Auf und Ab – der Dax in (schwerem) Fahrwasser? Teil III

finanzwelt: Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat die 200-Tage-Linie und 6.000er Marke nach unten durchbrochen. Sind nun die Bären los und drohen weitere Kursverluste?

Schuster: Nach einem sehr schnellen, starken Anstieg des DAX zum Jahresbeginn hat der Index seit Anfang April die entgegengesetzte Richtung eingeschlagen. Die durch die Wahlen in Griechenland verschärfte Krise in den Peripheriestaaten der Eurozone war der Auslöser dafür, dass der DAX mittlerweile rund 20% gegenüber seinem Hoch verloren hat und seit Jahresanfang nur noch leicht im Plus ist. Für neue Impulse werden die Neuwahlen in Griechenland am 17.6.2012 sorgen. In den vergangenen Wochen haben wir zudem eine Abschwächung der Konjunktur in China gesehen. Das Wachstum verlangsamt sich zwar von einem hohen Niveau aus, die chinesische Wirtschaft hat jedoch in den letzten Jahren den größten Beitrag zum weltweiten Wirtschaftswachstum geleistet und ist für eine Exportnation wie Deutschland sehr wichtig. Dass Deutschland dennoch weiterhin als eine Insel der Stabilität in den entwickelten Märkten angesehen wird, zeigt sich an den immer noch steigenden Kursen für deutsche Staatsanleihen. Mit einem KGV von rund 13 und einer Dividendenrendite von 4,5% ist der DAX sicherlich nicht als teuer einzuschätzen. Auch sprechen die Qualität der Unternehmen sowie deren Gewinne für mittelfristig höhere Kursniveaus und eine relative Outperformance gegenüber anderen Aktienmärkten der Industrieländer. Trotz der attraktiven Fundamentaldaten sprechen die Charts jedoch aktuell noch eine andere Sprache. So wird es wichtig sein, dass sich der DAX baldmöglichst wieder über der 200-Tage-Linie etabliert. Unsere Modelle zeigen derzeit noch keine Kaufgelegenheiten, d. h. die Bodenbildung scheint noch nicht erreicht.

finanzwelt: Wie und mit welchen Produktlösungen soll der Investor darauf reagieren?

Schuster: Für langfristige Anleger bieten sich flexible Investmentstrategien als Basisinvestment an. Mit ihrem vermögensverwaltenden Ansatz sind diese darauf ausgerichtet, in langen Baissephasen starke Wertverluste zu vermeiden und je nach Großwetterlage in verschiedene Assetklassen zu investieren. Dies bietet dem Anleger die Möglichkeit einer Diversifikation aus dem aktuellen Risk-On/Risk-Off-Umfeld. Mit dem ETF-DACHFONDS erhält der Anleger solch eine Lösung, da bei dem globalen Dachfonds die Allokation in Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkte dynamisch gesteuert wird. Dabei kann der Fonds das Profil eines defensiven Rentenfonds aufweisen, wenn die Signallage aus dem systematischen Investmentprozess für Aktien- und Rohstoffmärkte negativ ist. Bei einer positiven Signallage kann er den Charakter eines Aktienfonds annehmen und über den Kauf von Aktien-ETFs die Beta-Rendite der Märkte abgreifen. Der seit fünf Jahren bestehende ETF-Dachfonds hat seinen Anlegern seit Auflage eine deutliche Outperformance gegenüber dem DAX-Index wie auch den weltweiten Aktienmärkten geliefert. Gleichzeitig war das Risiko für den Investor - gemessen an der Volatilität und am Drawdown - deutlich geringer.

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Société Générale emittiert neue Zertifikate auf amerikanische Blue Chips

