Geyer_ebase.jpg

ebase lockt mit Minisparplan

(fw/ah) „Das ist die geringste Sparrate im Marktvergleich", betont Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase. „Üblich ist ein Einstiegsbetrag von mindestens 25 Euro." Für Minderjährige ist die Depotführung kostenlos. Erwachsene zahlen ab Januar 2014 zwölf Euro jährlich für einen einzelnen Minisparplan – für 2013 entfällt die Depotführungsgebühr für Neukunden vollständig.

Der Minisparplan richtet sich zum einen an Eltern oder Großeltern, die für Kinder und Enkel frühzeitig vorsorgen möchten: etwa für ein Auslandssemester, den Führerschein oder die erste Wohnungseinrichtung. Zum anderen bekommen Schüler mit schmalem Budget die Möglichkeit, kleinere Beträge zurückzulegen, um sich später größere Wünsche erfüllen zu können. „Der Minisparplan bietet jungen Menschen einen idealen Einstieg in die Finanzwelt", erläutert Geyer anlässlich des diesjährigen Weltspartags. „Sie können schon früh und mit kleineren Beträgen die Renditechancen von Fonds nutzen und damit auf lange Sicht jedes Sparschwein im Kinderzimmer schlagen."
Kleinsparer sind mit dem ebase Minisparplan flexibel: Der Sparbetrag kann zwischen zehn und 50 Euro liegen und in einem monatlichen, vierteljährlichen, halbjährlichen oder jährlichen Intervall angelegt werden.



www.ebase.com

Gestärkte europäische Hochzinsanleihen

(fw) Denn der mehrfach ausgezeichnete Fondsmanager sieht High-Yield-Bonds insbesondere gegenüber Schwellenländer-Anleihen im Vorteil.

Bereits in jüngerer Vergangenheit schnitt das Hochzinssegment außerordentlich gut ab. So erzielte der von Leidman verantwortete Schroder ISF EURO High Yield seit November 2012 einen durchschnittlichen Wertzuwachs von 7,05 % pro Jahr. Der Fonds wurde gerade drei Jahre alt.

Leidman blickt als Manager von Hochzinsanleihen-Fonds auf einen beachtlichen Track Record von insgesamt acht Jahren. Seit 2009 lag die Wertsteigerung des Schroder ISF EURO High Yield konstant über der im Durchschnitt erzielten Wertentwicklung anderer Euro-Hochzinsanleihen-Manager.

Schwellenländer in der Krise

„Die Schuldenkrise in den Emerging Markets ist noch lange nicht vorüber“, analysiert Leidman. Der Portfoliomanager erinnert daran, dass zahlreiche Unternehmen aus den aufstrebenden Volkswirtschaften ihre Verschuldung im Zuge des zurückliegenden Rohstoff-Booms stark ausgeweitet haben. „Im August und September wurden vielen Investoren offenbar das Ausmaß der aktuellen Abschwächung erst vollständig bewusst“, kommentiert der Fondsmanager die Marktbewegungen. In Europa hingegen sanken Firmenverbindlichkeiten, was das Umfeld für Hochzinsanleihen verbesserte.

Leidman investiert nicht nach Indexvorgaben. Anspruch des Managers ist es vielmehr, Geschäftsmodell und Marktumfeld der hinter den selektierten Anleihen stehenden Unternehmen genau zu verstehen und anschließend zu bewerten.

Werttreibende Trends

Der Investmentprozess des Schroder ISF EURO High Yield basiert zudem auf dem Aufspüren werttreibender Investment-Themen. Hierzu zählen starke Wirtschaftstrends, wie etwa der Aufschwung des Internethandels, die Bekämpfung von Deflationsrisiken durch die Europäische Zentralbank und die Bereinigung der Bankbilanzen im Euroraum. Leidman bescheinigt insbesondere spanischen Kreditinstituten erhebliche Restrukturierungsfortschritte.

Der größte Anteil des Fondsportfolios entfällt derzeit auf Unternehmen aus den Sektoren Industrie, Telekommunikation, Dienstleistungen und Finanzen. Das Anlagekapital verteilt sich auf insgesamt 189 Einzelpositionen, was eine breite Streuung gewährleistet. Werden Wertpapiere von Nicht-Euro-Staaten – wie zum Beispiel Großbritannien – erworben, erfolgt eine Währungsabsicherung gegenüber dem Euro.

