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JP Morgan: Investitionsbereitschaft für Schwellenländer steigt auf niedrigem Niveau

(fw/ah) "Das sind nur einige Gründe, warum die aufstrebenden Nationen auch in den Depots deutscher Privatanleger einen größeren Stellenwert einnehmen sollten", sagt Jean Guido Servais, Marketing Director für Europa bei J.P. Morgan Asset Management. Nur wenige Bundesbürger können den Begriff Schwellenländer einordnen Ihr beeindruckender Wirtschaftsaufschwung rückt die Emerging Markets immer mehr ins Blickfeld von Investoren. Die Umfrageergebnisse spiegeln ebenfalls einen leichten Anstieg gegenüber der März-Befragung wider, so haben 41,5 Prozent der Befragten den Begriff "Schwellenländer" schon einmal gehört. Das sind 2,3 Prozentpunkte mehr als bei der Erstbefragung im März. Davon bezeichnen sich 17,1 Prozent (plus 1,6 Prozentpunkte) als "Kenner", ihnen ist der Begriff gut bekannt. 24,4 Prozent kennen zwar den Begriff, aber nicht die Bedeutung (plus 0,7 Prozentpunkte). Es bleibt allerdings eine Mehrheit von 58,5 Prozent, die nicht wissen, was sich hinter dem Begriff ‚Emerging Markets‘ verbirgt.

www.jpmam.de

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DDV: Neuer Marktplayer, Marktvolumen zaghaft im Plus

(fw/ah) Seit Beginn des zweiten Quartals nimmt auch die Royal Bank of Scotland (RBS) an der Statistik teil. Gleich
zeitig liefert Macquarie keine Daten mehr zum Open In
terest, so dass die Anzahl der teilnehmenden Emittenten unverändert bei 16 bleibt. Zusammen repräsentieren sie etwa 93 Prozent des Gesamtmarkts. Das ausstehende Volumen der teilnehmenden Banken wuchs leicht um 0,4 Prozent bzw. 374 Mio. Euro. Rechnet man die von der EDG erhobenen Zahlen auf alle Emittenten hoch, so beläuft sich das Gesamtvolumen des deutschen Zertifikatemarkts Ende April auf 102,7 Mrd. Euro.

www.derivateverband.de

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ING IM: Lösungsvorschläge zur Bewältigung der Eurokrise

(fw/ah) 1. Eine bessere Diagnose der Krisenursachen. Die Krise ist letztendlich darauf zurückzuführen, dass sich bei den Mitgliedsländern des Euroraums nicht dauerhaft tragbare Leistungsbilanzungleichgewichte entwickelt haben. Diese Ungleichgewichte haben nicht nur die öffentlichen Haushalte, sondern auch die finanzielle Situation der privaten Haushalte in den Peripherieländern negativ beeinflusst. Eine Lösung sollte daher die negativen Auswirkungen auf den öffentlichen und den privaten Sektor beheben und einen Mechanismus schaffen, der es verhindert, dass derartig hohe Leistungsbilanzungleichgewichte entstehen.

2. Muss akzeptiert werden, dass die Kosten für die Fehler der Vergangenheit übernommen werden müssen. Der Euro ist seit jeher ein politisches Projekt, und sowohl in den nördlichen als auch in den südlichen Ländern der EWU müssen die Politiker ihre Verantwortung für die Struktur dieses Projekts anerkennen. Damit geht einher, dass auch die finanziellen und politischen Kosten für die Behebung der aktuellen Probleme des Euro-Projekts akzeptiert werden müssen. Erst wenn dies geschehen ist und der Schuldenüberhang in den Peripherieländern weiter durch Abschreibungen auf Kredite des öffentlichen Sektors reduziert wird, wird es möglich sein, eine neue und glaubwürdige Ausgangsposition für die Region zu schaffen, aus der heraus sie wieder funktionieren und wachsen kann.

