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Kommt jetzt die weltweite Rezession?

  • Der stärkere US-Dollar und das schwächere Weltwirtschaftswachstum hatten einen zweitrangigen Einfluss auf US-Hersteller.
  • In der dritten Welle nach Chinas Abschwächung könnten niedrige Energiepreise die Konsumausgaben beflügeln.
  • Chinas spektakuläres Wachstumstempo ist abgeebbt und die Fluten dieser Abkühlung haben andere Länder und Märkte in mehreren Wellen erwischt.

Erste Welle
Als Folge der deutlich geringeren wirtschaftlichen Entwicklung Chinas, sind die Rohstoffpreise von Aluminium bis Zink gefallen. Die ersten, die diese Wirkung zu spüren bekamen, waren die Nachbarstaaten Korea, Taiwan und Singapur, die ebenfalls von geringerem Wachstum und Rezessionsängsten infiziert wurden. Aber auch Länder wie Peru, Russland, Australien, Chile und Brasilien, die Rohstoffe wie Eisen, Kupfer und Erdöl exportieren, wurden beeinflusst.

Sogar die USA als weltweit größte Volkswirtschaft hat in ihrem siebten Wachstumsjahr einige Störungen gespürt, hauptsächlich im Energiesektor. Die Geschäftsmodelle für Hydraulic-Fracturing von Erdöl und Gas – oder Fracking – und für andere Energieproduzenten wurden komplett auf den Kopf gestellt, als die Verkaufspreise gestürzt sind, während die Produktionskosten gleich blieben. Die Spreads bei Hochzinsanleihen, die überproportional von Energieunternehmen ausgegeben werden, haben sich dramatisch ausgeweitet.

Zweite Welle
Große multinationale Energie-, Werkstoff- und Industriegüterunternehmen mit Sitz in den USA hatten aus zweierlei Gründen abnehmende Umsätze zu verzeichnen. Ein Drittel dieser internationalen Abschwächung ist auf den stärkeren US-Dollar zurückzuführen, der Exporte verteuerte, in einem sich weiträumig abschwächenden Wachstumsumfeld infolge des langsameren Tempos der chinesischen Wirtschaft.

Damit einhergehend hat sich auch das verarbeitende Gewerbe in den USA abgekühlt, woraus sich erhebliche Lagerüberhänge ergeben. Darüber hinaus blieben weitere US-Daten hinter den Erwartungen zurück. Im Beschäftigungsreport von September beispielsweise enttäuschten Löhne, neue Jobs und geleistete Arbeitsstunden allesamt, was nahe legt, dass die US-Wirtschaft zwar nach wie vor wächst, aber in geringerem Tempo. Sogar die Daten aus dem Dienstleistungssektor haben sich abgeschwächt.

Doch ist dies der Stoff für eine Rezession? Das „National Bureau of Economic Research“ (NBER), welches offiziell den Anfang und das Ende eines Wirtschaftszyklus ausruft, führt die Ursachen für vergangene Rezessionen bis in die 1880er. Schauen wir uns diese Liste an, so fällt ein sich wiederholendes Muster an Ursachen über die letzten 100 Jahre auf. Diese reichen vom plötzlichen Rückgang der Staatsausgaben am Ende von Kriegen bis hin zu Rohstoffversorgung und Preisschocks, einem sprunghaften Anstieg der Zinsen, Platzen von Vermögensblasen sowie übermäßigen Bestandsanhäufungen.

Keiner dieser Rezessionstreiber scheint mit Eintritt in das vierte Quartal 2015 gegeben zu sein. Die US-Staatsausgaben beginnen sich erstmals seit langjährigem Rückgang wieder zu beschleunigen. Die weltweiten Rohstoffpreise haben einen Schock erfahren, wurden jedoch nicht aufwärts, sondern abwärts gedrückt. Die Zentralbanken weltweit geben keinerlei Anzeichen für ein Anheben der Zinsen. Und obwohl ein milder Bestandsaufbau stattfindet, ist die USA längst nicht mehr die produzierende Wirtschaft, die sie in den 1950ern war. Die heutige Dienstleistungswirtschaft zeigt sich größtenteils unbeeindruckt von Schwankungen bei Lagerbeständen produzierter Güter.

