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Bouwfonds kauft Wohnobjekte für Spezialfonds

(fw/ah) Im Rahmen eines Einzelmandats übernimmt Bouwfonds IM für das Versorgungswerk das Portfolio- und Asset-Management für das Segment „Wohnen" des Immobilienspezialfonds. Zu den erworbenen Objekten im Fondsportfolio gehören bundesweite Projektentwicklungen in Heidelberg und Freiburg im Wert von 54 Mio. € sowie Bestandsobjekte in Wiesbaden, Potsdam, Hannover, Hamburg und Leipzig für zusammen 48 Mio. €.

Michael Keune, zuständiger Fondsmanager von Bouwfonds IM, sagt: „Wir freuen uns, für dieses Mandat attraktive Bestands- und Neubauprojekte in nachgefragten Wohnungsmärkten erworben zu haben. Die Objekte befinden sich in guten Wohnlagen, sind nahezu vollvermietet und entweder neuwertig oder kernsaniert." Keune ergänzt: „Ziel ist es, in den nächsten 24 Monaten insgesamt 400 Mio. € Eigenkapital für das „Portfolio Wohnen" für den Immobilienfonds des Versorgungswerkes in wachstumsstarken Ballungszentren zu investieren."

Institutional Investment-Partners verwaltet als Investoren-KVG den entsprechenden Masterfonds und übernimmt neben den regulatorischen und administrativen Aufgaben auf Wunsch des Versorgungswerkes dezidierte Risikomanagementfunktionen innerhalb des Anlageprozesses.


www.bouwfonds.de

Solvium Capital von Hanjin-Pleite nicht berührt

Nur zwei Container von Solvium Capital befinden sich auf Schiffen von Hanjin, die in der vergangenen Woche in die Pleite schlitterte. Die südkoreanische Reederei war bisher auf Platz 7 der größten Reedereien; sie beschäftigt eine Flotte von rund 100 Schiffen mit Stellplätzen für über 900.000 TEU.
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Klein aber fein!

„Noch nicht gesättigt!“ Unter dieser Überschrift berichtete finanzwelt in Ausgabe 01/2013 über den Markt für geschlossene Flugzeugfonds. In dem Artikel stellten Marktteilnehmer und Branchenexperten fest, dass die geringe Anzahl neuer Flugzeugfonds im Jahr 2012 in erster Linie auf die Knappheit des Assets an den Beschaffungsmärkten zurückzuführen ist – dies gilt besonders für den prestigeträchtigen Großraumflieger A380.Doch auch kleinere Flugzeugtypen sind von dieser Situation betroffen.

Derzeit befinden sich nur zwei geschlossene Fonds in der Platzierung, die in Regionalflieger und sogenannte „Narrowbodies“ investieren:

-Im Februar startete die KGAL GmbH & Co.KG den „SkyClass 58“. Der Fonds bietet Investoren die Möglichkeit, sich an bis zu zwölf Airbus A319 zu beteiligen. Leasingnehmer ist die britische Low-Cost-Airline easyJet. Die Leasingverträge laufen bis zum prognostizierten Verkauf der Flugzeuge im Jahr 2018. Das Investitionsvolumen beträgt 14,8 Mio. Euro. Der A319 ist dem Segment der „Narrowbodies“ zuzurechnen – das sind Flugzeuge für Kurz- und Mittelstrecken mit einer Kapazität von 100 bis 200 Sitzplätzen. Die Einsatzrouten liegen innerhalb Europas, Amerikas und Asiens.

-Der „HEH Southampton“ der Hamburger Emissionshaus GmbH & Cie. KG (HEH) investiert in den Regionaljet „Embraer 175“ mit Platz für 88 Passagieren. Das Flugzeugwurde im November 2012 vom Leasingnehmer, der britischen Regionalairline Flybe, übernommen. Es besteht ein zehnjähriger Leasingvertrag mit Flybe. Das Emissionsvolumen beträgt 13,2 Mio. Euro.