(fw/ah) Für Anleger, die unsicher sind, ob die Aktienkurse dieser ausgewählten amerikanischen Unternehmen wirklich anhaltend steigen, bieten sich Memory Express-Produkte mit tiefen Sicherheitsschwellen an. "Diese Anlageform bietet auch in einem unsicheren Marktumfeld Renditechancen. Ein weiterer Vorteil liegt in der halbjährlichen Betrachtung, wodurch sich die Chance auf eine vorzeitige Rückzahlung deutlich erhöht.", erklärt Peter Bösenberg, Zertifikate-Experte bei der Société Générale. Die Memory-Schwellen liegen je nach Papier zwischen 50 und 80 Prozent des Ausgangsniveaus. Das heißt, dass Anleger selbst bei deutlichen Kursverlusten des entsprechenden Wertes - je nach Produkt zwischen 50 und 20 Prozent - den Kupon ausgezahlt bekommen. Der Memory-Mechanismus sorgt zudem dafür, dass eventuell verpasste Kuponzahlungen über die dreijährige Laufzeit nicht verloren sind und nachgeholt werden können. Die Konstruktion als Express-Produkt sichert dem Anleger außerdem die Chance auf eine vorzeitige Tilgung. Die Höhe der jährlichen Kupons liegt je nach Produkt zwischen 3,00 und 5,75 Euro.

www.socgen.com

Fidelity: China wird weiter an Zinsschraube drehen

(fw/ah) "Die zweite Zinssenkung der chinesischen Notenbank kurz hintereinander kam früher als erwartet. Das deutet darauf hin, dass die Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung, die nächste Woche veröffentlicht werden sollen, nicht so gut sind wie erwartet, und dass die chinesische Regierung die Politik der Zinssenkung fortsetzt, um das Wachstum zu unterstützen. Dieser Schritt deckt sich mit meiner Erwartung zu Anfang des Jahres, dass das Jahr des Drachen ein Jahr der Liquidität wird. Ich gehe davon aus, dass es eine weitere Lockerung der Geldmarktpolitik geben wird, um das Wachstum zu fördern. Sehr positiv ist, dass die Inflation in China stark zurückgeht. Der Verbraucherpreisindex ist im Mai auf 3 Prozent gefallen und scheint weiter zurückzugehen. Dieser Trend gibt der Regierung viel Raum, um weitere Schritte zu unternehmen, die das Wachstum und die Investitionen unterstützen, wenn es nötig wird.

Ich bin zuversichtlich, dass die Lockerung der Geldmarktpolitik in den kommenden Quartalen zu einer Erholung der Wirtschaft beitragen wird. Niedrigere Zinsen sollten zweifelsohne den Immobilienmarkt stärken, da sie die Konditionen für Haus- und Wohnungskäufer verbessern. Historisch betrachtet besitzt der chinesische Immobilienmarkt eine starke Korrelation zum Mindestreservesatz und zu Zinsänderungen. Ich gehe davon aus, dass dies auch weiterhin so sein wird. Daher sollte Chinas Immobilienmarkt positiv auf eine weitere Lockerungspolitik in diesem Jahr reagieren. Versicherungsunternehmen werden ebenfalls davon profitieren, da die Zinsen auf Spareinlagen sinken und die Versicherer nun im Vergleich bessere Konditionen bieten können. Das Ergebnis ist, dass mehr Menschen Versicherungsprodukte kaufen. Dagegen schätze ich die Situation des Bankensektors eher negativ ein, da die Notenbank angekündigt hat, den Banken bei ihrer Kreditvergabe höhere Abschläge auf den offiziellen Zinssatz zu erlauben. Das ist ein erster Schritt in Richtung Deregulierung bei den Zinssätzen und könnte zu geringeren Margen und geringerer Profitabilität im Bankensektor führen."

www.fidelity.de

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SAM: Dr. Guido Giese wird Head of Indexes

(fw/ah) Zum Indexgeschäft gehören unter anderem die renommierten Dow Jones Sustainability Indexes (DJSI), welche SAM zusammen mit S&P Dow Jones Indices betreibt. In seiner Funktion ist Giese für die Pflege und Weiterentwicklung der Dow Jones Sustainability Indexfamilie verantwortlich. Zudem betreut er den globalen Vertrieb, die Lizenzierung, Partnerschaften sowie den Kundenservice rund um die DJSI. Guido Giese berichtet direkt an Michael Baldinger, CEO von SAM. Guido Giese, Head of Indexes, SAM kommentierte diese Entscheidung wie folgt: "Die DJSI sind Pionierprodukte und professionelle sowie objektive Benchmarks für nachhaltig orientierte Investoren. Mit meiner Expertise werde ich zur kontinuierlichen Weiterentwicklung dieser Indexfamilie beitragen."