Dritte Welle
Die am wenigsten sichtbaren und direkten Effekte von China und der damit einhergehenden weltweiten Abkühlung interessieren mich als Investor am meisten. Dazu zählen die Einflüsse auf Einkommen und Ausgaben von US-Verbrauchern, als größte Quelle der weltweiten Nachfrage.

Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass Energiepreise den US-Konsum beeinflussen und damit zeitverzögert auch das weltweite Wachstum. Vergangene Phasen von sinkenden Energiepreisen, die nicht durch eine Rezession eingeleitet wurden, gingen etwa ein Jahr später mit steigendem Konsum und schnellerem Wirtschaftswachstum einher. Erste Zeichen hierfür könnten bereits jetzt sichtbar sein: die jährlich gefahrenen Kilometer in den USA steigen bereits, nachdem sie über Jahre konstant geblieben sind. Der Mix bei Neuwagenverkäufen neigt sich zu teureren Fahrzeugen mit höherem Kraftstoffverbrauch.

Meiner Einschätzung nach, sollten wir abwarten bis sich auf internationaler Ebene eine gewisse Stabilisierung einstellt, bevor wir uns wieder überzeugt risikoreichen Investments wie Aktien und Hochzinsanleihen zuwenden können. Einige Auswirkungen der schlechten Nachrichten aus China könnten sich am Ende als positive Wirkungsfaktoren herausstellen, durch die Beschleunigung der Haushalts- und Konsumausgaben und die Stimulierung des Wachstums jener Länder, für die Energie zu den wesentlichen Investitionskosten zählt. Dazu zählen die USA, Europa, Japan und interessanterweise sogar China.

Während das finale Kapitel des Jahres 2015 noch nicht geschrieben ist, könnte die Robustheit dieser Expansion – nicht ihre Fragilität – das wichtigste Thema für Investoren mit Blick auf das Jahr 2016 sein.


Autor: James Swanson, MFS Chief Investment Strategist

Feinstaub im Politik-Getriebe

Wer es bis jetzt nicht wahrhaben wollte, dem dürfte es nun klar sein: Die Regierung des 45. US-Präsidenten Trump entwickelt sich spätestens seit der Berufung seines neuen Sprechers Scaramucci, der Ablösung des Stabschefs Priebus...
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Die Schlafwandler

Zu den Zentralbanken allgemein: „Im Bemühen, Konjunkturzyklen zu eliminieren, haben die Zentralbanken massive Ungleichgewichte erzeugt, aber es lediglich geschafft, den Zyklus zu verzögern. Heute stellt daher das Aufeinanderprallen des Konjunkturzyklus mit einem seit sieben Jahren kumulierten Ungleichgewicht das bedeutendste Risiko für die Märkte dar.“

Europa: „Dass die europäische Wirtschaft mithilfe des verzögerten Zyklus und Unterstützung einer sehr wohlwollende Zentralbank ihr Wachstum weiter beschleunigen wird, erscheint uns illusorisch. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein deutsches Wirtschaftswachstum von 1,75% für 2016 nach 1,45% im vergangenen Jahr deutlich verfehlt wird."

USA: „Die Märkte scheinen sich letztendlich von der Illusion gelöst zu haben, dass die amerikanische Wirtschaft nur in Form ihrer schwächelnden Erdöl- und Gasindustrie betroffen sein könnte. Heute ist offensichtlich, dass das gesamte verarbeitende Gewerbe angeschlagen ist. Wir halten die Konsensmeinung zum Wachstum der USA im Jahr 2016 daher für zu optimistisch."

China: „Mittlerweile ist offensichtlich, dass China weiter schwächelt. Weniger verstanden wird hingegen, dass das Kreditwachstum heute deutlich über dem der Wirtschaft liegt. Das bedeutet für die chinesische Wirtschaft ein fortlaufendes Ansteigen des allgemeinen Verschuldungsniveaus. Dass man in China auf eine akkomodierendere Geldpolitik und eine schwächere Währung verzichten kann, erscheint uns auf Dauer eher unwahrscheinlich."