„Auch im Segment der Regionalflieger und ‚Narrowbodies‘ sind bonitätsstarke Airlines in der Lage, sich anderweitiger günstigerer Finanzierungsformen zu bedienen“, sagt Gerd Waltenbauer, Mitglied der Geschäftsführung der KGAL. In der Regel würden Airlines als Instrument der Flottenflexibilisierung aber eine Mischung verschiedener Finanzierungsformen anstreben. Auch Dr. Sven Kehren, Leiter der Konzeptionsabteilung bei HEH, hat festgestellt, dass es im Segment der Regionalflieger schwieriger geworden ist, geeignete Projekte zu finden, da viel Liquidität im Markt ist und Airlines alternative Finanzierungsquellen besitzen. Durch die langjährige Konzentration auf den Regionalflugzeugmarkt werden HEH allerdings Projekte aus verschiedenen Quellen (Hersteller, Makler, Banken, Fluggesellschaften) angeboten, so Kehren. Der Analyst Steffen Möller von der Ratingagentur Scope bestätigt, dass sich die Airlines auch bei kleineren Flugzeugtypen ihre Financiers aussuchen können. Er weist allerdings darauf hin, dass im Segment der Regionalflieger zahlreiche bonitätsschwächere Airlines aktiv sind: „Hier bieten sich für Emittenten geschlossener Fonds eher Chancen.“ Eine hohe Betreiberbasis gewährleistet zudem eine ausreichende Anzahl an potenziellen Interessenten bei der Anschlussvermarktung. „Es gibt zahlreiche Flugzeugtypen und einen breiten Markt. Auch die Zahl potenzieller Leasingnehmer ist deutlich größer als bei Großraumflugzeugen“, so Möller. Als weiteren Vorteil nennt Kehren, dass durch die größtenteils einheitliche Klassenkonfiguration der Regionalflugzeuge bei einem späteren Wechsel des Leasingnehmers im Vergleich zu Großraumflugzeugen kaum Umbaukostenanfallen. Spezielle Risiken ergeben sich laut Möller hauptsächlich aus der in der Regel niedrigeren Bonität der Leasingnehmer sowie deren Konzentration auf einzelne regionale Märkte.

Die Marktaussichten für Regionalflieger und „Narrowbodies“ beurteilen sowohl Anbieter als auch Analysten überwiegend positiv. Nach Einschätzung von Kehren hängt dies aber stark vom Flugzeugtyp ab: „Da die Einsparung von Betriebskosten heute ein ausschlaggebender Faktor bei der Kaufentscheidung ist, geht der Trend zu größeren und treibstoffsparenden Regionalflugzeugen.“ Entsprechend erwartet man bei Bombardier ,Hersteller von Business-Jets und Regionalflugzeugen, besonders hohe Zuwachsraten bei Fliegern mit 60 bis 99 Sitzplätzen. Bestand die Flugzeugflotte in diesem Segment 2011 noch aus 2.500 Flugzeugen, wird für das Jahr 2031 eine Erweiterung auf 6.800 Flugzeuge prognostiziert. Ebenfalls stark wachsen soll die Flotte der Flugzeuge mit einer Kapazität zwischen 100 und 149 Sitzplätzen. Dort wird ein Anstieg von 5.100 auf 9.000 Einheiten erwartet. „Diese beiden Marktsegmente werden damit immer mehr zum Herzstück des wachstumsstarken Regionalverkehrs. Kleinere Regionalflugzeuge mit weniger als 60 Sitzplätzen werden hingegen aufgrund der hohen operativen Kosten deutlich an Bedeutung verlieren und immer mehr durch größere Regionalflugzeuge ersetzt“, erwartet Kehren. Boeing erwartet für „Narrowbodies“ in einer aktuellen Studie, dass von den prognostizierten 34.000 Flugzeugauslieferungen bis 2031 rund 68 % (entspricht über 23.000 Auslieferungen) auf dieses Segment entfallen werden. Grund hierfür ist u. a. die Erwartung eines weiteren kontinuierlichen Wachstums der Low-Cost-Airlines sowie des Luftverkehrs in den Schwellenländern – vor allem in Asien. Auch Möller hält die Aussichten für vergleichsweise stabil: „Die Attraktivität ist vor allem an die wirtschaftliche Entwicklung der jeweiligen Regionen gekoppelt.“ Über die Lufthansa Leasing GmbH, ein Joint Venture mit der Lufthansa AG, strukturiert KGAL seit 2010 Finanzierungsmodelle auch außerhalb der klassischen KG und hat unter anderem die Finanzierung von vier Airbus A380 der Lufthansa arrangiert. Die Emission eines A380-Fonds ist für das Unternehmen aber nicht denkbar. „Der A380 weist nur eine geringe Betreiberzahl auf und hat seine Verwendungsfähigkeit und Vermarktbarkeit als Gebrauchtflugzeug bisher noch nicht unter Beweis gestellt“, so Waltenbauer.

