BNP Paribas startet mit eigenem Widget

(fw) Die Investment- und Analyseplattform erlaubt den Nutzern, Marktdaten in Form von Mini-Programmen, den so genannten Widgets, auszuwählen und individuell auf ihrer Arbeitsoberfläche zusammenzustellen. Das Produktsuche-Widget der BNP Paribas bietet den Nutzern nun auch den persönlichen Marktüberblick. Mit nur drei Klicks lassen sich Hebelprodukte des Emittenten finden. Dazu verknüpft der Nutzer es beispielsweise mit einer Kursliste und erhält unmittelbar passende BNP-Produkte. Weitere Widgets für die BNP Paribas und andere Partner sind bereits in Arbeit. „Als banken- und verlagsunabhängiger Anbieter von Finanzinformationen legen wir bei dieser und allen anderen Kooperationen höchsten Wert auf Transparenz und die Vorteile für den User", erklärt Robert Abend, Vorstand der BörseGo AG. „Die Partner-Widgets sind mit dem Logo des Partners versehen, homogen in die Guidants-Desktops integrier¬bar und bieten genauso großen Mehrwert wie unsere eigenen Widgets."

www.guidants.com

Generika verhindern Kostenexplosion

(fw) Davon profitieren wiederum japanische Aktiengesellschaften aus diesem Bereich. Die Lacuna AG bietet mit dem Lacuna – Adamant Asia Pacific Health einen speziell auf den asiatisch-pazifischen Gesundheitsmarkt ausgerichteten Aktienfonds an, welcher stark auf den Generika-Trend setzt.

Viele Industrieländer sind derzeit mit dem Problem einer stark alternden Bevölkerung konfrontiert, welches wiederum zu einer steigenden Belastung des Gesundheitswesens führt. Besonders Japan steht aufgrund der sehr hohen Lebenserwartung seiner Bewohner vor enormen Herausforderungen. Einsparungen sind jedoch durch einen verstärkten Einsatz von Generika möglich. Diese haben derzeit unter den verschreibungspflichtigen Medikamenten lediglich einen Marktanteil von rund 30 %, während in westlichen Industrieländern ein Anteil von über 60 % die Regel ist. „Der japanische Generikamarkt verzeichnet zwar schon seit Jahren ein starkes Wachstum. Dennoch kann man im internationalen Vergleich feststellen, dass dieser sich in seiner Entwicklung beispielsweise noch etwa 15 bis 20 Jahre hinter dem US-amerikanischen Markt befindet“, erklärt Ingo Grabowsky, Vertriebsdirektor und Prokurist der Lacuna AG. „Wir gehen davon aus, dass sich das Marktvolumen von Generika in Japan innerhalb der nächsten Jahre verdoppeln wird und setzen deshalb auch verstärkt auf Anlagen in diesem Bereich“, so Grabowsky weiter. Auch die japanische Politik unterstützt den Trend, indem sie derzeit Zuzahlungen, welche Patienten beim Kauf von Originalmedikamenten leisten müssen, systematisch erhöht.

Generika als defensives Wachstumsinvestment

Von der Entwicklung am japanischen Gesundheitsmarkt profitieren insbesondere lokale Generika-Produzenten, daher sind diese Aktiengesellschaften auch für Anleger zu interessanten Investmentobjekten geworden. Die Lacuna AG vertreibt hier den derzeit einzigen auf den asiatisch-pazifischen Gesundheitsmarkt ausgerichteten Aktienfonds: „Sowohl die Vorgaben der japanischen Gesundheitspolitik als auch die aktuelle Gesellschaftsstruktur machen den japanischen Gesundheitsmarkt zu einem soliden Anlagefeld mit exzellenten Wachstumschancen“, erläutert Grabowsky, „man sollte jedoch bei der Anlage auf die Bewertung der Firmen achten, weshalb detailliertes Fundamentalresearch, wie wir es bei unseren Fonds betreiben, unerlässlich ist“. Die Lacuna ist seit mehr als 15 Jahren mit Investmentfonds, die in Aktien der weltweit wachsenden Gesundheitsbranche investieren, am Markt. Die langjährige Erfahrung des Fondmanagements, sowie die vielversprechenden politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen machen den Lacuna – Adamant Asia Pacific Health zu einem attraktiven Anlageobjekt mit nachhaltigem Potenzial.


www.lacuna.de
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AllianzGI setzt auf Infrastrukturinvestments

(fw/ah) Damit reagiere das Haus auf das wachsende Kundeninteresse an Anlageformen, die stabile Cash-Flows mit attraktiven und unkorrelierten risiko-adjustierten Erträgen erwirtschaften. anmerkt. Das Team soll sich insbesondere mit Investitionen in Erneuerbaren Energien befassen. Das Team wird von Armin Sandhövel geleitet, der seit mehr als fünf Jahren CEO von Allianz Climate Solutions (ACS) ist. Zukünftig wird er als Chief Investment Officer (CIO) Renewable Energies / Infrastructure Equity in Erscheinung treten.

www.allianzglobalinvestors.de

Investment-Motor für fondsgebundene Vorsorgeprodukte

Norbert Neunhoeffer, Geschäftsführer der AssetStandard GmbH, über die aktuelle Situation am Markt.