3. Besteht die am wenigsten schmerzhafte Lösung für die aktuellen Probleme in einer weiteren politischen und wirtschaftlichen Integration. Dementsprechend müsste die Währungsunion ausgeweitet werden und eine "Bankenunion" mit einheitlichen Regeln für den europäischen Bankensektor, einem Mechanismus zur Lösung von Problemen im Bankensektor und einem Einlagensicherungssystem für die gesamte EWU eingeführt werden. Daneben müsste eine wirkliche politische Union geschaffen werden, die eine fiskalpolitische Integration (eine Art europäisches Finanzministerium) ermöglicht. Besteuerung, die Entscheidung über den Umgang mit Steuermitteln und letztendlich auch die Emission von Schuldverschreibungen ("Eurobonds") müssten in irgendeiner Weise auf europäischer Ebene zentralisiert werden.

4. Eine noch bessere Brandmauer. Die Ansteckungsrisiken über die Finanzmärkte und über das Vertrauen der privaten Haushalte und der Unternehmen sind weiterhin sehr hoch. Dies kann nur durch eine glaubwürdige Abschreckung bekämpft werden, in deren Rahmen kurzfristig Liquidität für das System bereitgestellt werden kann. Dafür kommt nur die EZB in Frage. Am leichtesten ließe sich dies wahrscheinlich verwirklichen, wenn dem ESM eine Bankenlizenz erteilt würde. Die langfristigen Inflationsrisiken eines solchen Vorhabens sind ganz klar weniger dringlich und wahrscheinlich auch leichter mit dem vorhandenen Instrumentarium der EZB zu bekämpfen als die existenziellen Risiken, denen der Euroraum derzeit ausgesetzt ist.

5. Eine kurzfristige Wachstumsstrategie ist notwendig. Die sture und koordinierte Sparpolitik hat in den vergangenen beiden Jahren ihr Ziel verfehlt. Sie sollte von einer koordinierten Investitionsstrategie abgelöst werden, z.B. einem "Marshallplan 2.0", die von denjenigen finanziert werden müsste, die dazu in der Lage sind. Man sollte nicht vergessen, dass sich Nordeuropa - trotz all der Diskussionen über die Notwendigkeit, sofort Einsparungen umzusetzen - derzeit zu negativen Realzinsen finanzieren kann. Dementsprechend bestehen sicherlich keine ernsthaften Hindernisse für Investitionen, um die künftigen Wachstumsaussichten für die gesamte Region zu stärken.

6. Es sollten weitere Strukturreformen verfolgt werden. Mit diesem Ziel sollte ein Anreizsystem entwickelt werden, das die anhaltende Durchführung von Strukturreformen an den Arbeits-, Produkt und Gütermärkten aller Mitgliedsländer des Euroraums glaubwürdig sicherstellt. Daneben sollten die Renten- und Gesundheitssysteme überarbeitet werden, wenn die Finanzierung nicht sichergestellt werden kann. Um dies zu erreichen, müssen mindestens auf ein Jahrzehnt hinaus Reformen eingeleitet werden, die mit Zuckerbrot und Peitsche vorangetrieben werden. Vorstellbar wäre z.B. die Aussicht auf eine künftige Einbeziehung in einen Eurobond-Plan, sobald bestimmte Reformziele erreicht sind (Zuckerbrot) bzw. finanzielle und/oder politische Nachteile, wenn Reformziele verfehlt werden (Peitsche).

www.ingim.de

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Société Générale emittiert neue Optionsscheine auf DAX und Euro STOXX 50

(fw/ah) Diese Produkte funktionieren wie herkömmliche Inline-Optionsscheine, jedoch mit einem entscheidenden Unterschied: Für eine erfolgreiche Rückzahlung am Laufzeitende reicht es aus, wenn der Schlusskurs des Basiswertes am Laufzeitende innerhalb eines vorab festgelegten Korridors liegt. Ob der Kurs zuvor während der Laufzeit außerhalb des Korridors notierte, ist dafür unerheblich. "End Inline-Optionsscheine weisen prinzipiell ein niedrigeres Risiko bei gleichzeitig überdurchschnittlichen Gewinnchancen auf als herkömmliche Inline-Optionsscheine, bei denen der Basiswert für eine erfolgreiche Rückzahlung während der kompletten Laufzeit innerhalb der Kurskorridors liegen muss", erklärt Peter Bösenberg, Zertifikate-Experte bei der Société Générale.