Kurz und bündig. Regionalflieger und „Narrowbodies“ sind ein attraktives Nischensegment, auf dem sich nur wenige Fondsanbieter tummeln. Und es wird eine Nische bleiben, denn derzeit zeichnet sich nicht ab, dass weitere Initiatoren Fonds mit diesen Flugzeugtypen auflegen werden.

Kim Brodtmann

Besser nichts mehr ohne Prospekt

Noch gibt es prospektfreie Direktinvestments auf dem Markt. Allerdings nicht mehr lange. Die meisten Vertriebe stört das nicht. Aus gutem Grund. Die Regierung ist ihrem erklärten Ziel, keine Finanzanlagen mehr ohne Regulierung zuzulassen, einen großen...
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Hannover Leasing: Büroimmobilienfonds in Vorbereitung

(fw/kb) Es handelt sich um einen elfgeschossigen Bürokomplex, dessen Kernsanierung im Dezember abgeschlossen sein soll. Das Gebäude verfügt über rund 80.000 Quadratmeter vermietbare Fläche, davon 65.000 Quadratmeter Bürofläche. Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird eine „Green-Building"-Zertifizierung nach BREEAM-Standard angestrebt. Hauptmieter ist die belgische Bundespolizei, die den Bürokomplex von Dezember an als Hauptquartier nutzen will. Der Mietvertrag hat eine Festlaufzeit von 18 Jahren.

Die Gesamtinvestition wird im Rahmen eines Joint Ventures realisiert, an dem die Fondsgesellschaft zusammen mit Hannover Leasing und ein großer institutioneller Investor aus Asien jeweils zur Hälfte beteiligt sind. Die Finanzierung erfolgt zu jeweils 50 Prozent durch Eigen- und Fremdkapital. Das Asset-Management übernimmt Hannover Leasing.

Nach Angaben von Hannover Leasing haben mehr als 62.500 private und institutionelle Investoren rund neun Milliarden Euro Eigenkapital in die geschlossenen Fonds der Unternehmensgruppe investiert.

www.hannover-leasing.de

ThomasLloyd: 161 Mio. US-Dollar für Biomasse-Kraftwerke

ThomasLloyd CTI Asia Holdings Pte Ltd, unterzeichneten am 19. August mit Unterstützung der kanadischen Regierung, des Fonds für saubere Technologie (Clean Technology Fund, CTF) und der Firmen Bronzeoak Philippines Inc und WBE (Hong Kong) International Green Energy Limited die endgültigen Darlehensverträge.

Habona Invest kauft zu

(fw/ah) Das gesamte Investitionsvolumen der Objekte beläuft sich auf knapp 15 Mio. Euro. Die Einzelhandelsimmobilien verteilen sich im Rahmen der Diversifikationsstrategie auf die Bundesländer Bayern, Niedersachen und Thüringen.