Fast jede Versicherungsgesellschaft bietet mittlerweile in ihrem Fondsuniversum vermögensverwaltende Fonds (VV-Fonds) an – und das aus gutem Grund: VV-Fonds eignen sich ideal für fondsgebundene Versicherungen. Denn es macht im aktuellen Niedrigzinsumfeld Sinn, kapitalmarktorientiert anzulegen, jedoch muss sich auch jemand um die Anlage kümmern. Anders als beispielsweise bei Aktienfonds, kauft man sich bei vermögensverwaltenden Fonds das professionelle Management, das sich ständig um die Aufteilung der verschiedenen Anlageklassen kümmert, gleich mit ein. Auch Feri EuroRating Services hat in einer Studie festgestellt, dass die Zahl von vermögensverwaltenden Fonds beziehungsweise Multi Asset Fonds im Angebot fondsgebundener Versicherungsprodukte stetig zunimmt. Der Anteil der Versicherungsgesellschaften, die Multi Asset- bzw. VV-Fonds einsetzen, hat sich von 57 % im Jahr 2010 auf nun 95 % drastisch erhöht. Diese Entwicklung ist umso wichtiger, wenn man sich die Entwicklung im Geschäft der Lebensversicherer verdeutlicht.

Begräbnis der klassischen Garantietarife.

Die Lebensversicherer verabschieden sich aktuell auf breiter Front von den klassischen Produkten mit garantierten Zinsen. Manche stellen das Geschäft mit klassischen Tarifen komplett ein, andere übertragen die Bestände auf Konsolidierungsplattformen oder stellen die Tarife nur noch auf Anfrage bereit. So geht beispielweise ein Branchenleader davon aus, dass in zwei Jahren der Anteil der klassischen Lebensversicherung im Neugeschäft unter 10 % liegen wird und bei anhaltend niedrigen Zinsen es in fünf bis zehn Jahren so gut wie keine Lebensversicherung mit Garantiezins mehr geben wird. Die Gründe dafür sind vielschichtig, lassen sich aber durchaus auf einen gemeinsamen Nenner bringen: Die Niedrigzinsphase macht die Produkte für Kunden unattraktiv, die Versicherer müssen im Zuge von Solvency II die Zinsgarantien der klassischen Verträge mit noch mehr hinterlegtem Kapital ausfallsicherer gestalten und viele Vermittler werden mit massiven Veränderungen der Vergütungssystematiken konfrontiert. Dadurch brennt es heute an allen Ecken und Enden der klassischen Wertschöpfungskette.

Ohne Risiko keine Erträge mehr.

Insbesondere die niedrige Verzinsung führt zu der unattraktiven Situation, dass viele Neukunden über die Laufzeit gerade einmal die gezahlten Beiträge erhalten würden. Berechnungen von MORGEN & MORGEN zufolge müssen Neukunden einer klassischen Rentenpolice mit einem monatlichen Ansparbeitrag von 100 Euro ca. 23 Jahre sparen, um bei einem Garantiezins von 1,25 % auf den Sparbeitrag (gezahlter Beitrag abzgl. Kosten) wenigstens die gezahlten Beiträge zu erhalten. Vor 15 Jahren befand sich der Garantiezins noch bei 4,0 %, welcher bereits nach 12 Jahren einen Beitragserhalt garantierte. Für den langfristigen Aufbau der Altersvorsorge ist es daher nicht mehr sinnvoll, auf rein klassische Produkte zu setzen. Nahezu die gesamte Branche geht davon aus, dass sich der Trend zu rendite- und damit kapitalmarktorientierten Produkten mit alternativen Garantien oder auch ohne Garantiekomponente weiter fortsetzt. Daraus resultierend rückt das Thema Fondspolice ins Rampenlicht. Im Unterschied zu klassischen Versicherungen wird bei fondsgebundenen Varianten das eingezahlte Geld in Investmentfonds angelegt. Der große Vorteil der Fondspolice: Der Kunde profitiert nach wie vor vom Versicherungsschutz und dem Recht auf eine lebenslange Rente, gleichzeitig kann er aber an den Wertentwicklungen der Kapitalmärkte partizipieren und wird zudem, gegenüber einer Direktanlage in Investmentfonds, teilweise steuerlich bevorzugt. Versicherer und Fondshäuser haben das längst erkannt und arbeiten intensiv an Konzepten, um die Sicherheits- und Ertragsorientierung zu kombinieren.

