Frauen sorgen nur ungenügend privat vor

Die Altersvorsorge scheint für Frauen in Gebiet zu sein, mit dem sie sich nur ungern beschäftigen / Foto: © Liubov-fotolia.com

Fehlendes Wissen aber auch fehlendes Interesse scheint bei Frauen bezüglich der privaten Altersvorsorge vorherrschend zu sein. Gepaart mit einer nur sehr geringen Risikobereitschaft führen diese Faktoren dazu, dass viele Frauen unter Umständen im Alter finanzielle Probleme bekommen.

Dass private Altersvorsorge wichtig ist, ergeht aus der heute veröffentlichten Studie von Union Investment hervor (finanzwelt berichtete). Jedoch scheint das Interesse an Altersvorsorge vor allem bei der männlichen Bevölkerung vorhanden zu sein, wie eine Umfrage von Amundi zeigt. Demnach hat sich das private Sparen für die Rente bei Frauen zwischen 35 und 55 Jahren noch nicht flächendeckend durchgesetzt. So beschäftigen sich 44 % der Befragten gar nicht mit privater Altersvorsorge. Dass vor allem die jüngeren Umfrageteilnehmer, für die das Alter noch weit weg scheint, so antworteten kann nicht behauptet werden, denn das Alter der Befragten spielte für die persönliche Relevanz der Altersvorsorge keine Rolle. Offenbar scheinen sich viele Frauen darauf zu verlassen, dass ihr Mann genug verdient und genug vorsorgt, damit beide im Alter ihren Lebensstandard halten können. Ob der Familienstand Auswirkungen auf die Relevanz hat, geht aus der Studie nicht hervor.

Es scheint dennoch einige Frauen zu geben, die sich zwar mit dem Thema private Altersvorsorge nicht beschäftigen, sie aber dennoch betreiben. So gaben 32 % an, überhaupt keine private Altersvorsorge zu betreiben, 12 Prozentpunkte weniger als diejenigen, die sich mit dem Thema nicht beschäftigen. Immerhin 37 % sparen zwar für die private Altersvorsorge, tun dies allerdings nur unregelmäßig.

Wenig Interesse an Finanzen

In der Studie ging es außerdem darum herauszufinden, wie die befragten Frauen ihr Finanzwissen einschätzen. Dabei zeigt sich auch, dass Frauen offenbar nur wenig Interesse daran haben, sich mit Finanzthemen auseinanderzusetzen. So gaben 37 % der Befragten an, dass sie über keine ausreichenden Kenntnisse verfügen würden, um ihre private Altersvorsorge zu planen. 24 % möchten sich nicht mal mehr Wissen aneignen.

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