Autor: Didier Saint-Georges,
Mitglied des Investmentkomitees Managing Director Carmignac-Gruppe





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Makroökonomische Entwicklung an den Märkten

„Auf Grundlage eigener Analysen und Daten ist in China auf volkswirtschaftlicher Ebene - bis jetzt jedenfalls - nichts wirklich Neues passiert. Das Wirtschaftswachstum wird auf Jahresbasis vermutlich im niedrigen 5 %-Bereich liegen. Dies ist zwar eher schwach, aber darauf hatten wir ja bereits seit längerer Zeit hingewiesen. Das geringe Wachstum ist die Folge einer Kombination aus der wirtschaftlichen Restrukturierung, der monetären Verknappung und einer globalen konjunkturellen Schwäche. Nichts Neues also."

Neu ist aber folgende Mischung:
  • Die Beendigung der quantitativen Lockerung in den USA. Dieses Ereignis hat – neben anderen Entwicklungen – den Startschuss zum Abschmelzen der internationalen Devisenreserven gegeben, die China ab dem Jahr 2003 angehäuft hat.
  • Der Vertrauensverlust in die chinesischen Behörden – und zwar sowohl seitens der inländischen als auch der internationalen wirtschaftlichen Akteure aufgrund des Umgangs mit der lokalen Aktienblase und der Anpassung des Renminbi-Wechselkurses.
  • Beängstigende Berichte über eine unkontrollierte Konjunkturabschwächung in China. Unserer Auffassung nach – wie oben erwähnt – zwar unbegründet, aber mit starker Wirkung auf die Stimmungslage.

Diese neuen Ereignisse erhöhen das Risiko von Kapitalabflüssen aus China, was vielfältige Konsequenzen hätte:
  • Das Risiko einer weiteren Abwertung des Renminbi.
  • Eine solche würde andere Schwellenländer-Währungen noch stärker unter Druck setzen.
  • Ein Export der Deflation in die Industriestaaten.
  • Aufwärtsdruck auf die US-Staatsanleihenrenditen (Auflösung von Positionen)
  • Abfederung der Auswirkungen eines deflationären Drucks auf die Renditen
  • Eine allgemeine Liquiditätsverknappung (quantitative Verschärfung vs. quantitative Lockerung)
  • Letztlich negative Tendenz; deflationäre Auswirkungen auf Konsumausgaben und Unternehmensinvestments schwächen die Konjunktur in Industriestaaten bereits jetzt.

Theoretisch könnten die Notenbanken der Industriestaaten jetzt natürlich noch weitere quantitative Lockerungsmaßnahmen ankündigen. Oder China könnte einen Weg finden, die Märkte wieder zu beruhigen und die Mittelabflüsse unter Kontrolle zu bekommen.

„Aber das Risiko für die Märkte, die Unterstützung durch die QE-Maßnahmen (die fünf Jahre lang ihre einzige Unterstützung waren) in einer Phase zu verlieren, in der das Wirtschaftswachstum nach wie vor sehr instabil ist, ist jetzt eindeutig gegeben – und wird vorerst auch nicht so schnell wegfallen. Außerdem bieten die Bewertungen auf ihren aktuellen Niveaus keine besonders gute Absicherung nach unten. Darüber hinaus bedarf es vermutlich einer noch kritischeren Lage, bevor die Notenbanken der Industriestaaten weitere QE-Maßnahmen beschließen."

„Dieses Umfeld rechtfertigt eine sehr vorsichtige Anlagestrategie bei unseren globalen Investments."

Nach Brexit-Votum Aktien unter- und Europa übergewichtet

Das Asset-Allocation-Barometer spiegelt die Meinung von Fidelity Solutions, dem Multi-Asset-Team von Fidelity International, wider:
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Wer braucht ein weiteres Zahlungssystem für Internet und Mobile?