Kapitalmarktorientierung ja, aber mit klarem Auftrag.

Logische Konsequenz ist laut Feri-Studie die Häufung von Multi Asset- bzw. vermögensverwaltenden Fonds im Angebotsspektrum der Fondspolicenanbieter. Denn nicht nur reine Investmentvermittler, sondern insbesondere auch die Versicherungsmakler können den Spagat zwischen Vermögensmanagement und Kundenbetreuung aufgrund immer höherer protokollarischer und haftungsrechtlicher Anforderungen nur noch schwer bewältigen. Gefragt sind vermögensverwaltende Produkte, die sowohl Beratern als auch Kunden einen Mehrwert liefern. Die Statistiken des BVI belegen diese Entwicklung eindrucksvoll. Von 32,4 Mrd. Euro, die 2014 netto in Publikumsfonds geflossen sind, entfallen 22,7 Mrd. Euro auf Mischfonds. Fonds mit vermögensverwaltendem Charakter nehmen einen immer größeren Stellenwert ein und betragen mittlerweile 26 % des Gesamtvolumens aller Publikumsfonds. Vor 15 Jahren waren es lediglich 5 %. Das ist ein klares Votum der Marktteilnehmer hinsichtlich der Delegation des Vermögensmanagements in professionelle Hände. Immer weniger Berater und Kunden wollen komplexe Vermögensstrukturen erstellen und überwachen, sondern verlassen sich dabei auf die Expertise namhafter Vermögensverwalter. VV-Fonds investieren in mehrere Anlageklassen und können diese, um flexibel auf Marktsituationen zu reagieren, über- oder untergewichten. Man entscheidet sich einmalig für einen risikoadjustierten und den eigenen Bedürfnissen angepassten vermögensverwaltenden Fonds und muss sich nicht ständig mit Kauf- und Verkaufsempfehlungen respektive dem Austausch der Fonds innerhalb seiner Police, infolge von Marktveränderungen, auseinandersetzen. Aber auch bei diesen Produkten gilt: „Chance und Risiko sind die beiden Seiten einer Medaille“.

Der vermögensverwaltende und daher in erster Linie verlustbegrenzende Charakter führt dazu, dass VV-Fonds den Referenzindizes in starken Aufwärtsphasen nicht vollständig folgen. Die meisten Fonds generieren ihre Outperformance mehrheitlich durch Verlustbegrenzung in Abwärtsphasen und weniger durch überdurchschnittliche Kursgewinne in steigenden Märkten. Das Gesamtpaket aus delegierter Anlageklassenverteilung (Asset Allocation), Verlustbegrenzung und Haftungsminimierung kompensiert diesen Umstand jedoch durch den Einsatz vermögensverwaltender Produkte im Rahmen einer Fondspolice auf jeden Fall.

Mischfonds

Daten in % / Quelle: BVI-Statistik, MMD Multi Manager GmbH


Mischen possible.

Trotz integriertem Vermögensmanagement bei VV-Fonds gilt auch im Rahmen von Fondspolicen die Maxime: „Lege nicht alle Eier in einen Korb“! Denn niemand kann vorhersehen, wann Extremszenarien an den Finanzmärkten auftreten, und es wird keinen Manager bzw. Fonds geben, der in zehn von zehn Jahren richtig liegt. Es müssen vielmehr die gefunden werden, die in sieben oder acht von zehn Jahren richtig liegen und in Abhängigkeit der unterschiedlichen Stile ihre Outperformance zu unterschiedlichen Zeitpunkten realisieren. Aus diesem Grund ist es zielführend, die langfristig guten VV-Fonds zu finden und in einer Fondspolice zu kombinieren. Die so geschaffene maximale Streuung des Kapitals über Anlageklassen („Assets“), Assetmanager („Köpfe“) und Anlagestrategien („Stile“) hinweg reduziert nicht nur Extremrisiken, sondern führt auch insgesamt mit geringer Schwankungsbreite zu einer stabilen Performance. Der Kunde erhält durch die Kombination von VV-Fonds in der Police eine professionelle und kapitalmarktorientierte Vermögensanlage mit dem Anspruch, unabhängig von den verschiedenen Situationen am Kapitalmarkt, richtig positioniert zu sein.