www.sam-group.com

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Cora Pfab unterstützt Carmignac Gestion in Süddeutschland und Österreich

(fw/ah) Cora Pfab wird direkt an Kai Volkmann, Länderchef für Deutschland und Österreich, berichten und beginnt ihre Tätigkeit in diesen Tagen. Vor ihrem Wechsel zu Carmignac Gestion war Cora Pfab bei F&C Thames River in London für den Vertrieb nach Deutschland verantwortlich. Sie bringt mehr als sechs Jahre Erfahrung im Finanzdienstleistungssektor mit, darunter mehr als drei Jahre bei ABN Amro Asset Management. Die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter im Kernmarkt Deutschland ist nach Unternehmensangaben vorgesehen.

www.carmignac.de

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UBS Global AM: Neuer ETF auf MSCI Brazil-Index

(fw/ah) Der UBS-ETF MSCI Brazil erlaubt dem Investor, an der wirtschaftlichen Entwicklung Brasiliens, eines der aktuell wachstumsstärksten BRIC-Staaten, zu partizipieren. Der Basis-Index umfasst 78 Large- und Mid-Cap-Unternehmen des brasilianischen Aktienmarktes und deckt ca. 84% der Marktkapitalisierung im Aktienstreubesitz ab. Die Bedeutung Brasiliens als Investitionsland nimmt zu: Trotz weltweiter Markturbulenzen ist das Wirtschaftswachstum nicht aufzuhalten. Die Fondswährung des neu gelisteten UBS-ETF MSCI Brazil ist USD. Der Handel des neuen ETFs an der Deutschen Börse erfolgt in EUR.

www.ubs.com

East Capital: Nicht den Kopf in den Sand stecken

(fw/ah) Das Kapital zu erhalten ist zurzeit populärer als es zu vergrößern. "Ein Sprichwort sagt, wer zur Quelle will, sollte gegen den Strom schwimmen", so Svedberg. Aber gibt es überhaupt Anlass zum Optimismus? East Capital beantwortet die Frage mit ja und nennt dafür fünf Gründe:

1. Investoren, die dieses Jahr eher bullisch waren, wurden dafür auch reichlich belohnt, obwohl die meisten Aktienmärkte bis heute ein schwarzes Jahr hatten. Die defensiveren Investoren verloren hingegen Geld, indem sie entweder beim Bargeld blieben oder in Staatsanleihen mit negativer Rendite investierten.

2. Die Eurokrise ist bei weitem noch nicht gelöst, aber wir bewegen uns in kleinen Schritten zu einer Lösung. Vielleicht wird es keine optimale Lösung und es kann noch einiges schief gehen. Aber zumindest werden gewisse Maßnahmen eingeleitet.

3. Einige große Institutionen investieren. Der norwegische Rentenfonds, der mit einem Volumen von 600 Milliarden USD einer der größten der Welt ist, hat Ende August vermeldet, die Aktiengewichtung zu erhöhen, um die günstigen Bewertungen auszunutzen.

4. Die guten Nachrichten kommen eher aus den Emerging Markets als aus den Industrienationen. Die Norweger haben das erkannt und verlagern die Gewichtung von Westeuropa auf ebenjene.

5. Der letzte Grund sind die geldpolitischen Impulse. Die EZB hat erst jüngst das neue Anleihekaufprogramm verkündet, von der FED erwartet man ein neues Programm Ende September. Die Chinesen haben schon gezeigt, dass sie bereit sind die eigene Wirtschaft anzukurbeln wenn sie schwächelt und werden es wohl auch wieder tun.

"Dies ist kein Aufruf zum Aktienkauf sondern vielmehr eine Anregung dazu, die vorherrschende negative Markteinschätzung zu hinterfragen. Aktienrallyes sollte man nicht hassen, man sollte sie umarmen ", resümiert Svedberg.

www.eastcapital.com

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Catella verkauft Immobilie aus offenem Fonds

(fw/kb) Das Objekt wurde 2009 von Catella Real Estate erworben. Käufer ist Wihlborgs Fastigheter AB. Die vermietbare Fläche von 11.340 Quadratmeter teilt sich in 7.800 Quadratmeter Bürofläche und 3.540 Quadratmeter Handels- und Lagerfläche. Unter Berücksichtigung der Verkaufskosten ergab sich laut Catella Real Estate ein Total Return von rund zwölf Prozent p.a.

