnberger verpasst den Spitzenplatz um gerade einmal 0,7 Punkte. Auch bei dieser Bewertung finden sich die Huk-Coburg (16 Punkte) und die Europa (15,75 Punkte) weit oben. (ahu)

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