Kommt die Europa-Rente?

Kommt die Europa-Rente?

Vor lauter abgehakten Themen, wie etwa dem Brexit, übersehen viele die Themen welche Europäer mehr interessieren sollten. Die Europa-Rente ist so ein Thema, das viel mehr an Beachtung verdient.
Gesundheitspolitik versagt - Studie klärt auf

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Vertrieb will Weiterbildung ohne Ausnahmen

2015-01-06 (fw/db) Wie stehen die deutschen Vermittler zu einer Weiterbildungspflicht? Sammeln sie bereits Punkte über freiwillige Branchen-Initiativen „gut beraten“? Und können sie darauf vertrauen, die heute gesammelten Punkte tatsächlich später anerkannt zu bekommen? Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. liefert in einer aktuellen Stellungnahme Antworten.

Mit dem Sachkundenachweis sei es künftig nicht mehr getan. Es gilt als sicher, dass über die Überarbeitung der Versicherungsvermittlerrichtlinie (IMD II) aus Brüssel eine zusätzliche Pflicht zur ständigen Weiterbildung für Versicherungs- und Finanzanlagenvermittler verankert wird. Laut dem AfW-Vermittlerbarometer, einer Branchenumfrage unter 1.286 Vermittlern, begrüßt eine Mehrheit die neue Qualifizierungsoffensive der Europäer ausdrücklich.

So befürworten mehr als zwei Drittel der Befragten (70,1 Prozent) eine Pflicht zur qualifizierten Weiterbildung, die fortlaufend nachzuweisen ist. 22,8 Prozent lehnen sie ab, während 7,4 Prozent noch keine eigene Meinung dazu haben.

„gut beraten“ wird mehrheitlich praktiziert

Ein Teil der Vermittler nutzt bestehende Angebote wie „gut beraten“ im Versicherungsbereich. In dieser vom GDV in Kooperation mit  der Versicherungswirtschaft gestarteten freiwilligen Initiative geht es darum, durch den Besuch von Fortbildungsvorträgen eine Mindestzahl an Bildungspunkten zu erhalten. 40,3 Prozent der befragten Vermittler sammeln bereits über „gut beraten“ Punkte, weitere 12,8 Prozent haben dies künftig ebenfalls vor. Die Punkte werden zumeist dezentral bei den Pools, Versicherer oder der Maklergenossenschaft erfasst, da die zentrale Erfassung gebührenpflichtig ist.

Noch jeder fünfte Vermittler (20,2 Prozent) lehnt ein eigenes Weiterbildungsengagement ab, solange es dafür keine gesetzliche Pflicht gibt. Jeder zehnte Vermittler (10,2 Prozent) will auf Alternativen zu „gut beraten“ warten und erst dann mit dem Sammeln von Bildungspunkten beginnen. 14,2 Prozent machten hier keine Angabe.

Unabhängige Instanz für Weiterbildung gefordert

Knapp zwei Drittel sahen sich in der Lage, die Initiative „gut beraten“ nach dem Schulnotensystem zu bewerten (siehe Grafik). Im Durchschnitt gaben die Vermittler eine Drei minus. Die Noten 2 (gut) und 3 (befriedigend) wurden zwar am häufigsten gezogen, allerdings gab auch eine starke Minderheit sehr schlechte Noten. In einer offenen Antwortkategorie konnten die Vermittler ihre Wahl begründen. Hauptkritik ist die mangelnde Unabhängigkeit der Bildungsinitiative von Produktgebern und die offene Frage einer Gültigkeit der Punkte unter einer künftigen Regulierung.

„Wie die Weiterbildungsregelungen letztlich aussehen werden, wissen wir erst nach Umsetzung der IMD II in deutsches Recht“, sagt AfW-Vorstand Frank Rottenbacher. Eine Garantie dafür, dass derzeitige Bildungssysteme anerkannt werden, gibt es nicht. „Es kann auch sein, dass analog zum Sachkundenachweis eine unabhängige Zertifizierung etwa durch die Industrie- und Handelskammern erfolgen wird.“

Nur eines ist rechtlich klar, dass eine Weiterbildungsverpflichtung nicht rückwirkend eingeführt werden könne, zumal mit einer Übergangsfrist zu rechnen sein wird.

Weiterbildung für alle

Ein sinnvolles und nachhaltiges Weiterbildungssystem sollte laut der AfW-Umfrage für alle gelten und keine Ausnahmen dulden. Drei Viertel (76,8 Prozent) der befragten Vermittler verlangen, dass eine Weiterbildungsverpflichtung für alle Marktteilnehmer gleichermaßen gelten müsse – ohne Ausnahmen.