Interview

Rolf KleinWealth Management mit Lebensversicherungen

Moderne Lebens- und Rentenversicherungen bieten heutzutage ideale Voraussetzungen für eine individuelle, finanzielle Lebensplanung und -sicherung, betont Rolf Klein, Geschäftsführer der NKB Neutralis Kapitalberatung GmbH. Zudem resultiert daraus für Klein im Zusammenhang mit dem Einsatz vermögensverwaltender Konzepte, wie z. B. Fonds-Vermögensverwaltungen, eine echte Wealth Management Lösung für Versicherungsmakler.

Rolf Klein, Geschäftsführer der NKB Neutralis Kapitalberatung GmbH, ist seit 1981 als Finanzberater tätig und Autor diverser Fachbücher. Seit 1998 entwickelt er innovative Finanzkonzepte. Neben Erfahrungen im Dachfondsmanagement ist er Portfoliomanager und zertifizierter €uropean Financial Planner €FP®. Seit 2012 entwickelt er die Private Wealth Police.

» Versicherung und Vermögensmanagement wachsen zusammen – sehen Sie das auch so?

Klein: Ja, denn Privatanleger verlangen längst mehr als überdurchschnittliche Renditeperspektiven, Transparenz und diversifizierende Investmentstrategien. Heute kommt es vermögenden Kunden auch auf eine enge persönliche Beteiligung an der Strukturierung des individuellen Anlageportfolios, eine kostenrationale Gebührengestaltung, ein Maximum an Nachvollziehbarkeit und fachlich umfassend versierte Berater an. Die gewachsenen Erwartungen an das Vermögensmanagement sind einerseits eine Folge der Erfahrungen aus der überwundenen Finanz- und Wirtschaftskrise, andererseits aber auch eine Konsequenz der erweiterten Möglichkeiten für Kunden, die Leistungen und Konditionen von Geldanlagen online vergleichen zu können. Nur wer sämtliche Vorteile des Vermögensmanagements mit denen einer Versicherungslösung vereint, wird dauerhaft Mehrwerte für seine Kunden generieren.

» Wie muss man sich eine solche Lösung konkret vorstellen?

Klein: Die Private Wealth Police (PWP) der Neutralis Kapitalberatung beispielsweise kombiniert flexible Möglichkeiten des Vermögensmanagements mit den spezifischen Vorteilen des Finanzplatzes Liechtenstein. Versicherungsträger ist die Vienna-Life AG aus Liechtenstein, eine Tochtergesellschaft der Vienna Insurance Group (VIG) aus Österreich. Durch den Whole-Life Charakter kann gezielt das Nachlassmanagement realisiert werden. Alles ohne Whole-Life-Tarif ist suboptimal, denn mit dem Ablauf bzw. Ende eines Lebensversicherungsvertrages endet jegliche Planung. Ein Whole-Life-Tarif endet erst mit dem Tod der versicherten Person bzw., bei mehreren versicherten Personen (Generationenpolice), mit dem Tod der letztversterbenden versicherten Person. So kann gezielt der Nachlass über die Bezugsrechte und Vorversterbensfallregelungen für die Erben gemanagt werden. Trotzdem haben diese jederzeit ein Recht, über das Guthaben ganz oder teilweise zu verfügen. Ein immenser Vorteil ist zudem, dass mit dem Ableben der versicherten Person eine Todesfallleistung fällig wird. Eine Todesfallleistung ist grundsätzlich einkommens- und somit abgeltungssteuerfrei. Das heißt im Klartext, dass in letzter Konsequenz alle Kursgewinne, alle Zinsen und alle Dividenden zur einkommenssteuerfreien Auszahlung kommen, die während der Versicherungszeit sowieso steuerfrei sind. Hier zeigt sich der Gegensatz zu einem Versicherungsvertrag, der z. B. zum 85. Lebensjahr endet und dessen Zugewinne versteuert werden müssen.

» Und wo liegen die Vorteile im Bereich Vermögensmanagement?

Klein: Einer der entscheidenden Vorteile ist vor allem die zeitgemäße Vielfalt der Investmentmöglichkeiten, die dem Kunden ein Maximum an individueller Gestaltungsfreiheit für sein Portfolio einräumt. Konkret können die Privatanleger aus einem Fondsuniversum von rund 7.000 Fondsprodukten auswählen. Das persönliche Portfolio kann daher exakt an die Präferenzen, Anlageziele sowie die gewünschten Risikoklassen des Kunden angepasst werden. Insbesondere können über den Multi-Invest-Ansatz auch mehrere einzelne Fondsdepots mit jeweils eigenen Chancen-/Sicherheitsprofilen parallel geführt werden. So sind sogar Fonds-Vermögensverwaltungen sowie Einzelfondsdepots parallel möglich. Umstrukturierungen der Investmentstrategien sind dabei stets kosten- und steuerneutral möglich. Einzahlungen in einzelne Teildepots können flexibel vorgenommen werden und die Möglichkeit nachträglicher Zuzahlungen in variabler Höhe sowie Entnahmen sind für den Anleger ohne besondere Beschränkungen und Stornokosten realisierbar.