www.sg-zertifikate.de

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Oaklet und Structured Solutions kooperieren mit renommiertem ETF-Anbieter

(fw/ah) Oaklet hat eine spezielle Verbriefungsplattform geschaffen, von der aus Van Eck Global seine unter dem Namen Market Vectors aufgelegten ETF-Produkte in Europa vertreiben kann. Van Eck Global wurde 1955 gegründet und verwaltet für Kunden weltweit rund 35 Milliarden USD. Die Produktpalette besteht derzeit aus rund 50 ETFs, die eine hohe Bandbreite an globalen Marktthemen abdecken. Die Indizes, die den ETFs zugrunde liegen, werden zumeist von Structured Solutions berechnet.

Um die ETFs europäischen Anlegern zugänglich zu machen und dabei die Kostenvorteile der Produkte zu erhalten, wurde die Form der Verbriefung gewählt. Dabei bietet die spezielle Verbriefungsstruktur von Oaklet zusätzliche Sicherheit gegenüber der klassischen Emission von Zertifikaten. "Durch die Verbriefungsstrukturen von Oaklet sind Anleger hier vor dem Risiko eines Emittentenausfalls geschützt", sagt Steffen Scheuble, Vorstand der Structured Solutions AG.

www.peh.de

Fidelity: Chinas Erfolgsweg setzt sich fort

(fw/ah) "Zwar fiel Chinas Wirtschaftsentwicklung in jüngster Zeit eher schwach aus, aber es gibt einige frühe Indikatoren für eine Erholung. So stieg das Exportwachstum von 7,6 Prozent annualisiert im ersten auf 10,5 Prozent im zweiten Quartal 2012. Während die Exporte in die USA, nach Europa und nach Japan erwartungsgemäß zurückgingen, haben sich die Exporte in andere asiatische Länder sowie sonstige Teile der Welt gut behauptet. Was den Binnenmarkt angeht, zeigen die Entwicklungen bei Anlageinvestitionen und der Einzelhandelsumsatz, dass die Lockerung der Geldpolitik seit Jahresbeginn langsam in der Realwirtschaft ankommt.

Da Inflation kurzfristig kein Risiko mehr darstellt, könnten die staatlich geförderten Investitionen steigen, um den Spielraum, den die aktuelle Fiskal- und Geldpolitik bietet, in vollem Umfang zu nutzen. Die lockere Geldpolitik in den letzten Monaten, darunter eine häufigere Projektbewilligung und Senkungen der erforderlichen Mindestreservesätze sowie der Leitzinsen, wird das Wachstum in absehbarer Zukunft stabilisieren.

Ich gehe davon aus, dass sich die chinesische Wirtschaft mit Unterstützung der fortlaufenden Lockerungsmaßnahmen bis zum vierten Quartal 2012 erholen wird. Der größte Wachstumsimpuls wird dabei vermutlich aus Zentral- und Westchina kommen. Diese Trendwende wird wahrscheinlich aber gemäßigter ausfallen als die V-förmige Erholung im Jahr 2009. Einzig für den chinesischen Bankensektor bin ich aktuell eher verhalten gestimmt, hier muss man die weiteren Entwicklungen abwarten."

www.fidelity.de

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Western Asset Management vergrößert Team für asiatische Bonds

(fw/ah) Die Anlagespezialisten berichten an Chia-Liang Lian, Leiter Investment Management Asien (ohne Japan), und werden das insgesamt siebenköpfige Anlage-Team am Standort in Singapur mit Research- und Investmentressourcen unterstützen.

Desmond Soon zeichnet sich als Portfoliomanager für einzelne Länderportfolios verantwortlich und trägt zum makroökonomischen Entscheidungsprozess, vornehmlich für lokale Staatsanleihen und Zinsen, im Legg Mason Western Asian Opportunities Fund und anderen panasiatischen Strategien bei. Er wechselte von der asiatischen Fondsgesellschaft ST Asset Management in Singapur und verfügt über 23 Jahre an Investmenterfahrung.