Anspruchsvolles Ziel

Um ein leistungsstarkes Portfolio zu konstruieren, greift Leidman auf rund 120 hauseigene Analysten und Investment-Spezialisten zurück. Ziel der Manager ist es, den Vergleichsindex für Hochzinsanleihen über einen Marktzyklus hinweg um 1,5 Prozentpunkte pro Jahr zu übertreffen. In den ersten drei Jahren seines Bestehens rangierte der Schroder ISF EURO High Yield kontinuierlich im Spitzenfeld. Der Hochzinsanleihen-Fonds belegte Jahr für Jahr einen Platz im ersten Quartil seiner Vergleichsgruppe.

Leidman ist überzeugt, dass sich Hochzinsanleihen bei einem möglichen allgemeinen Renditeanstieg am Bondmarkt als gutes Diversifikations-Instrument erweisen. „Europäische High-Yield-Papiere korrelieren nur wenig mit Staatsanleihen. Zudem bietet das Hochzinssegment weiterhin attraktive Renditeaufschläge, die teilweise 500 Basispunkte erreichen.“ Einen besonderen Vorzug sieht der Brite in den überschaubaren Restlaufzeiten vieler attraktiver Hochzinsanleihen. Deren Duration belief sich im Schroder ISF EURO High Yield zuletzt auf 4,25 Jahre.


www.schroders.de

Isaac_Chebar_gro.jpg

Den Euro für 50 Cent kaufen

finanzwelt: Welche Vorteile bieten aus Ihrer Sicht derzeit Value-Strategien?
Chebar: Klassische Value-Aktien sind weiterhin attraktiv. Nach vier Jahren Derating – einer Zeit, in der sich Growth-Aktien besser entwickelt haben als Value-Titel – steigt das Interesse an Value-Investments seit September 2012 wieder. Das geht mit steigenden Bewertungen einher. Dennoch glauben wir, dass die Gewinnchancen im Value-Bereich im Laufe des Jahres nach wie vor gut sind und diese Unternehmen von Analysten häufig unterschätzt werden. Wer den wahren Wert eines Unternehmens dank eingehender Analyse erkennt, kann hiervon profitieren.

finanzwelt: In der jüngeren Vergangenheit wurde öfters über ein „Comeback der Value-Titel" gesprochen. Welche Erklärungen haben Sie hierfür? Ist eine klare und eindeutige Unterscheidung der Investmentstile „Value" versus „Growth" überhaupt noch möglich und zeitgemäß?
Chebar: Das sogenannte Comeback von Value-Aktien hat zweierlei Gründe: Nachdem viele Investoren in der jüngeren Vergangenheit verstärkt auf Growth-Titel und das Wachstum in den Schwellenländern gesetzt haben, sind diese Aktien zum einen teuer geworden. Zum anderen hat es infolge von Problemen in den Schwellenländern einen Paradigmenwechsel gegeben – weg von Growth hin zu Value. Dabei ist Value-Investing zurzeit besonders bei den auf das Inland ausgerichteten in Europa notierten Aktien zu finden: seit 2008 haben Restrukturierungs- und Verschlankungsmaßnahmen dazu geführt, dass sich auch geringe Umsatzsteigerungen umgehend positiv auf die Ergebnisse auswirken.

Die Unterscheidung zwischen Growth und Value ist unserer Meinung nach immer noch zeitgemäß und valide, auch wenn Value-Aktien nicht mehr so preiswert sind wie noch Anfang 2013: Die Bewertungsunterschiede zwischen Growth- und Value-Titeln sind mit Blick auf KGV und Dividendenrendite nach wie vor signifikant und eine entsprechende Einordnung folglich möglich.