Die deutschen Finanzdienstleister haben dem bislang wenig entgegenzusetzen – auch rund 20 Jahre nach dem Start des E-Commerce haben sie noch immer keine überzeugende Lösung für eine Aufgabe, die doch zu ihren Kernkompetenzen zählen sollte. Da hat man wohl einen Trend komplett verschlafen.

Die Konsumenten haben sich mittlerweile an die unkomplizierten Verfahren, die ihnen Anbieter wie Paypal zur Verfügung stellen, gewöhnt, so dass sich die Frage stellt, wie Banken jetzt noch, als Nachzügler in einem umkämpften Markt, diese Kunden zurückgewinnen wollen. Zwar ist gerade Paypal hinsichtlich der Sicherheit umstritten, aber es ist die Frage, ob das ausreicht, diesem überaus beliebten Dienst doch noch das Wasser abzugraben. Und auch wenn in einschlägigen Foren immer wieder frustrierte Nutzer über sonderbare Geschäftspraktiken und Vertragsgestaltungen murren, genutzt wird der Dienst ja trotzdem. Mehr Sicherheit und kundenfreundlichere AGBs werden wohl kaum ausreichen, um die abgewanderten Kunden zurückzuholen. Hier sollte man realistisch sein: Auf einen weiteren Internet-Bezahldienst wartet außerhalb des Bankensektors kein Mensch.

Nein, die deutschen Finanzdienstleister werden schon etwas mehr liefern müssen, als die bloße Abwicklung von Zahlungsvorgängen. Gefragt sind innovative Ansätze, echte Mehrwertdienste, die dem Kunden mehr bieten als nur den Transfer von Geld von A nach B. Denkbar sind hier etwa direkt in den Bezahldienst integrierte Bonus- oder Gutscheinsysteme. Solche Lösungen müssen für die Kunden natürlich kostenlos sein und vor allem müssen sie in Sachen Datensicherheit und -schutz Standards setzen. Mit einem weiteren Datenmoloch wird man sich nämlich gerade in Deutschland keine Freunde machen. Aber die Banken könnten in einem Bonussystem ihre vorhandene Position als vertrauenswürdige kontoführende Institutionen ausspielen und die Daten ihrer Kunden in eigenen Händen behalten. Relevanz der Angebote und Komfort sind die beiden entscheidenden Erfolgsfaktoren.

Außerdem muss von Anfang an mobiles Bezahlen immer integrierter Bestandteil einer Bezahl-Lösung sein, denn das private Internet verlagert sich zunehmend auf Smartphones und Tablets, also auch der private E-Commerce. Gerade im mobilen Bereich sind die neuen, bankfremden Player selbst noch nicht optimal aufgestellt, hier experimentieren sie selbst noch und versuchen sich gegenseitig Marktanteile abzujagen. Mit einer integrierten mobilen, institutsübergreifenden Lösung könnte man wieder Boden gutmachen – sofern man bereit ist, endlich flexibel und schnell zu agieren. Viel Zeit bleibt allerdings dafür nicht, denn die erwähnten neuen Player sind aus der Web- und IT-Welt, aus der sie kommen, an eine hohe Schlagzahl gewöhnt.


Autor: Paul Rothenberger, Head of Banking Pegasystems

Aus Fehlern lernen!

Auch wenn wir vermutlich nie in eine solche Situation kommen, verdeutlicht diese Geschichte doch ausdrücklich, wie wir lernen. Wir lernen aus Fehlern!

Wir alle haben Laufen gelernt, indem wir mehr hingefallen als gelaufen sind. Ähnliches beim Fahrradfahren oder Schwimmen. Auch in der Schule haben wir viel falsch gemacht. Gleichwohl gehen wir letztlich auf zwei Beinen, können Fahrrad fahren, lesen oder rechnen.

Aus unseren Fehlern lernen wir!