Swee Ching Lim verstärkt als Analyst das Kreditresearch bei Western Asset. Swee Ching verfügt über zwölf Jahre an Anlageerfahrung, die er als Kreditanalyst bei Barclays Capital in London und Morgan Stanley in London und New York erworben hat.

Wontae Kim unterstützt als Portfolioanalyst das Risikomanagement- und Research-Team. Western Asset profitiert von seiner einzigartigen Erfahrung und Expertise als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Molekular- und Zellbiologie bei dem US-Unternehmen Celera, wo er acht Jahre lang tätig war.

Desmond Fu zeichnet sich als Portfolioanalyst für die monatliche Performance Attribution und das Staatsanleihen-Research verantwortlich. Er kommt von APS Komaba, einem auf asiatisch-pazifisches Aktienmanagement spezialisierten Asset Manager.

Hintergrund: Insgesamt verwaltete die Legg Mason-Tochter Western Asset Management Ende des zweiten Quartals 42,9 Milliarden US-Dollar in Schwellenländeranleihen - ein Anstieg von 14 Prozent im bisherigen Jahresverlauf.

www.leggmason.com

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Schroders: Bank of Japan beflügelt asiatische Märkte

(fw/kb) "Die Aktien stiegen auf der Stelle, weil das Geld wieder in die asiatische Region floss. Die Rentenmärkte werden wahrscheinlich auch zulegen", erwartet de Mello. Auch auf China habe die Entscheidung Auswirkungen. "Wir glauben, dass China zwar in nächster Zeit Maßnahmen ergreifen muss, allerdings in einer weniger aggressiven Gangart, als es zuvor erwartet wurde", so de Mello.

Schroders betreut nach eigenen Angaben 240,4 Milliarden Euro für private und institutionelle Anleger weltweit. Das Unternehmen beschäftigt rund 2.900 Mitarbeiter.

www.schroders.de

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Umfrage: Zertifikate-Anleger setzen auf Finanzportale

(fw/ah) Dabei handelt es sich in der Regel um gut informierte Anleger, die als Selbstentscheider ohne Berater investieren. Beim Kauf eines Finanzproduktes beziehen 52 Prozent der Befragten die entscheidenden Anlageinformationen von unabhängigen Finanzportalen. Auf Informationen aus Zeitungen und Zeitschriften vertrauen 16 Prozent der Teilnehmer. Für 12 Prozent ist der jeweilige Bank- oder Anlageberater die erste Wahl, während ebenso viele Anleger sich direkt auf den Internetseiten der Emittenten informieren. 9 Prozent der Befragten ziehen Newsletter als Hauptinformationsquelle heran. "Private Anleger erwarten bei Finanzprodukten zu Recht ein hohes Maß an Transparenz. Darauf haben vor allem Emittenten und Finanzportale reagiert und ihr Informationsangebot in den letzten Jahren intensiv ausgebaut. Jeder Anleger kann sich heute auf vielfältige Art über Zertifikate informieren. Der DDV und seine Mitglieder bieten auf ihren Webseiten eine große Informationspalette. Neben unabhängigen Finanzportalen kann der interessierte Anleger darüber hinaus Magazine und Newsletter nutzen, aber auch entsprechende Messen und Fach-Veranstaltungen besuchen", so Lars Brandau, Geschäftsführer des Deutschen Derivate Verbands.

An der Umfrage, die gemeinsam mit sechs großen Finanzportalen durchgeführt wurde, beteiligten sich 2.150 Personen.

www.derivateverband.de

Janus Capital: Obama oder Romney – wer ist besser für die Börse?

"Republikanische Kandidaten gelten als wirtschaftsfreundlich und Inflationsbekämpfer. Den Demokraten eilt dagegen der Ruf voraus, dass unternehmerische Interessen bei ihnen einen nur geringen Stellenwert besitzen, während sie gleichzeitig ausgabenfreudig sind, was die Staatsfinanzen angeht. Je nach Wahlausgang werden Investoren daher ihre Portfolios neu gewichten.