Catella Real Estate wurde im Jahr 2007 gegründet und beschäftigt sich mit der Verwaltung von Immobilien-Sondervermögen und mit der Beratung bei der Anlage in Immobilien. Das derzeit verwaltete Anlagevermögen beläuft sich auf rund 4,1 Milliarden Euro.

www.catella-realestate.de

Führ AM: Rentenfonds als Parkstation?

(fw/ah) Frage: Privatanleger setzen derzeit - gemäß BVI-Statistik - wieder stark auf Rentenfonds, Aktienfonds erleben hohe Mittelabflüsse. Ist dieser Trend aus Ihrer Sicht gerechtfertigt?

Johannes Führ: Ja und Nein. Bekanntermaßen haben Statistiken einen begrenzten Wahrheitsgehalt. Nach wie vor herrscht natürlich an den Märkten eine hohe Unsicherheit in Bezug auf das Schuldenproblem der Euroländer und der zukünftigen Entwicklung der Konjunktur. Trotz dieser Faktoren hat allein der DAX seit Jahresbeginn eine Performance von deutlich über 20 Prozent vollzogen. Viele Investoren fragen sich daher, ob dieser Trend am Aktienmarkt überhaupt anhalten kann und realisieren ihre Gewinne, um dann in konservativere Rentenfonds umzuschichten. Ob dort nur geparkt oder investiert wird, zeigt die Statistik natürlich nicht.

Frage: Wie schätzen Sie den Markt für Staatsanleihen derzeit ein - ist der Markt nicht durch die massiven Ankäufe von Anleihen der Euro-Kernstaaten sowie der Euro-Krisenländer durch die EZB und andere Notenbanken verzerrt?

Johannes Führ: Ja, der Markt ist verzerrt. Die EZB versucht natürlich alles, um die Renditen der Euro-Krisenländer zu drücken, damit diese sich weiterhin zu erträglichen Konditionen am Kapitalmarkt refinanzieren können. Um dies zu ermöglichen, hat die EZB beschlossen, auch am Sekundärmarkt Staatsanleihen der Euro-Krisenländer anzukaufen. Die EZB versucht durch diese Maßnahme wieder Stabilität in die Eurozone zu bekommen. Damit kommt es zu hohen Schwankungen bei den Renditen in Europa, insbesondere zwischen Deutschland auf der einen Seite und Spanien und Italien auf der anderen Seite. Am Ende erwarten wir, dass sich die auseinander gedrifteten Renditen wieder einengen. Das kann der Anleger nutzen, indem er die bestehenden Gewinne mitnimmt und lange deutsche Anleihen verkauft, und sich gleichzeitig Renditen von zur Zeit noch über 5 Prozent im Süden Europas einkauft. Gelingt die Politik der EZB, so wird auch diese Investmentpolitik mit kräftigen Gewinnen belohnt werden.

Frage: Sind Mittelstandsanleihen in der aktuellen Marktsituation dazu geeignet, die Rendite eines Portfolios zu steigern oder eher die Sicherheit zu erhöhen?

Johannes Führ: Der Markt der Mittelstandsanleihen ist ein noch sehr junger Markt, der erst vor zwei Jahren entstanden ist. Es hat sich jedoch gezeigt, dass nur eine geringe Korrelation der Mittelstandsanleihen zu den klassischen Corporate Bonds besteht. Für Investoren ist es daher möglich, ihr Gesamtportfolio durch Mittelstandsanleihen weiter zu diversifizieren. Gleichzeitig verfügen die Mittelstandsanleihen über einen meist sehr attraktiven Kupon. Allerdings muss der Investor immer darauf achten, dass der Kupon im richtigen Verhältnis zum eingegangenen Risiko steht.

www.johannes-fuehr.de

RCM: Russland einer der billigsten Aktienmärkte weltweit

(fw/ah) "Der russische Markt ist aufgrund seiner Größe und der guten Inlandskonjunktur - unterstützt vom privaten Konsum - für Investoren von anhaltendem Interesse. Erdöl, Erdgas, Stahl, Kohle, Industriemetalle sind unverzichtbare Rohstoffe, um die ein immer härterer, weltweiter Wettbewerb entbrannt ist - und Russland sitzt im wahrsten Sinn des Wortes an der Quelle.