Nur im Beruf sind Fehler plötzlich verpönt. Wir tun so, als würden wir alles wissen, alles können. Ist ein Fehler passiert, versuchen wir diesen zu vertuschen, anstatt zu überlegen, warum wir uns so verhalten haben. An dieser Stelle ist es für uns aber viel wichtiger auf ein anderes Problem aufmerksam zu machen: Wir müssen überhaupt erkennen, dass und ob wir uns falsch verhalten haben.

Aus der Psychologie kennt man verschiedene Stufen der Persönlichkeitsentwicklung. Die unbewusste Inkompetenz, die bewusste Inkompetenz, die bewusste Kompetenz und die unbewusste Kompetenz.

Als der Pilot startete, handelte er aus unbewusster Inkompetenz, indem er das Tanken einfach vergessen hatte. Erst als der Motor in 5.000 Metern Höhe plötzlich aussetzte, wurde ihm seine Inkompetenz bewusst. Dieses Erlebnis war sicherlich so einschneidend, dass man sagen kann, das Tanken wird er nicht mehr vergessen, das hat er gelernt. Er ist im Stadium der bewussten Kompetenz. Künftig wird er vor jedem Flug ganz automatisch die Tankanzeige kontrollieren, so wie wir uns nach dem Einsteigen ins Auto ganz automatisch anschnallen. Das ist dann das Stadium der unbewussten Kompetenz. Ein bestimmtes Verhalten ist uns in Fleisch und Blut übergegangen.

Falsch oder Richtig?

Im Berufsleben fehlt uns meist dieser Schock in 5.000 Meter Höhe! Wir verhalten uns eben so, wie wir es gelernt, wie wir es uns angewöhnt haben. Selbst wenn unsere gewöhnlichen Verhaltensmuster falsch wären, fehlt uns jemand, der uns den Zustand der unbewussten Inkompetenz überhaupt erst bewusst macht. Gelegentliche Misserfolge führen wir dann eher auf das merkwürdige Verhalten des Gegenübers zurück.

Genau an diesem Punkt setzt Sales-Stories-Interactive an! Durch das Durchspielen verschiedener Alltagssituationen erkennt man, warum richtig richtig und falsch eben falsch ist. Wenn man begreift, dass Reaktionen der Umwelt durch das eigene Verhalten beeinflusst oder hervorgerufen werden können, beginnt man, sein eigenes Verhalten zu verändern.

Durch das regelmäßige Üben und das Beschäftigen mit typischen Praxissituationen wächst das Verständnis und die Phase der bewussten Kompetenz wird durch die permanente Wiederholung mehr und mehr zu einer Phase der gewünschten, unbewussten Kompetenz. Wir verhalten uns dann nämlich ganz automatisch richtig, also der jeweiligen Situation angemessen und zielgerichtet kompetent.

Bücher, CDs oder Seminare zeigen ideales Verhalten, das aber durch bloßes Lesen oder Zuhören nicht in die eigene Praxis übernommen werden kann. Erst wenn man die Begründungen durch die Beispiele realer Verkaufssituationen selber erfährt und versteht, wird man dazu motiviert, ein neues Verhalten anzunehmen. Regelmäßige Übungen mit kontinuierlichen Wiederholungen führen konsequent zum gewünschten Veränderungseffekt. Verhaltensänderungen bewirken nämlich erst dann exorbitant bessere Verhandlungsergebnisse, wenn man nicht nur erfährt, "Was" man tun soll, sondern vor allem "Warum"!

Im neuen Online-Training www.sales-stories-interactive.de lassen sich genau diese Verhaltensänderungen nachhaltig trainieren, wann und wo man will.

Autor: Kai Falkenberg, Schittly-Trainer-Team
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Ein Jahr nach den Wahlen in Indien

Nach einer starken, obgleich volatilen Wertentwicklung infolge der Wahlen im letzten Jahr, mussten Anleger in Indien im vergangenen Monat Kursrückgänge hinnehmen. Das bedeutet keineswegs, dass Indien als Anlageziel unattraktiver wird. Unserer Auffassung nach ergeben sich hierdurch sogar Chancen, da der langfristige positive Ausblick weiter ungetrübt ist. Einzig die Markterwartungen für das Ertragswachstum der Unternehmen stiegen kurzfristig auf unrealistisch hohe Niveaus.