» Ist die Private Wealth Police damit die perfekte Kombination aus den maximalen Möglichkeiten der Lebensversicherungswelt, gepaart mit vermögensverwaltenden Fondsinhalten?

Klein: Zumindest liefert ein solches Konzept Antworten und auch Möglichkeiten, beispielsweise zu aktuellen Entwicklungen im Lebensversicherungsmarkt. Die Intention der Private Wealth Police ist es, für Privatkunden in Zusammenarbeit mit professionellen Partnern im Vermögens-, Finanz- und Nachlassmanagement individuelle und persönliche Lösungen für den Schutz und den Erhalt des Vermögens zu entwickeln. Kernelement ist ein effizienter Rahmen, der das Vermögen vor hoher steuerlicher Belastung schützt und die Weitergabe des Vermögens an die nächste(n) Generation(en) gezielt ermöglicht. Dem Faktor Anlage- und Kapitalsicherheit trägt die Private Wealth Police zudem gleich in dreifacher Weise Rechnung: Erstens durch die umfangreichen Möglichkeiten der Diversifikation über verschiedenste Fondslösungen, zweitens durch die Struktur des Produkts als integrierte Versicherungslösung, die Finanz-, Vermögens- und Nachlassmanagement in einem Produkt kombiniert, sowie drittens wegen der strikten Regelungen des Liechtensteiner Versicherungsaufsichtsgesetzes.

Norbert Neunhoeffer, Geschäftsführer AssetStandard GmbH


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BRICS wollen eigene Entwicklungsbank

(fw/ah) Die genannten fünf Schwellenländer gewinnen, zumindest mittel- bis langfristig, immer mehr an Bedeutung im internationalen Wirtschaftskreislauf. Die Pläne zur Gründung einer Entwicklungsbank sind keineswegs neu. Schon im vergangenen Jahr kamen entsprechende Vorstöße.

Hintergrund ist, dass im Frühjahr 2013 die Abkehr der US-Zentralbank von ihrer extrem lockeren Geldpolitik einen zum Teil massiven Kapitalabfluss aus den Schwellenländern auslöste. Die Währungen dieser Länder gerieten unter starken Druck. Mit einer eigenen Entwicklungsbank möchte man nun unabhängiger werden. Jedes BRICS-Land soll aus seinem Haushalt über die nächsten sieben Jahre 2 Milliarden US-Dollar als Kapital in die Bank einzahlen. Mit einem „eigenen" IWF soll zudem jenem Land geholfen werden, das künftig unter Kapitalflucht leidet.

Kritiker werfen ein, dass die BRICS keine homogene Gruppe sind, zu viele interne Probleme könnten dem Vorhaben, in Zukunft unabhängiger von den Industriestaaten zu werden, im Wege stehen.

Globaler Credit-Anleihen Fonds von Schroders

Schroders bringt einen neuen, uneingeschränkten Fonds auf den Markt. Mit diesem sollen für die Anleger konsistente und attraktive Erträge erwirtschaftet werden. Schroders wird mit dem neuen Schroders ISFGlobal Credit Income aktiv und flexibel in alle...

Region Heilbronn – die Wiege des Bausparens

2015-11-24 (fw/db) „Werke, nicht Worte – Taten, nicht Tinte“, das war einer der Leitsprüche des Journalisten, Drogisten und Banker Georg Kropp, dem er zeit seines Lebens folgte. Sein wichtigstes Werk, das zugleich die Umsetzung einer eigenen Idee war, lebt bis heute weiter und zählt eine in die Millionen gehende Anhängerschaft: das Bausparen.

Am 1. Dezember 2015 jährt sich der Geburtstag des Bausparerfinders und Gründers der Wüstenrot Bausparkasse zum 150. Mal. Damit ist Wüstenrot die älteste Bausparkasse ihrer Art. Mit einem Festakt in Ludwigsburg ehrt sie Georg Kropp als Pionier des Bausparens, dessen Name in einer Reihe steht mit den Sozialreformern und Gründern der Genossenschafts- und Volksbanken Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch. Die Bausparkasse der Genossenschaftsbanken, die Bausparkasse Schwäbisch Hall, hat ihre Firmenzentrale in der Region Heilbronn fest verwurzelt, im Gegensatz zur Zentrale von Wüstenrot.

Gemeinhin ist das Bausparen eine baden-württembergische Erfindung. Der Gründer der ersten deutschen Bausparkasse, Georg Kropp, stammte allerding aus Pommern. 1865 erblickte er in Swinemünde, am östlichen Zipfel der Insel Usedom gelegen, das Licht der Welt.