Die russische Wirtschaft befindet sich in einem guten Zustand. Sie wächst um rund 4 % pro Jahr und das Land weist hohe Fremdwährungsreserven und eine sehr niedrige Öffentliche Verschuldung auf (lt Fitch, 11 % des BIP). Der Ölpreis ist eine sehr wichtige Einflussgröße für die Entwicklung der russischen Finanzmärkte und der russischen Volkswirtschaft. Nach einer schwächeren Phase im 2. Quartal, konnte der Rubel parallel zum Ölpreis in letzter Zeit wieder an Wert zulegen. Auch der Privatkonsum zeigt sich als wichtiger Faktor für die russische Wirtschaftsentwicklung, unterstützt von steigenden Reallöhnen und einer relativ niedrigen Arbeitslosigkeit. Allerdings ist mit der Fortsetzung dieser Dynamik nicht zu rechnen, denn das Land kämpfte jüngst mit Ernteausfällen, was die Inflation erhöht. Nach letzten Informationen soll der Markt für russische Staatsanleihen Anfang Jänner 2013 liberalisiert und der Zugang für Investoren erleichtert werden. Diese Nachrichten sowie das insgesamt verbesserte Risikoumfeld an den Märkten sorgten insgesamt für eine positive Stimmung. Auch die politische Lage hat sich deutlich beruhigt. Da längere Zeit keine wichtigen Wahlen anstehen, sind in nächster Zeit keine maßgeblichen Störfaktoren aus dieser Richtung für den Markt zu erwarten. Mittelfristig gesehen ist es aber nicht positiv, dass Präsident Putin auf die zunehmende Kritik an ihm mit einem immer autoritäreren Vorgehen reagiert. Die Investoren werden nun sehen, welche Maßnahmen umgesetzt werden, um Anlegern in Russland ein Gefühl der Rechtssicherheit zu bieten. Schwerpunkte wie Korruptionsbekämpfung, Deregulierung, Transparenz stehen auf der Agenda. Bislang sind die praktischen Fortschritte in diese Richtung allerdings eher bescheiden. Positive Effekte wären von weiteren Privatisierungsmaßnahmen zu erwarten. Inwieweit jedoch die - doch eher auf Kontrolle ausgerichtete - Politik Putins diese letztlich zulassen wird, ist fraglich. Darüber hinaus geben Aspekte wie z.B. der Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) oder die Ausrichtung der Olympischen Spiele in Sotschi dem russischen Kapitalmarkt positive Impulse und tragen zur strukturellen Verbesserung und Modernisierung des Landes bei.

Trotz gelegentlicher Probleme mit dem Schutz von Anlegerrechten ist das Interesse ausländischer Investoren an Russland ungebrochen. BP verkauft gerade seinen Anteil an der erfolgreichen Firma TNK-BP an den russischen staatskontrollierten Ölkonzern Rosneft und beteiligt sich stattdessen an letzterem. Damit steigt Rosneft zum weltgrößten börsennotierten Ölproduzenten auf.

Russland ist derzeit einer der billigsten Aktienmärkte weltweit und hat im Zuge der Kapitalmarkturbulenzen, die eigentlich von der Eurozone ausgehen, stark korrigiert. Daran sieht man auch, dass der Markt noch sehr volatil ist, d.h. starken Kursschwankungen ausgesetzt ist und Investoren daher auch mit Verlusten rechnen müssen. Am russischen Aktienmarkt dominieren Roh- und Grundstoffwerte. Diese sind natürlich besonders konjunktursensitiv und reagieren daher sehr stark auf die Entwicklung der Weltwirtschaft. Im Raiffeisen-Russland-Aktien sind momentan Energie, Finanz und Grundstoffe stark vertreten. Anlagechancen werden aber auch im stark wachsenden Konsumsektor genützt. In den Entscheidungsprozessen fokussiert das Managementteam des Raiffeisen-Russland-Aktien sehr stark auf die einzelnen Unternehmen und trifft keine übergeordneten Branchenentscheidungen."

http://www.rcm.at/

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