Unserer Einschätzung nach agiert die derzeitige Regierung wesentlich effektiver als die vorhergehende und wir sind zuversichtlich, dass sich das erwartete Ertragsniveau im Unternehmenssektor in den kommenden Quartalen allmählich einstellen wird.

Stetiger legislativer Fortschritt
Unser Vertrauen in den Fortschritt, der von der Regierung unter Herrn Modi erreicht wurde, lässt sich am Regierungsprogramm festmachen, in dessen Rahmen drei von fünf Gesetzentwürfen erfolgreich durch das Parlament gebracht wurden. Das erste dieser Reformgesetze ist die Coal Mines (Special Provisions) Bill 2015, die den Kohlebergbau für private Unternehmen öffnet.

Indem die Versteigerung von Kohle an private Unternehmen für den Eigenverbrauch und die direkte Zuteilung von Bergwerken an öffentliche Unternehmen der Zentralregierung und an Regierungen der Bundesstaaten erlaubt werden, soll die Kohleproduktion des Landes, und im Umkehrschluss die inländische Energieerzeugung, enorm gesteigert werden.

Das zweite Reformgesetz ist die Insurance Laws (Amendment) Bill 2014, durch die ausländische Versicherungsgesellschaften einen Anteil von bis zu 49 % an indischen Unternehmen halten dürfen, anstatt wie bisher bis zu 26 %. Dies dürfte wiederum ausländische Direktinvestitionen in Indien unterstützen.

Das dritte Gesetz, die Mines and Mineral (Development and Regulations) Amendment Bill 2015, gibt Klarheit über die Entwicklung von Bergwerken und die Zuteilung von neuen Bergwerken, da, im Fall von Kohlebergwerken, die Zentralregierung wettbewerbsfähige Angebote für die Erteilung von Konzessionen einholen darf und den Regierungen der Bundesstaaten Gleiches im Fall von anderen Mineralien zugestanden wird.

Gar nicht so schlechte Nachrichten
Ein Thema, das den Anlegern Sorgen bereitete, bezieht sich auf die mit Spannung erwartete Goods and Services Tax (India) Bill, die den Weg für einen gemeinsamen Markt in Indien ebnen soll, indem steuerliche Barrieren zwischen den Bundesstaaten abgebaut werden. Dieses Gesetz wurde jedoch vorerst zurückgestellt. Dies führte zu einer Enttäuschung bei den Anlegern, Finanzminister Arun Jaitley legte sich jedoch darauf fest, den Gesetzentwurf im Juli zu verabschieden. Des Weiteren hält die Regierung an der Land Acquisition Bill fest, obgleich deutlich wird, dass hier womöglich Kompromisse notwendig sind, um das Gesetz durch das Parlament zu bringen.

Andere Verbesserungen sind beispielsweise in der Arbeit der staatlichen Verwaltung zu erkennen sowie im gestiegenen Konjunkturoptimismus und Verbrauchervertrauen. Zwar schlägt sich dies noch nicht auf die Investitionsausgaben nieder, wir erkennen jedoch allmählich eine zunehmende Aktivität in Bereichen wie den Auftragseingängen im Straßenbau.

Wie wir bereits nach der Wahl erwähnten, haben Herr Modi und seine Regierung einen Regierungsauftrag über fünf Jahre. In diesem Zusammenhang betrachten wir die vergangenen zwölf Monate als einen guten Anfang.


Autor: Ajay Argal Head of Indian Equities Baring Asset Management, Hong Kong

Verschärfte Bußgeldleitlinien für Unternehmen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kann Unternehmen bei Verstößen gegen Bestimmungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) künftig deutlich härter bestrafen als bisher. Vor kurzem veröffentlichte die deutsche Finanzaufsicht ihre überarbeiteten Leitlinien (WpHG-Bußgeldleitlinien II). Hintergrund dieser härteren Sanktionsmöglichkeiten sind...

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