Die Immobilienassets und deren gute Standortqualität wurden durch GfK Gutachten bestätigt. Ankermieter der Immobilien sind Rewe und Edeka, jeweils mit 15-jährigen, indexierten Mietverträgen.


www.habona.de
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Scope: A+ für Aquila Capital

(fw/ah) "Wir fühlen uns in den Qualitätsansprüchen an unsere Investments bestätigt und freuen uns über dieses außergewöhnlich gute Erst-Rating", betont Cristina Bülow, Geschäftsführerin von Aquila Capital. Im Segment Alternative Investments erhielt das Hamburger Investmenthaus die Wertung A (gut) auf Basis der seit vielen Jahren solide betreuten Portfolios von alternativen Assets. Besonders hob Scope die Inhouse-Kompetenz in den Bereichen Agrar und Energie hervor. "Die Bewertungen zeigen, dass wir unseren Fokus bei der sorgfältigen Strukturierung unserer Sachwertfonds richtig gesetzt haben", sagt Bülow. "Auch in Zukunft antworten wir auf weltweite Makrotrends mit soliden Fondskonzeptionen", so Bülow weiter.

www.aquila-capital.de

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Auftrieb für den Vertrieb

Bis Ende des Jahres sollten eigentlich 24 neue, nach den Regeln des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) aufgelegte geschlossene Alternative Investment Fonds (AIF) auf den Markt kommen. Davon ging der bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen noch im Sommer aus. Jetzt, kurz vor dem Jahresende, sind es deutlich weniger geworden. So sind es derzeit nicht mal drei Handvoll Fonds, die dem Vertrieb zur Verfügung stehen. Die Gründe für die Zielverfehlung sind vielfältig. In den meisten Fällen haben nicht alle willigen Emissionshäuser bereits die Zulassung für ihr Haus oder für einen Fonds von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erhalten. Die einzelnen Zulassungsverfahren ziehen sich deutlich länger als gedacht, ist fast unisono aus den beteiligten Firmen zu hören.

Nach der Verabschiedung des KAGB hatten die Emissionshäuser mit einem schnellen Neustart des Verkaufs von geschlossenen AIFs gerechnet. Doch schnell kam die Frage auf, wer die vielen neuen Angebote eigentlich unters Volk bringen soll? Immerhin haben die zwei Jahre fast völlige Produkt-Durststrecke tiefe Spuren hinterlassen. Vor allem kleinere Vertriebsbüros mussten sich zwangsläufig anderen Produkten zuwenden, um die Einkommensverluste aus den geschlossenen Fonds zu kompensieren. Fraglich blieb bislang, ob diese Vermittler sich der Regulierung stellen und wieder zur Vermittlung von geschlossenen Fonds, heute AIF genannt, zurückkommen würden.

Aktuell listet das Finanzanlagenvermittlerregister der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) insgesamt 41.217 Finanzanlagenvermittler mit Erlaubnis nach § 34f GewO. Davon haben 11.366 oder 27 % eine Erlaubnis für Geschlossene Investmentvermögen (§ 34f Abs. 1 Nr. 2 GewO). Bei den 34f Nr. 3 Vermittlern hat sich die Zahl auf Jahressicht auf 6.748 leicht erhöht.

„Der Vertrieb nimmt gerne wieder neue Fonds auf", beobachtet Andrea Kühne, Leiterin Market Research der Dextro Group. Auch die Nachfrage bei großen Vertriebsplattformen zeigt, dass viele Vermittler auf den Neustart gewartet haben. Die Sorge, dass sie in der Zwischenzeit das Interesse an geschlossenen Fonds verloren haben könnten, scheint unbegründet.

