Positive Signale aus Frankreich

Frankreichs Wirtschaft befindet sich in einem Aufschwung, der im weiteren Jahresverlauf durchaus an Stärke gewinnen könnte. Zwar lag das Wachstum im ersten Quartal 2017 mit einem Plus von 0,3% im Vergleich zum Vorquartal etwas...

Anleger gehen in Deckung

Die letzte Woche lieferte ein gemischtes Bild an volkswirtschaftlichen Daten. Die ersten Schätzungen für das BIP-Wachstum in der Eurozone und Japan wurden mit jeweils 0.5 Prozent Zuwachs gegenüber Ende 2015 bestätigt, was man als...

Was der Wirtschaft wirklich hilft?

Geld- oder Fiskalpolitik: Auch in den letzten Wochen konnten die globalen Aktienmärkte noch ein­mal zulegen, wobei die konjunkturelle Lage in nächster Zeit vor allem US-Ak­tien und Schwellenländer-Titeln zugute kommen sollte.

EZB überrascht Märkte

Die heutige Ankündigung der Europäischen Zentralbank, ihr Anleihekaufprogramm zu verlängern, stimmt die Märkte für europäische Staatsanleihen pessimistisch. Die Renditen auf zehnjährige Staatstitel haben sich über die gesamte Eurozone ausgeweitet. Papiere aus Italien, Spanien und...

Deutschland macht Jagd auf Vermittlungsunternehmer

Deutsche Volksparteien scheinen Teile des deutschen Mittelstandes vergessen zu haben. Die Regulierung für unabhängige Versicherungsvermittler und Versicherungsmakler soll den Verbraucherschutz befördern, doch in Wirklichkeit zwingt sie Vermittlungsunternehmer mit vielen Beschäftigten zur Betriebsaufgabe. Die Politik verteilt Sanktionen in Form eines von Brüssel aus angetriebenem völlig überzogenem europäischem Verbraucherschutz.

Wer sind eigentlich diese gejagten Vermittlungsunternehmer? Laut einem Bericht der Bild-Zeitung soll das zum Beispiel ein Makler aus Berlin sein, der in Wirklichkeit als Versicherungsvertreter ohne Erlaubnis für die ERGO-Versicherungsgruppe arbeitet. Hier wird durch die Medien ein ganzer erlaubnispflichtiger Berufsstand, den der Versicherungsmakler, ohne Recherche verunglimpft. Eine mediale Steilvorlage für die Politik noch mehr Regulierung umzusetzen.

Oder die Autoren vom Handelsblatt beschwören den Untergang der deutschen Lebensversicherung und rufen zur Jagd auf deren Vermittler auf. Aktueller Fälle sind eine Verunglimpfung der Renditen der Riester-Rente und der betrieblichen Altersvorsorge, die beide in Wahrheit wichtige Säulen, der staatlich geförderten privaten Vorsorge sind.

Die Politik schaut tatenlos zu wie der staatlich geförderte Verbraucherschutz nahezu täglich die Vermittlungsunternehmer als „Provisionsjäger“ öffentlich an den Pranger stellt. Obwohl beim Ombudsmann kaum Beschwerden über die zig Millionen Versicherungsvermittlungen von den Versicherungskunden eintreffen. Obwohl jeder Versicherungskunde über die für ihn kostenfreie Beschwerdestelle zu informieren ist.

Der Bundesfinanzminister schützt seine besten mobilen „Steuereintreiber“ nicht, obwohl aus nahezu jeder gezahlten Versicherungsprämie in der Summe 10 Milliarden Euro an Versicherungssteuer für den Staat anfallen, das sind allein vier Prozent aller Steuereinnahmen.

Die Bundesozialministerin glaubt, dass Honorarberatung ein Geschäftsmodell sei, wo die Menschen die beste Versicherungslösung mit einer nahezu kostenfreien Beratung erhielten. Da verwundert es schon, dass es kaum Menschen gibt, die den Beruf eines selbständigen Honorarberaters ausüben wollen.

Es scheint wirklich an der Zeit zu sein, dass die deutschen Maklerverbände, die Verbände der Finanz- und Versicherungskaufleute, die Maklergenossenschaft, die Versicherer und auch die Banken den Volksvertretern mit einer gemeinsamen Stimme klar verdeutlichen, was die Berufsstände der Versicherungsvermittler und der Versicherungsmakler, zumeist als mittelständische Unternehmer täglich für die Bürger leisten. Die Initiativen „Ehrbare Kaufleute“ und „gut beraten“ sind da zu wenig.