Die Frage fesselt Investoren: Wer ist als nächster US-Präsident besser für die Börse - Obama oder Romney? Klare Antwort: Es kommt drauf an. Das ist das Ergebnis zahlreicher Studien, die das Analystenteam von Janus Capital Management zu diesem Thema untersucht hat. Die Resultate fallen gemischt aus, zumindest nicht so eindeutig, wie es notwendig wäre, damit Anleger gezielt auf einen "Polit-Faktor" an den US-Märkten setzen könnten. Interessant scheint es zumindest zu sein, Amtsperioden zu betrachten. So hat Yale Hirsch erstmals Ende der 1960er Jahre anhand historischer Daten herausgefunden, dass es bei US-Aktien einen "Präsidentschaftszyklus" gibt, der in Folgeuntersuchungen immer wieder bestätigt wurde. Demnach haben Anleger mit US-Dividendentiteln in der Zeit von 1960 bis 2011 im dritten und vierten Jahr der Amtszeit eines Präsidenten eine deutlich bessere Performance erzielt als in der ersten Hälfte der insgesamt vierjährigen Regierungsperiode. Und wie wirkt sich dieser "Präsidentenzyklus" auf den Bondmarkt aus? Leider so gut wie überhaupt nicht, wenn es nach den wenigen Studien geht, die zu diesem Thema erschienen sind. Offensichtlich spielen am Bondmarkt andere Faktoren eine Rolle, die wenig beeinflusst werden von Regierungszyklen.

Ganz anders sieht die Sache aus, wenn es um die Performance der beiden Anlageformen innerhalb der gesamten Amtszeit eines Präsidenten geht. Unter einem republikanischen Amtsinhaber schnitten Anleger mit Bonds sowohl im kurzfristigen als auch im langfristigen Laufzeitbereich deutlich besser ab als in der Zeit eines demokratischen US-Präsidenten - was wiederum das Vorurteil bestätigt, dass die Federal Reserve unter einer republikanischen Regierung eine vergleichsweise straffere Geldpolitik verfolgt. Genau umgekehrt ist die Situation am Aktienmarkt. Unternehmensanteile entwickelten sich deutlich besser in der Amtszeit eines demokratischen US-Präsidenten gegenüber der eines republikanischen, wobei das durchschnittliche Plus bei Small-Caps deutlich höher ausfiel als bei den großen Standardtiteln.

Die Schlussfolgerung aus all diesen Ergebnissen scheint auf den ersten Blick naheliegend: Wird Barack Obama Anfang November wiedergewählt, sind die Aktien kleinerer Unternehmen möglicherweise interessant, bei Romney könnten Investoren eher auf Anleihen setzen. Doch dieses einfache strategische Strickmuster ist mit Vorsicht zu genießen. So kommen neuere Studien zu dem Ergebnis, dass die Performanceunterschiede sowohl am Bond- als auch am Aktienmarkt im Zeitablauf immer weiter abnehmen. Ein Grund dafür ist aller Wahrscheinlichkeit nach, dass Regierungsentscheidungen heutzutage komplexer verlaufen als noch vor vierzig oder fünfzig Jahren und flexibel an politische Notwendigkeiten angepasst werden. Unbeantwortet bleibt auch die Frage, wie wichtig es ist, dass die Partei des Präsidentschaftsinhabers auch jeweils die Mehrheit im Senat und im Kongress besitzt.

Viele der Studien lassen zudem den Gesichtspunkt des Risikos außen vor und machen keine Aussagen über die Volatilität an den jeweiligen Märkten in den Untersuchungszeiträumen. Hinzu kommt: Noch ist die Datenbasis, auf die sich viele Untersuchungen beziehen, nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten zu gering, um Zufallsergebnisse auszuschließen. So sind auch keine fundierten Aussagen möglich, inwieweit externe Ereignisse - Kriege, ökonomische Schocks und so weiter - die Performance von Aktien und Anleihen in einzelnen Jahren beziehungsweise Zyklen verzerrt haben. Skepsis gegenüber "politischen" Börsen und Börsenregeln mag daher angebracht sein. Zudem scheint es egal, ob der neue Präsident der USA Obama oder Romney heißt: Denn im Weißen Haus wartet eine Menge Arbeit auf ihn."

https://www.janusinternational.com

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