finanzwelt: Wo sehen Sie als Stock-Picker derzeit gute Investment- /Zukaufsoptionen im deutschen Markt? (Large Caps, Small Caps)?
Chebar: Die in Deutschland notierten Unternehmen sind aktuell vergleichsweise teuer: Bei den DAX-Unternehmen handelt es sich eher um Growth-Aktien und die deutschen Mid Caps waren aufgrund ihrer Exportkapazitäten in letzter Zeit sehr gefragt. Nichtsdestotrotz haben wir zwei deutsche Aktien in unseren Portfolios: Zum einen Deutsche Telekom, weil wir Umstrukturierungen im europäischen Telekommunikationssektor insgesamt und den Verkauf in den USA erwarten. Zum anderen Deutsche Börse – ein Unternehmen, das aus unserer Sicht von den neuen Regulierungen in puncto Transaktionssicherheit und Hinterlegung von Sicherheiten profitieren dürfte.

finanzwelt: Die Markttrends sind heute viel schärfer und kurzzeitiger als früher. Wie reagieren Sie darauf? Haben Sie Modifikationen in Ihrem Entscheidungsprozess eingefügt?
Chebar: Es ist sicher richtig, dass die Trends an den Märkten kürzer werden. Für uns bedeutet das jedoch lediglich, bei den Bewertungen noch wachsamer zu sein. Der Entscheidungsprozess ist gleich geblieben: Wir haben nach wie vor für die Unternehmen, die uns interessieren, eine klare Vision auf drei bis vier Jahre. Hierzu treffen wir 1.500 Unternehmensvertreter pro Jahr, analysieren deren Managementansatz und überprüfen diesen regelmäßig. Zudem halten wir an Titeln, von denen wir zutiefst überzeugt sind, fest und lassen uns nicht von häufig kurzlebigen Trends ablenken.

(Das Interview führte Alexander Heftrich)

Feri: Strukturreformen in Lettland zeigen Wirkung

(fw/ah) Rückblick: Im Zuge der Finanzkrise 2009 brach die dortige Wirtschaftsleistung beinahe um 1/5 ein. Die Folge waren massive Anstiege der öffentlichen Haushaltsdefizite sowie der Staatsverschuldung. Die eingeleitete Sanierungsstrategie geht zwar mit einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit einher, aber die Regierung hält an ihrem Programm fest. Im vergangenen Jahr zeigten sich die ersten positiven Zeichen in der wirtschaftlichen Entwicklung: Das Bruttoinlandsprodukt nahm um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, und das Haushaltsdefizit sank von 9,8 Prozent des BIP im Jahr 2009 auf 3,5 Prozent im Jahr 2011.

Trotz des in diesem Jahr etwas schwächer erwarteten Wachstums rechnet Feri angesichts der Fortführung der eingeleiteten Struktur- und Konsolidierungsmaßnahmen mittelfristig mit einer positiven Entwicklung der lettischen Wirtschaft und Staatsfinanzen.

http://frr.feri.de/de/

Karsten_Junius_Safra_Sarasin.jpg

Einmal der geldpolitischen Versuchung widerstehen

Wenn am Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB) tagt, sind die Erwartungen der Finanzwelt klar: Sie werden auf Hinweise warten, ob und wann die EZB ihr QE-Programm ausweitet. EZB-Präsident Draghi hatte bereits auf der letzten Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass Volumen, Zusammensetzung und Länge des Programms zur Diskussion stehen. In den letzten Wochen haben verschiedenen EZB-Ratsmitglieder dazu Stellung genommen. Der Österreicher Nowotny hat Sympathie signalisiert andere haben sich teilweise kritisch geäussert. So halten Direktoriumsmitglieder Mersch und Coeure die Diskussion für verfrüht. Der Litauer Vasiliaukas sieht gar keine Notwendigkeit für eine weitere Lockerung und in die gleiche Richtung argumentiert die Deutsche Bundesbank. Aber das Thema bleibt auf dem Tisch, wohl auch weil Draghi mehr oder weniger ausgeschlossen hat, dass die derzeit bei -0,2 % liegenden Einlagezinsen nochmals reduziert werden könnten. Eine weitere Zinssenkung würde nun seine Glaubwürdigkeit beschädigen und vermutlich lediglich dazu führen, dass auch andere europäische Notenbanken wie die der Schweiz, von Dänemark und Schweden ihre Zinsen nochmals senkten oder wie im Fall UK erst später erhöhten. Für den Wechselkurs bliebe eine Zinssenkung daher ziemlich wirkungslos. Zu befürchten wäre das aber auch, wenn jetzt eine Ausweitung des QE-Programms beschlossen würde. Die Marktzinsen sind bereits extrem niedrig und stellen nicht den Grund für die schwache Kreditentwicklung dar. Diese wäre auch dann nicht dynamischer, wenn die EZB beschlösse statt 60 Mrd. Euro pro Monat 80 Mrd. Euro an Wertpapieren zu kaufen.