Dennoch spüren vor allem kleinere Emissionshäuser noch die Zurückhaltung der Vertriebe. Nach einer Untersuchung der Dextro Group könnte die Zurückhaltung darin begründet sein, dass Blindpools bei den Publikums-AIF auf dem Vormarsch sind. Knapp 93 % der aktuell geplanten Alternative Investment Fonds sind demnach sogenannte „risikogemischte Fonds", die in mindestens drei Objekte investieren. Um Anleger vor hohen Verlusten zu schützen, dürfen mehr als 10.000 Euro nur noch in risikogemischte Produkte angelegt werden. Nach einer Analyse von Scope weist der überwiegende Teil der bislang emittierten Fonds eine Mindestbeteiligung zwischen 2.500 und 10.000 Euro aus. „Die Emissionshäuser sehen eine stabile Nachfrage von Kunden, die weniger als 20.000 Euro in einem Produkt anlegen möchten", bewertet Kühne diesen Trend. Die Risikostreuung sei ein zugkräftiges Argument für Kunden, die dem Segment den Rücken gekehrt haben oder aufgrund der hohen Ausfallrisiken früher kein Investment in Erwägung gezogen hätten.

Die Risikostreuung ist in vielen Fondsgattungen schwierig. Die aktuellen Flugzeugfonds von CFB, Dr. Peters und Hannover Leasing investieren jeweils in einen einzigen Flieger. Eine Mischung ist aufgrund der hohen Investitionssummen von 140 Mio. Euro schwierig. Hohe Hürden sieht Dextro auch für die Anleger von US-Immobilienfonds. Die meisten sehen Mindestanlagesummen von 30.000 US-Dollar vor. Als Grund nennen die Emissionshäuser die Nebenkosten für die amerikanische Steuererklärung, die der Anleger bezahlen müsste. Warum das früher keine Rolle gespielt hat, bleibt unklar. Die hohen Mindestsummen tragen ihren Teil dazu bei, dass viele Vermittler ihren Kunden weiterhin keine geschlossenen AIFs anbieten. Bei drei der vier im Moment angebotenen großvolumigen Fonds müssen Anleger mindestens 20.000 Euro zeichnen.

Trotz dieser Hindernisse löst sich die Starre im Vertrieb langsam. Vor allem die Banken denken wieder über den Vertrieb von geschlossenen Fonds nach. Viele Genossenschafts- und Großbanken, die sich in der Krise komplett von dem Segment verabschiedeten, suchten nun wieder das Gespräch, berichten die Emissionshäuser. Allerdings haben die Banken ganz konkrete Vorstellungen von den Produkten. Nicht-KAGB-regulierte Produkte haben in den Einkaufsabteilungen keine Chance. Auch die freien Vertriebe setzen nach Aussagen der Pools auf die Regulierung. Sie hoffen, dass diese Produkte bei den Kunden mehr Vertrauen genießen.

Die Emissionshäuser hören den Ruf. Laut Scope richtet sich per Ende Oktober ein Viertel aller geschlossenen Fonds in Emission am neuen Recht aus. Scope Ratings erfasst dabei 52 geschlossene Publikumsfonds. Die restlichen Fonds sind Altfonds, die aufgrund von Übergangsregelungenweiter vertrieben werden dürfen oder Fonds, die aus anderen Gründen nicht unter das KAGB fallen, wie etwa Betreibermodelle.

Die dominierende Assetklasse bleiben die Immobilienfonds. Gemessen am prospektierten Eigenkapital machen die Immobilienfonds im dritten Quartal knapp 90 % des Marktes aus. Größter Fonds ist der „JAMESTOWN 29", der fast die Hälfte des prospektierten Eigenkapitals auf sich vereint. Der Rest entfällt auf den „Real I.S. Grundvermögen", „Hamburg Trust DOMICILIUM 11", „PROJECT Wohnen 14", „ZBI Professional 9" und den „IMMAC Sozialimmobilien 71. Renditefonds", wie eine Auswertung von Feri ermittelt hat. Zudem hat Aquila die Gestattung für einen Erneuerbare-Energien- und einen Private Equity-Fonds bekommen. Noch nicht enthalten waren in den Zahlen die Fonds des vierten Quartals. Hier kamen unter anderem der neue Zweitmarkfonds der HTB, „21. INP Deutsche Pflege Portfolio" oder die neuen Flugzeugfonds von CFB, Dr. Peters und Hannover Leasing. Laut Scope summiert sich aktuell das geplante Eigenkapitalvolumen aller 12 angebotenen AIFs auf mehr als 1 Mrd. Euro.