Mehr als die Hälfte der Befragten (58,6 Prozent) lehnt spartengebundene Lösungen, wie etwa nur für Versicherungsvermittler, ab und will Themen aus Versicherungen, Kapitalanlage und Finanzierung gleichermaßen einbezogen und gepunktet und bewertet sehen.

An Roadshows und Produktschulungen scheiden sich jedoch die Geister. Immerhin 39,6 Prozent der befragten Vermittler möchten, dass Roadshows der Produktgeber in das Weiterbildungskonzept einbezogen werden. Sogar 45,3 Prozent halten dies auch für reine Produktschulungen für sinnvoll. Hingegen lehnen 28,6 Prozent es ausdrücklich ab, dass von den Anbietern geprägte Schulungen und Produktseminare bzw. Workshops als Weiterbildung akzeptiert werden sollen.

Fazit: Der Gesetzgeber wäre „gut beraten“ bei der Verpflichtung keine Ausnahmen zuzulassen. Ein warnendes Beispiel ist die Verpflichtung zum Sachkundenachweis. Hier hat der Gesetzgeber der deutschen Assekuranz zugestanden, dass ihr Exklusiv-Vertrieb als „Versicherungsvermittler ohne Erlaubnis“ ohne einen öffentlich-rechtlichen Nachweis der Sachkunde bei den Industrie- und Handelskammern (IHK) tätig sein darf. Die Meldung durch Versicherer an das Register reicht aus. Aus der Ausnahme wurde die Regel. Die Mehrheit der Vermittler ist ohne (nachgewiesene) Sachkunde tätig.

Dietmar Braun

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Das Baugewerbe fordert wirksame Korrekturen bei der Wohnimmobilien-Kreditrichtline. Zu diesem Fazit zumindest gelangt der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, vier Monate nach Inkrafttreten der Immobilienkredit-Richtlinie:

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Auf die Finger geklopft

(fw/hwt) Demenz oder andere Erkrankungen können dazu führen, dass die Betroffenen ihre Angelegenheiten nicht mehr überblicken und zu ihrem Nachteil über ihr Vermögen verfügen. Wenn diese Gefahr besteht, können sich Angehörige an das Amtsgericht wenden, damit ein Betreuer bestellt wird und dieser in bestimmte Rechtsgeschäfte einwilligen muss. Wie die Württembergische Versicherung mitteilt, kommt dies nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes (XII ZB 301/13) auch dann in Betracht, wenn der Erkrankte eine Vorsorgevollmacht erstellt hat.

Im entschiedenen Fall hatte ein an Demenz leidender Mann seine beiden Söhne in einer Vorsorgevollmacht damit betraut, seine Vermögenssachen zu regeln. Trotzdem nahm er selbst noch Bankgeschäfte vor. Da sich der Verbleib eines erheblichen Guthabens, das er von seiner verstorbenen Ehefrau geerbt hatte, nicht mehr aufklären ließ, wandte sich die Tochter an das zuständige Amtsgericht. Dieses bestellte eine Berufsbetreuerin und ordnete an, dass der Mann nur noch mit ihrer Einwilligung über sein Vermögen verfügen könne. Dagegen legte ein Sohn Beschwerde ein und verwies auf die vorliegende Vorsorgevollmacht. Der Bundesgerichtshof bestätigte die gerichtliche Anordnung. Es bestünden erhebliche Zweifel an der Redlichkeit der bevollmächtigten Söhne. Außerdem sei zu befürchten, dass der Mann aufgrund der vorliegenden Demenz zu seinem Nachteil über das vorhandene Guthaben verfüge. Trotz der vorliegenden Vorsorgevollmacht könne daher vom Gericht ein Betreuer eingesetzt werden.

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Gesetz und Recht im Einzelfall

Anbieter im juristischen Glück

Die deutschen Gerichte geben sich viel Mühe um Recht zu sprechen, das ist klar anzuerkennen. Was die Justiz aber künftig genau beachten sollte, ist der Einzelfall. In den zwei Fällen lag der BGH richtig. Die...
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Verbraucherschutz gestärkt

(fw/ah) Das Urteil bezieht sich auf den Anspruch von Verbrauchern, die zwischen 1994 und 2007 eine Lebens- oder Rentenversicherungen abgeschlossen haben. Die zum Vertragsabschluss geltende einjährige Verjährungsfrist ist folglich unwirksam, wenn Kunden Informationen über ihr Widerspruchsrecht nicht ordnungsgemäß erhalten haben. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem heute verkündeten Urteil mitgeteilt.

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