Fiskalpolitik in Deutschland hat noch Spielraum

Konjunkturelle Impulse sollten stattdessen von einer Kombination von expansiver Fiskalpolitik gekoppelt mit Strukturreformen kommen. Deutschland hat auf beiden Gebieten noch viel Potenzial. Reformen würden das mittelfristige Wachstumspotenzial erhöhen und das Vertrauen in eine nachhaltige Wirtschaftspolitik stärken. Sie gehen in der kurzen Frist aber auch häufig mit Belastungen einher, weswegen sie von expansiven fiskalpolitischen Impulsen begleitet werden sollten. Bei einem ausgeglichenen Haushalt besteht dafür ausreichend Potenzial. Und die EZB? Sie muss akzeptieren, dass es extrem schwierig und kostspielig wäre, wenn sie allein versuchte die Konjunktur- und Strukturprobleme Eurolands zu lösen. Statt einer vorschnellen Erhöhung ihrer monatlichen Ankäufe, könnte sie aber im nächsten Jahr beschließen, den Ausstieg aus dem QE-Programm fließender zu gestalten. Denkbar wäre beispielsweise, dass sie nach September 2015 ihre Käufe sukzessive um monatlich 10 oder 5 Mrd. Euro senkt und so das Programm um 5 oder 11 Monate bzw. 150 oder 330 Mrd ausweitet. Welche der beiden Größen sie wählt, kann sie durchaus konjunkturabhängig entscheiden. Eine solche Verlängerung würde die Finanzmärkte schonen. Ob sie aber die Inflationsentwicklung beflügeln, darf auch nach den bisherigen Erfahrungen bezweifelt werden.


Autor: Karsten Junius, Chefvolkswirt, Bank J. Safra Sarasin
Fotolia_54539703_Subscription_XXL.jpg

La dolce vita

(fw/ah) Generali Investments Europe sieht in den südeuropäischen Peripherieländern gute Chancen auf eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung. Die Länder, die unter der Finanzkrise besonders stark zu leiden hatten, bieten im Rahmen des weltweiten konjunkturellen Aufschwungs ein überdurchschnittliches Entwicklungspotenzial. Insbesondere Griechenland, Portugal, Spanien und Italien sind die bevorzugten Investitionsziele des im Januar 2014 aufgelegten und von François Gobron gemanagten GIS European Recovery Equity Fund.

Der GIS European Recovery Equity ist einer der ersten Fonds am Markt, der die Anlageregion der sich erholenden Peripheriestaaten in Europa für Investoren zugänglich macht. Die Investmentstrategie des Fonds beruht auf drei Kernthemen: Der Neubewertung der südeuropäischen Länder („Re-Rating"), der Erholung („Recovery") der dortigen Märkte sowie den Chancen, die sich aus der Restrukturierung („Restructuring") der Unternehmen ergeben, die ihre Aktivitäten auf neues Wachstum ausrichten. Der Fonds ist im Hinblick auf die Marktkapitalisierung seiner Aktienanlagen nicht beschränkt, verfügt aber zurzeit über einen Schwerpunkt im Small- und Mid-Cap-Bereich in seinem konzentrierten Buy-and-Hold-Portfolio.


www.geninvest.de
Brsenwissen.jpg

Wie tickt die Börse

(fw/ah) Die Wenigsten sind sich darüber im Klaren, wie die Börse funktioniert. Das verdeutlichen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die die GfK aktuell im Auftrag des Finanzportals GodmodeTrader.de unter rund 1.000 Deutschen durchgeführt hat. 87 % der Deutschen stufen demnach ihr Börsenwissen als eher schlecht oder schlecht ein. Bei Frauen sind es sogar 92 %.