Dass es so lange dauerte, bis der Markt wieder anzog, könnte auch daran liegen, dass zunächst kleinere Emissionshäuser mit vergleichsweise geringen Fondsvolumina nach neuem Recht vorgelegt haben. Erst danach kamen mit Dr. Peters, Hannover Leasing, JAMESTOWN oder der Real I.S. großvolumige Fonds auf den Markt. Bei drei der vier Fonds liegt das angestrebte Eigenkapitalvolumen im dreistelligen Millionenbereich. Die vier Fonds vereinen zusammen rund drei Viertel des geplanten Eigenkapitalvolumens sämtlicher AIFs.

Einige Branchenteilnehmer vermuten, dass sich Banken und Vertriebe angesichts der Erfahrungen aus der Vergangenheit an die Fonds der kleineren Häuser nicht herangetraut haben. Sie wollen offenbar erst abwarten, wie sich die Fonds der etablierten großen Häuser bei den Kunden bewähren, bevor sie dem breiten Markt wieder ihr Vertrauen schenken. Wenn sie diese großen Fonds problemlos platzieren, so die Hoffnung, könnten auch kleinere Emissionshäuser wieder in den Fokus rücken.

Die Sorge ist nicht unbegründet. Denn die Marktbereinigung dürfte noch lange nicht zu Ende sein. Zuletzt musste das Emissionshaus Shedlin Capital einen Insolvenzantrag stellen. Die Branche rechnet damit, dass im kommenden Jahr noch andere Häuser feststellen werden, dass nicht nur die Anfangskosten für eine KVG-Genehmigung, sondern auch die laufenden Kosten deutlich höher ausfallen als früher. Die Vertriebe wollen unter allen Umständen vermeiden, dass sie ihren Kunden erklären müssen, warum es in der jetzt regulierten und daher so viel sichereren Welt nun doch noch Emissionshäuser gibt, die pleite gehen könnten. Auch darum dürften zunächst die großen und etablierten Häuser bevorzugt werden.

Die Mehrheit der Anbieter zeigt sich auch weiter optimistisch. Eine Umfrage unter 100 Marktteilnehmern durch die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, dem Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) und dem bsi förderte zutage, dass immerhin 43 % der Manager alternativer Assets von steigenden Umsätzen ausgehen. Nur jeder fünfte erwartet geringere Umsätze als in der Vergangenheit.

Im kommenden Jahr dürfte dann die Bewährungsprobe kommen. Scope rechnet mit einer langsam, aber stetig steigenden Zahl an AIFs. Zahlreiche Initiatoren hätten Produkte in der Vorbereitung und warteten auf die Gestattung der BaFin. Laut Scope Ratings sind derzeit 27 Fonds konkret in der Konzeption. 14 Produkte – und somit mehr als die Hälfte – sind Immobilienfonds. Diese Assetklasse wird zweifellos das Angebot weiter bestimmen. Doch auch hier wird das Portfolio breiter werden. In der Planung sind z. B. Handelsfonds, aber auch die USA rücken immer stärker in den Blickpunkt. So hat die US-Treuhand ihren aktuellen Fonds lediglich ins erste Quartal geschoben. Andere Assetklassen werden dagegen noch etwas brauchen, um für die Vertriebe wieder verfügbar zu sein. Insbesondere bei den Erneuerbaren Energien dürfte es nur wenige neue Produkte geben. Immerhin hat etwa Voigt & Collegen einen Fonds für die zweite Jahreshälfte angekündigt. (ahz)
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Doric bestellt angeblich zehn A380-Flieger

(fw/kb) Demnach könnte Doric den Deal schon heute auf der Luftfahrtmesse Paris Air Show offiziell verkünden. Doric-Sprecherin Irena Badelska wollte die Meldung gegenüber „Bloomberg" nicht kommentieren. Doric hat bereits für die Fluglinien Emirates und Singapore Airlines A380-Flieger finanziert.

www.bloomberg.com

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