Bausparen wurde in der Region Heilbronn erfunden

Doch Georg Kropp legte nicht nur die Grundlagen für sein Modell gemeinschaftlichen Zwecksparens in der Region Heilbronn-Franken, genauer in Wüstenrot, einer Ortschaft im Landkreis Heilbronn. Sondern er setzte die Idee ab 1921 aus dem Herzen der Region Heilbronn-Franken in die Tat um.

Heute ist das Bausparen ein bedeutender Faktor der Wohnungsversorgung, der Eigentumsbildung und der persönlichen Altersvorsorge.

„Bausparen hat Zukunft. Sein Ziel ist unverändert modern. Das Geschäftsmodell ist flexibel und damit auch an grundlegend veränderte Umstände anpassungsfähig. Die aktuellen Bausparkonditionen sind konkurrenzfähig. Und weil die Phase extrem niedriger Zinsen irgendwann endet, gewinnt gerade die Funktion des Bausparvertrags als Zinssicherungsinstrument noch sichtbarer an Bedeutung“, sagt Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse AG.

Bauspar-Kultur weitet sich aus

26 Millionen Bausparer gibt es heute in Deutschland. Mehr als drei Millionen Bausparverträge werden Jahr für Jahr neu abgeschlossen, 30 Milliarden Euro Spargelder pro Jahr darauf eingezahlt. Schon diese wenigen Zahlen zeigen, dass das Bausparen in Deutschland fest verankert ist.

Das gilt auch für die Wüstenrot Bausparkasse. Sie genießt einen hohen Bekanntheitsgrad. 95 Prozent der Kunden sind mit ihr zufrieden, sehr zufrieden oder vollkommen zufrieden. Und sie ist erfolgreich – gemessen am Neugeschäft ist sie die Nummer zwei unter den privaten Bausparkassen.

Drogist, Journalist und Banker

Kropp hatte bis zur Gründung der „Gemeinschaft der Freunde“ 1921 bereits einen bewegten Lebens- und Berufsweg hinter sich gebracht. Schon früh war er mit seinem Vater, einem Segelschiffkapitän, auf Ost- und Nordsee unterwegs. Später begann er in der Drogerie, die sein Vater zwischenzeitlich eröffnet hatte, nach einer Ausbildung zum Drogisten absolvierte der Sohn anschließend mit großem Erfolg die Drogisten-Akademie in Braunschweig. Als Dreißigjähriger gründete er in der Baden-Metropole Mannheim eine eigene Drogerie mit angeschlossener kleiner pharmazeutischer Produktion. Aufgrund fehlenden Kapitals war er jedoch bald zur Aufgabe dieser Geschäfte gezwungen und übernahm für einen Verlag die Aufgabe, Reklameschriften für Apotheken und Drogerien herauszugeben.

Damit hatte er die Weichen für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg gestellt. Schon bald übernahm er zum Beispiel die Redaktion einer Fachzeitschrift. Ab 1918 erschien in einem Verlag in Heilbronn „Georg Kropps neuer allgemeiner Volkskalender – Der Michel“, den er auch als Sprachrohr der Gedanken und Überzeugungen nutzte, die ihn immer stärker bewegten. Darin finden sich zum Beispiel erste deutliche Hinweise auf sein späteres Lebenswerk, seinen großen Plan, eine „Gemeinschaft der Freunde“ zu gründen, die den Menschen helfen sollte, zu Eigentum an Haus und Boden zu kommen.

Ende 1919 übersiedelte er in das romantisch gelegene Dorf Wüstenrot bei Heilbronn, wo er ein kleines Häuschen gekauft hatte. 1989 wurde in Wüstenrot Deutschlands erstes und bisher einziges Bausparmuseum eingerichtet.

„Aus diesem kleinen Haus verbreitete sich die geniale Idee des Bausparens in ganz Deutschland und Österreich, eine Idee, die ähnlich wie die elektronischen Medien unsere Lebenswelt grundlegend verändert hat“, sagt Christoph Seeger, Leiter des Museums.

Der Kerngedanke: Bauinteressenten schließen sich zusammen, sparen für ein eigenes Haus in einen gemeinsamen Topf, aus dem sie später ein zinsgünstiges Darlehen erhalten, und kommen dadurch früher zum Ziel. Parallelen zur Idee der Genossenschaft waren also durchaus gegeben.

Gründung der Gemeinschaft der Freunde

Kropp blieb mit seiner Idee nicht allein. Er überzeugte Freunde von der Tragfähigkeit seiner Vorstellungen. Zu ihnen zählten unter anderem die württembergische Landtagsabgeordnete Mathilde Planck und der Leiter der Stuttgarter Postkrankenkasse Robert Ankele.