„Bedenkt man, dass man dem Thema Börse eigentlich täglich begegnet, sei es bei der Zeitungslektüre oder in den TV-Nachrichten, sind diese Zahlen durchaus bedauerlich", kommentiert Robert Abend, Vorstand der BörseGo AG und Betreiber von GodmodeTrader.de, die Ergebnisse. „Oft sind es Berührungsängste, die zu dieser Unwissenheit führen. Doch ist die Börse an sich keineswegs gefährlich. Nur wer gierig ist oder sich allein auf sein Glück verlässt, geht ein hohes Risiko ein."

Quelle Nummer eins für das Börsenwissen der Deutschen sind Tageszeitungen, Zeitschriften, Radio und TV. Die Rolle des World Wide Web ist nicht zu unterschätzen. Über die Hälfte derjenigen, die ihr Börsenwissen als gut oder sehr gut einschätzen, beziehen ihre Informationen aus dem Internet „Hier findet jeder die Informationen, die er entsprechend seines bisherigen Kenntnisstands benötigt, kann unbekannte Begriffe schnell und unkompliziert nachschlagen", so Robert Abend.


www.boerse-go.de

Zeit für ein Comeback

finanzwelt: Silber gilt seit jeher als schwankungsintensives Investment. Im vergangenen Jahrzehnt konnten Investoren sehr attraktive Renditen (auf Euro-Basis) einfahren. In 2014 sehen wir einen Seitwärtstrend, zuletzt rutschte der Silberpreis aber unter die 20 US-Dollar. Ist der kleine Bruder zum Gold derzeit ein attraktives Investment? Erkennen Sie eine Bodenbildung?
Sertkaya: Wir sehen in der Tat kurzfristig betrachtet eine Bodenbildung und gehen von einem kurzfristigen Seitwärtstrend aus. Unabhängig von den jüngsten Kursrückgängen bleiben die langfristigen Perspektiven jedoch für Silber hervorragend. Die EZB hat zuletzt angekündigt, dass sie ihre Bilanzsumme von aktuell 2,04 Billionen Euro auf 2,7 Billionen Euro ausweiten will. Die Geldschwemme könnte langfristig für einen deutlichen Wertverlust des Euro sorgen. Im Gegenzug könnte der Preis von Silber durch die Liquiditätsschwemme steigen. Zumal die weltweiten Lagervorräte aktuell im langfristigen Vergleich sehr niedrig sind. Im Gegensatz zu früher sind die Besitzer von Silber-ETCs derzeit die größten Halter des Edelmetalls. Und sollte es kurzfristig zu einer Eindeckung der Short-Positionen kommen, hätten diese Anleger allen Grund zur Freude.

finanzwelt: Wie stark hängt Silber an der Weltwirtschaft? Was bedeutet eine konjunkturelle Abkühlung für den Silberpreis?
Sertkaya: Silber spielt auf beiden Fronten – sowohl in der Anlagewelt als auch in der Industrie – eine tragende Rolle. Aber im Grunde genommen ist Silber mehr ein Industriemetall als Anlagevehikel. Und somit auch ein Gradmesser für die Weltwirtschaft. Insbesondere in der Elektronik- und Solarindustrie ist das Weißmetall gar nicht mehr wegzudenken. Rund 2/3 der weltweiten Nachfrage kommen allein aus diesen beiden Branchen. Beginnt die Weltwirtschaft zu stocken setzt dies den Silberpreis unter Druck.

finanzwelt: Welchen Einfluss haben die Entwicklungen in wichtigen Abnehmerländern wie China und Indien (Nachfrage nach physischem Silber erreichte im vergangenen Jahr einen Rekordwert)?
Sertkaya: Den höchsten Einfluss überhaupt. Die Finanzindustrie ist selbstverständlich auch ein großer Preistreiber. Doch die Nachfrage aus den Schwellenländern ist nach wie vor groß. Der steigende Wohlstand in der Mittelschicht führt zu einem steigenden Lebensstil und somit auch zur Nachfrage nach Elektronikartikeln. Weil das Silber bei der Herstellung von Elektronikartikeln oder Solarpanels „verbraucht" wird, und damit für künftige Anwendungen nicht mehr zur Verfügung steht, schmelzen die weltweiten Vorräte zusehends dahin. Laut einer Studie des Branchenverbands Silver Institute sind sie zuletzt auf weniger als 1,39 Mrd. Unzen (43.233,83 Tonnen) gesunken und liegen damit in der Nähe des Allzeittiefs. Im Jahr 1900 wären es noch zwölf Billionen Unzen gewesen.