Auch die Kollegen in den Medien sollten sich besinnen, ob neben den negativen Schlagzeilen, es nicht auch mehrheitlich positive Geschichten rund um die Vermittlungsunternehmer gibt. Wo eine private Altersrente die Altersarmut verhindert, wo eine Haftpflichtversicherung die Existenz rettet oder die Wohngebäudeversicherung nebst Elementardeckung den Untergang von Vermögen verhindert oder einen Neubau ermöglicht. Dieser Kommentar hier und jetzt soll ein Schritt in diese Richtung sein.

(Autor: Dietmar Braun, freier Fachjournalist, Hochschuldozent Assekuranz und Banken)

Eine Woche für Überraschungen

Die Reaktion der internationalen Finanz- und Kapitalmärkte auf dieses neuste Kapital der griechischen (Wirtschafts-)Tragödie fiel zwar erwartungsgemäss negativ aus, hielt sich jedoch im Rahmen. Der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar – eine Art Fiebermesser für die Ängste rund um die Euro-Schuldenkrise – notierte im Verlauf des Montags nur unwesentlich schwächer als noch am letzten Freitag. Blickt man zu den anderen Sorgenkindern in der Euro-Peripherie, so sind die Renditen von Italien und Spanien zwar ebenfalls markant angestiegen, die Zinsen liegen jedoch noch immer unter dem Niveau von Mitte Juni. Von Panik kann also keine Rede sein. Zu lange dauern die Schwierigkeiten um Griechenland schon an, als dass diese die Investoren noch gross überraschen können. Damit tut sich aber auch die Möglichkeit auf, dass die Probleme der Griechen zwar weiterhin die Schlagzeilen beherrschen – aber möglicherweise nicht mehr die internationalen Finanz- und Kapitalmärkte. Wenn aber Erstaunen resp. Konsternation über diese griechische Tragödie nachlässt, können sich zwischenzeitlich vergessene Themen wieder in den Vordergrund schieben.

Eines dieser Themen liegt auf der anderen Seite des Atlantiks. Die Zentralbank der USA, das Federal Reserve liess sich an seiner Sitzung Mitte Juni nicht in die Karten blicken und wiederholte die altbekannte Position: Man fasse einen ersten Zinsschritt im Verlaufe der zweiten Jahreshälfte ins Auge, sollte sich die Konjunktur der amerikanischen Wirtschaft und der Arbeitsmarkt weiter verbessern. In den letzten Wochen begann sich langsam abzuzeichnen, dass sich die USA tatsächlich von ihrem Schwächeanfall im Frühjahr erholen. Diese Entwicklung kann in dieser Woche eine weitere wichtige Unterstützung erfahren. Am Donnerstag erscheint der US-Arbeitsmarktbericht für den Juni. Fällt dieser stark aus, könnte das den Markt überzeugen, dass die Vorsitzende des Federal Reserves Janet Yellen tatsächlich bereit ist, die Zinsen zu erhöhen und nicht nur darüber zu reden. Die Chancen auf einen erfreulichen Arbeitsmarkt stehen nicht schlecht. Die wöchentlich erhobenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verharrten im Juni auf einem sehr tiefen Niveau und lassen auf eine weitere Verbesserung in der US-Beschäftigung hoffen. Ein starker US-Arbeitsmarkt könnte damit zur eigentlichen Überraschung der Woche werden und damit auch die Spekulationen um das Referendum in Griechenland in den Schatten stellen.


Autor: Alessandro Bee, Ökonom, Bank J. Safra Sarasin AG

Rette sich wer kann?

Die Finanzwelt ist aus den Fugen geraten. Seit 2008 ist nichts mehr wie früher. Denn da platzte die amerikanische Immobilienblase. Zu Beginn des Jahrhunderts war ja schon die Dotcom-Blase geplatzt. Derzeit erleben wir die...

Entgegen aller Erwartungen

Monica Defend, Head of Global Asset Allocation Research, gibt eine erste Einschätzung zum Ausgang der US-Wahl und den möglichen Auswirkungen auf Wirtschaft und Finanzmärkte. Wie beurteilen Sie das Wahlergebnis? Donald Trump hat die Wahl für sich entschieden....

Mal wieder die Politik

So langsam gewöhnt man sich daran, dass derzeit weder Konjunkturdaten noch Unternehmensgewinnausweise die entscheidenden Markttreiber zu sein scheinen. Diese Woche nun schauen alle Marktteilnehmer auf das Verfassungsreferendum in Italien, das Ministerpräsident Renzi ebenso ohne...

Gewalt am Arbeitsplatz vermeiden

Der Arbeitsplatz wird häufig zum gefährlichen Gewaltherd. Dies zeigen viele Gerichtsfälle der jüngeren Vergangenheit. Kontrahenten attackieren sich mit kiloschweren Katalogen, Motorradhelmen, Knallkörpern oder kochendem Wasser. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Fälle, in denen Arbeitnehmer...
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