Am 10. Mai 1921 beschlossen sie im Evangelischen Hospiz Herzog Christoph in Stuttgart die Gründung des Vereins „Gemeinschaft der Freunde“, aus dem die spätere Bausparkasse „GdF Wüstenrot“ hervorging.

Ein reichliches Jahr nach Gründung der GdF bewog die heraufziehende Hyperinflation Georg Kropp, die bereits eingegangenen Spargelder an die Einzahler zurückzugeben; sie wären bald kaum noch etwas wert gewesen. Nach überstandener Inflation erfolgte 1924 ein Neustart mit modifiziertem Konzept als Deutschlands erste Bausparkasse. Am 7. April jenes Jahres trat der erste Bausparer der GdF bei. Es war der Heidenheimer Bahnhofsvorsteher Johannes Rau. Sein Vertrag lautete über 12.000 Goldmark.

Wenngleich der Anfang mühevoll und von vielen Anfeindungen von außen begleitet war, nicht zuletzt von der etablierten Kreditwirtschaft, fiel die Idee des gemeinschaftlichen Zwecksparens doch auf fruchtbaren Boden. Schon im ersten Jahr schlossen nahezu 1.000 Bausparer Verträge bei der „Gemeinschaft der Freunde“ ab. Die erste Baugeldzuteilung im November 1924 – der Heidenheimer Postautofahrer Josef Kümmel erhielt 10.000 Mark – gab dem Bausparen weiteren Auftrieb.

Auslagerung aus der Region Heilbronn gegen den Gründerwillen

Georg Kropp reiste zu jener Zeit im Lande herum, um in Reden und Vorträgen für das Bausparen zu werben. Fast 10.000 neue Bausparer stießen 1925 zur Bausparkasse der „Gemeinschaft der Freunde“. Ebenso rasch stieg die Zahl der Beschäftigten: Waren es Ende 1924 noch sechs, stieg die Zahl 1925 schon auf 45 und bis Ende 1928 auf 230. Als Folge davon wurde es in Wüstenrot, das nur etwa 500 Einwohner zählte, schnell zu eng, vor allem hinsichtlich der Wohnmöglichkeiten für die Beschäftigten. Hinzu kamen Mängel wie die damals noch schlechte Verkehrs- und Postanbindung der Ortschaft Wüstenrot. Geschäftsführung und Aufsichtsrat der mittlerweile in eine gemeinnützige GmbH umgewandelten Bausparkasse beschlossen daher im August 1928, Wüstenrot zu verlassen.

1930 verlegte die Gemeinschaft der Freunde ihren Sitz nach Ludwigsburg – allerdings gegen den ausdrücklichen Willen Kropps, so dass er von allen Ämtern zurück trat und es zum Bruch zwischen ihm und den Funktionären der GdF kam.

Vorstand und Aufsichtsrat schienen jedoch überzeugt, durch den Umzug die Voraussetzung für die Sicherung und für den weiteren Ausbau des Kropp’schen Werks zu schaffen und damit letztlich im Sinne Kropps zu handeln. Der Bruch war da, aber bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Bausparkasse im Jahr 1934 war Georg Kropp als Ehrengast zumindest anwesend. Die Festredner würdigten in ihren Worten seine Verdienste um das deutsche Bausparwesen, dem sich zu dem Zeitpunkt bereits 325.000 Menschen als Bausparkassenkunden verbunden fühlten.

Erfolge nach der Währungsreform

Der eigentliche große Durchbruch des Bausparens ließ allerdings noch etwas auf sich warten. Der Startschuss fiel im Juni 1948 mit der Währungsreform. Schon 1949/50 lagen die Abschlusszahlen des Neugeschäfts und die Spargeldeingänge bei den Bausparkassen um ein Vielfaches über denen der Vorkriegszeit. Die Bilanzsumme aller Bausparkassen stieg ab Ende 1949 innerhalb von 15 Jahren um fast 7.000 Prozent – von 263 Millionen DM auf mehr als 18 Milliarden DM.

Georg Kropp hat diesen enormen Erfolg seiner Gründung nicht mehr erlebt. Er starb am 21. Januar 1943 in Wüstenrot, wo er auch begraben wurde.

Die Bausparkasse seiner GdF hatte nach ihrem Umzug nach Ludwigsburg zur Erinnerung an den Ort der Gründung, der zum Inbegriff des Bausparens schlechthin geworden war, „Wüstenrot“ in seinen Namen aufgenommen.