Doch es ist nicht nur die Binnennachfrage in diesen Ländern, die den Preis treibt. Ich empfehle jedem, mal mit offenen Augen durch Deutschlands Elektronikgeschäfte zu gehen und sich dort die Herstellerländer der Artikel anzuschauen. Dort wird nochmals richtig deutlich, dass China die Werkbank der Welt geworden ist.

finanzwelt: In der Vergangenheit sprachen Sie im Interview davon, dass Sie das Augenmerk vor allem auf der Verbreiterung des Produktangebots legen wollen. Wie fällt hierzu Ihr Zwischenfazit im Herbst 2014 aus? Wo möchten Sie sich noch stärker positionieren?
Sertkaya: Wir haben Wort gehalten. Seit 2011 hat sich sehr viel getan bei Ophirum. Wir sind damals gestartet mit dem Anspruch, alles am Markt befindliche besser zu machen bzw. zu erweitern.
Neben der Erweiterung des physischen Angebotes im Edelmetallshop haben wir zahlreiche neue Produkte strukturiert und ins Leben gerufen. Das Edelmetalldepot ist eines davon. Die professionelle Einlagerung in einem Hochsicherheitsdepot zu guten Konditionen und einem kundenfreundlichen, einfachem Handling war unser Anspruch. Mittlerweile ist es eines unserer beliebtesten Services.
Unsere Sparpläne sind die nächste Erfolgsstory. Auch hier trafen wir auf einen intransparenten Markt mit vielen kleinen Akteuren und undurchsichtigen Kostenstrukturen und vielen Hindernissen.
Unser jüngstes Produkt sind die Ophirum ETPs, welche wir gemeinsam mit der renommierten Baader Bank ins Leben gerufen haben. Mit unseren Exchange Traded Products bringen wir zwei Anlegergruppen zusammen und vereinen somit auch das Beste auch aus diesen beiden Welten: Börsianer und Goldkäufer. ETPs verbriefen physische Edelmetalle und liefern bei Gold auch auf Wunsch kostenlos aus. Somit entfällt die lästige Suche nach einer Einlagerung und Versicherung, Anleger kommen in den Genuss von liquiden Börsenkursen und einer Handelsüberwachung.
Für die Zukunft liegt unser Hauptaugenmerk im Ausbau des Vertriebspartnergeschäftes. Hier glauben wir noch signifikant wachsen und auch Vertriebspartnern sehr interessante Produkte anbieten zu können. In diesem Bereich wird sich in naher Zukunft auch einiges tun.

(Das Interview führte Alexander Heftrich)
CACEIS_OLIS_Mobile.jpg

CACEIS baut sein Online-Angebot mit OLIS Mobile aus

(fw) OLIS Mobile ist schnell und einfach zu bedienen und gestattet dem Benutzer die eigenständige Steuerung seiner Portfolios. Über das sogenannte „Dashboard“ hat der Fondsverwalter den Überblick über seine täglichen Aufgaben, sortiert nach Prioritäten. Im Handumdrehen kann er Nettoinventarwerte bestätigen oder direkt Kontakt zu den Bewertungsteams aufnehmen. In Kürze wird die App auch über weitere Funktionen verfügen, einschließlich der Echtzeitdaten von Zu- oder Abflüssen des Fonds.

Mit OLIS Mobile ist eine wesentliche Verbesserung des digitalen Service-Angebots von CACEIS. Es ist vollständig integriert in das kürzlich eingeführte Online-Portal OLIS, das Kunden – beispielsweise Investmentgesellschaften, institutionellen Investoren und Banken – eine Echtzeitansicht ihrer Transaktionen sowie der dazu gehörenden Reportings zur Verfügung stellt.