1999 haben sich die Bausparkasse Wüstenrot und die Württembergische Versicherungsgruppe unter dem Dach der Holding Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) zusammengeschlossen. Mehrheitsaktionär der W&W AG mit 66 Prozent ist über die Wüstenrot Holding AG die Wüstenrot Stiftung, die aus Georg Kropps Gründerverein „Gemeinschaft der Freunde“ hervorgegangen ist. Sie arbeitet seit 1990 bundesweit in den Bereichen Denkmalpflege, Wissenschaft, Forschung, Bildung, Kunst und Kultur und ist eine der großen Stiftungen in Deutschland. Sie ist ausschließlich und unmittelbar gemeinnützig tätig. Das Lebenswerk Georg Kropps hat in der Wüstenrot Stiftung einen Träger und Bewahrer gefunden.

finanzwelt-Fazit: In der Region Heilbronn ist heute die Bausparkasse Schwäbisch Hall mit ihrer Zentrale beheimatet. Aus gut unterrichteten Kreisen war zu erfahren, dass auch die Bausparkasse Wüstenrot beinahe in die Region zurückgekehrt wäre, wenn nicht die Städte Ludwigsburg und Kornwestheim ein nicht abweisbares Grundstückangebot für die neue Firmenzentrale gemacht hätten. Der Journalist und „Nicht-Schwabe“ Georg Kropp würde das anlässlich des 150. Geburtstages mit Sicherheit so kommentieren: „Hauptsache nicht Stuttgart".

Dietmar Braun
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Scope: Hohe Verluste bei Edelmetall-Fonds

(fw/an) Scope hat 26 Fonds der Kategorie „Aktien Branche: Edelmetalle" während der vergangenen zwölf Monate auf ihre Ertrags-Risiko-Profile untersucht. Diese Fonds investieren primär in Aktien mit Fokus auf Edelmetalle, wie zum Beispiel Mienenbetreiber, Industrieunternehmen mit Edelmetallfokus oder Handelsunternehmen.

Auf der Performanceseite erwirtschafteten die Fonds im Ergebnis laut Scope im Durchschnitt einen Verlust von 32,4 Prozent. Die Spreizung der Ergebnisse beträgt dabei rund 30 Prozentpunkte. Das schlechteste Ergebnis in den vergangenen zwölf Monaten zeigte den Auswertungen zufolge der „Dynamic Precious Metals A" mit einem Verlust von 44,5 Prozent. Der „Pioneer Funds Gold and Mining E No Dis EUR" lieferte dagegen mit 14,6 Prozent einen wesentlich moderateren Verlust und platzierte sich am oberen Ende der Vergleichsgruppe.

Auch auf der Risikoseite sind die Ergebnisse stark differenziert. Die Volatilität (durchschnittliche prozentuale Abweichung vom Mittelwert) der Kategorie liegt nach Angaben der Ratingagentur bei rund 24 Prozent. Der Abstand zwischen dem besten und schlechtesten Fonds beträgt dabei 15,1 Prozentpunkte. Mit einer Volatilität von rund 30 Prozent zeigt der „Stabilitas – Silber + Weissmetalle P" das schlechteste Ergebnis während der vergangenen zwölf Monate.

„Nach dem jahrelangem Boom der Edelmetalle sowie der Unternehmen mit diesem Geschäftsfokus ist der Markttrend zumindest kurzfristig gebrochen. So zeigte der Goldpreis in den vergangenen zwölf Monaten einen maximalen Verlust von rund 14 Prozent", heißt es von Seiten des Analysehauses. Dies resultiere aus der abnehmenden Marktunsicherheit, die Anleger aus dem vermeintlich sicheren Hafen „Gold" wieder verstärkt in die Aktienmärkte treibe.

Die Scope Group ist als europäische Ratingagentur mit Standorten in Berlin und Frankfurt am Main sowie in weiteren europäischen Metropolen vertreten. Die Gesellschaft hat eigenen Angaben zufolge bis zum Jahr 2011 Vermögenswerte („Assets under Analysis") von 1.200 Milliarden Euro analysiert.

www.scope.de

Multi-Asset-Lösung für deutschen Markt

Standard Life Deutschland hat sein Angebot an gemanagten, risikobasierten Portfolien in seinen beiden fondsgebundenen Rentenversicherungen "Maxxellence Invest" und "ParkAllee" erweitert. In Deutschland und Österreich ist mit den fünf neuen "MyFolio Multi Manager Fonds" eine...
Mit der Börse fahren sie gut

Börse Stuttgart – schwäbisch, solide, stark

Die Stuttgarter Börse ist der Motor am Finanzplatz Stuttgart. Neben dem Daimler Konzern, Porsche und der Allianz Leben ist Stuttgart auch das Domizil künftiger Global Player, nicht nur an der Börse. An der Börse Stuttgart...
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