Arnaud Misset, Leiter der Product und Solutions- Abteilung der CACEIS-Gruppe erläutert: „Entsprechend der gestiegenen Nutzung von mobilen Endgeräten bei unseren Kunden haben wir neue digitale Anwendungen entwickelt, um die Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben zu erleichtern. Mit Hilfe von OLIS Mobile können Fondsverwalter ab sofort von jedem beliebigen Ort aus ihre Nettoinventarwerte bestätigen. Schon bald werden alle unsere Kunden ihre regelmäßigen anfallenden Aufgaben über das mobile Endgeräte ausführen können. Bei CACEIS verstehen wir Innovation als einen zentralen Bestandteil der Pflege unserer Kundenbeziehungen.“

Mehr über CACEIS
Die zur Crédit Agricole gehörende Bankengruppe CACEIS bietet Asset Servicing für institutionelle Kunden und Geschäftskunden an. In Vertretungen in ganz Europa, Nordamerika und Asien offeriert CACEIS ein umfangreiches Angebot von Produkten und Leistungen, wie etwa Trade Execution, Clearing, Verwahrstellen- und Custody-Services, Fondsadministration, Middle-Office Outsourcing, Devisen-Services, Wertpapierleihe, Fonds-Distributions-Support sowie Emittenten-Services. Mit €2,4 Billionen Assets under Custody und €1,4 Billionen Assets under Administration ist CACEIS einer der Weltmarktführer im Bereich Asset Servicing, zweitgrößte Verwahrstelle sowie der führende Fondsadministrator für europäische Fonds (Zahlen per 31. Dezember 2014).

Deutschland.jpg

Source For Alpha präsentiert neuen Deutschland-Aktienfonds

(fw/ah) Die Portfoliomanager investieren anhand eines selbst entwickelten Modells in deutsche Standard- und Nebenwerte und streben eine nachhaltige Überrendite gegenüber dem DAX Per-formanceindex an. Dabei nutzen sie – wie bei allen Anlagestrategien von Source For Alpha – einen regelgebundenen, wissenschaftlichen Investmentansatz, der auf Erkenntnissen der empirischen Kapitalmarktforschung basiert.

Das Anlageuniversum des S4A Pure Equity Germany umfasst alle liquiden deutschen Aktien mit mindestens 100 Millionen Euro Marktkapitalisierung, sprich etwa 180 Werte. Aus diesen stellen die Fondsmanager ein Portfolio von rund 60 Aktien zusammen,, die sie einmal pro Jahr gleich gewichten. Bei der Auswahl der Einzelwerte stützen sie sich auf ein selbst entwickeltes Modell. Dieses berücksichtigt zum einen Faktoren wie die Bewertung, Profitabilität und das Insolvenzrisiko von Unternehmen. Zum anderen fließen Ereignisse wie Akquisitionen, Übernahmen und Kapitalerhöhungen ein. Anhand dieser Kriterien filtert das Modell unattraktive Aktien heraus. Die Portfoliomanager überprüfen die Ergebnisse fortlaufend auf Plausibilität und nehmen die chancenreichsten Aktien in das Fondsportfolio auf.

„Im Wesentlichen ähnelt die Strategie dem Ansatz unseres US-Aktienfonds S4A US Long UI
und unseres Europa-Aktienfonds S4A EU Pure Equity", sagt Dr. Christian Funke, Vorstand von Source For Alpha und zuständig für das Portfoliomanagement. „Die erfolgreiche Strategie dieser Fonds lässt sich sehr gut auf den deutschen Markt übertragen."

„Der Investmentansatz des S4A Pure Equity Germany basiert konsequent auf den Ergebnissen renommierter Wissenschaftler und Forschungsarbeiten des Source For Alpha-Teams, die ihr Outperformance-Potenzial in der Praxis bewiesen haben", sagt der wissenschaftliche Beirat von Source For Alpha und Vorsitzende des Anlageausschusses, Prof. Dr. Lutz Johanning von der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar. „Die Portfoliomanager setzen die Strategien stets unter Beachtung eines Best-Execution-Ansatzes um."



www.source-for-alpha.de
2,220FansGefällt mir