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Börsenexperte Stefan Riße setzt auf Megatrend Inflation

(fw/ah) Der vom Börsenroutinier Stefan Riße beratene vermögensverwaltende Mischfonds soll mit einer sachwertorientierten und inflationsschützenden Anlagestrategie marktunabhängige Renditen erzielen. Riße setzt dabei vor allem auf den Megatrend Inflation: "Durch die seit Jahren überproportionale Geldmengen- und Verschuldungsausweitung hat sich ein enormes Inflationspotenzial aufgebaut. Die unausweichlich hiervon ausgehenden Einflüsse auf die Asset-Preise bilden die Basis der Anlagestrategie." Wobei er den Begriff Inflation hier nicht allein auf die Verbraucherpreisinflation bezieht, sondern auf die Geldinflation an sich, die an vielen Märkten zu Vermögenspreisinflation führt. Investiert wird dabei mittels eines globalen Multi-Asset-Ansatzes; das Fondsvermögen wird weltweit gestreut über unterschiedliche Regionen und Anlageklassen wie Aktien, Renten, Rohstoffe und Währungen.

www.universal-investment.de

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Eurokrise 2.0 – Euro stürzt auf 1,20 US-Dollar

(fw/ah) Vor einem Jahr war die Welt scheinbar noch in Ordnung. Viel wurde von der Stärke des Euros gesprochen und den möglichen (negativen) Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft. Deutschland ist bekanntermaßen eine der größten Exportnationen. Ende April 2014 stand der Wechselkurs des Euros zum Greenback noch bei knapp 1,40. Danach setzte der Fall ein.

Mittlerweile ist der Euro immer weniger wert. Sorgen um den „Sparwillen" der Griechen und einen etwaigen Austritt des Landes aus der Währungsunion belasten den Kurs. Die Athener Börse ist abgerutscht. Steht das Land vor dem Aus? Welche Auswirkungen hätte das für die Eurozone und steht eine neue Eurokrise vor der Tür? Anleger fürchten, dass im Falle eines Wahlsieges der Syriza Vertrauen in Europa schwindet. ifo-Chef Hans-Werner Sinn warnte jüngst vor einer Griechenland-Pleite.

Fakt ist, die Gemeinschaftswährung ist auf einem Rekordtief. Das hat auch, aber nicht nur, mit den Sorgen um Griechenland zu tun. Auch die gute Konjunktur in Amerika belastet den Euro. Mahner sprechen sogar von einer Parität (1:1) zum US-Dollar.

Tipp: Lesen Sie hierzu auch die heutige Kolumne „Griechischer" Salat von Susanne Woda.

http://www.finanzwelt.de/test/item/griechischer-salat

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Studie: Vermögenden Privatanlegern in Deutschland fehlt Finanzwissen

Das Ergebnis zeigt, dass Privatinvestoren in Deutschland ihr Finanzwissen selbst für unzureichend einschätzen. Dennoch nutzen nur wenige einen Finanzberater. Das Anlageverhalten sei auf Sicherheit fokussiert und von Unsicherheit geprägt, so NGAM. Die Anleger seien insbesondere durch das Thema Volatilität und Schuldenkrise verunsichert. Die Deutschen halten sich laut Studie selbst für unzureichend über Finanzthemen informiert. Insbesondere bei alternativen Vermögenswerten schätzen die deutschen Privatinvestoren ihr eigenes Wissen als gering ein – fast drei Viertel (74%) aller befragten deutschen Investoren bezeichnen das eigene Finanzwissen als „schwach", 50 % behaupten, dass sie keine klare Strategie haben, wie sie ihre finanziellen Ziele erreichen können. Trotz dieser Wissenslücke geben nur 27 % der Befragten an, im regelmäßigen Austauschmit ihrem Finanzberater zu sein, und sogar fast die Hälfte (42%) steht laut Studie niemals in Kontaktmit einem Finanzberater.

„Angesichts des fehlenden Finanzwissens sind Anlageberater hier gefragt, diese Lücke zu füllen und ihre Kunden adäquat hinsichtlich der Risiken, aber auch Chancen zu beraten. Denn vier von zehn Befragten können die Risiken in ihrem Portfolio nur bedingt, bzw. überhaupt nicht erkennen", ergänzt Jörg Knaf, Managing Director Nordeuropa, NGAM.

Globale Industrie unter Druck – löst aber keine Wirtschaftskrise

Ein ähnliches Bild bietet sich uns in China, wo das Sentiment auf einen starken Abschwung der Produktion hindeutet. Nur in Europa vermag sich die Industriestimmung (noch) dem negativen Trend zu entziehen. Viele Investoren deuten die Eintrübung der Gemütslage im verarbeitenden Gewerbe als ein Vorbote für eine Wirtschaftskrise. Weshalb aber erhalten diese Stimmungsindikatoren überhaupt so viel Aufmerksamkeit? Schliesslich ist in einer modernen Dienstleistungsgesellschaft wie den USA das verarbeitende Gewerbe nur noch für knapp 12% der Wirtschaftsleistung und für weniger als 9% der Beschäftigung verantwortlich. Es sind andere Gründe, welche die starke Beachtung rechtfertigen. Die Industrie reagiert oft schneller und stärker auf neue Trends in der Weltwirtschaft als der Dienstleistungssektor und dient damit als ein wichtiger Indikator für die Entwicklung in der gesamten Volkswirtschaft. Das erklärt denn auch die grossen Sorgen der Investoren.

Das oben beschriebene Muster wird heute allerdings in Frage gestellt. So hat in den USA beispielsweise die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe zwar markant nachgelassen, im Dienstleistungssektor ist sie seit Jahresbeginn jedoch stark angestiegen. In China steht einem ausgeprägten Rückgang des Industrie-Sentiments eine robuste Stimmung bei den Dienstleistungen entgegen. Die unterschiedliche Entwicklung widerspiegelt letzten Endes die vorherrschenden Trends in der Weltwirtschaft. Das Wachstum in den Schwellenländern hat sich signifikant verlangsamt, was einen starken Preisrückgang bei den Rohstoffpreisen zur Folge hat. Diese Entwicklungen haben unterschiedliche Auswirkungen für den zweiten und dritten Sektor. Die Industrie kommt unter immer stärker unter Druck. Die Nachfrage nach Exporten (wovon ein Grossteil aus Industriegütern besteht) leidet unter dem schwachen Wachstum in den Schwellenländern und unter der Abwertung deren Währungen. Des Weiteren schwächen die tiefen Rohstoffpreise die Investitionsfreude im Rohstoffsektor. Im Gegensatz dazu können Dienstleister von den globalen Trends profitieren. Dank den tiefen Erdölpreisen steigt die Kaufkraft der Konsumenten, was in einer Stärkung der privaten Konsums resultiert. Aus diesem Grund wird wohl die Stimmungseintrübung im verarbeitenden Sektor auch nicht zu der befürchteten Wirtschaftskrise führen, wenigstens nicht in den rohstoffimportierenden Volkswirtschaften. In den USA und in Europa wird die schwache Industrieproduktion temporär auf dem Wachstum lasten. Dank der Unterstützung durch den privaten Konsum dürften die westlichen Industrieländer diese Abschwächung jedoch verkraften.

Autor: Alessandro Bee, Ökonom, Bank J. Safra Sarasin AG

Argentinien vor harten Zeiten

2014-08-19 (fw/db) Eine neue Studie der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG informiert über Argentinien nach der Zahlungsunfähigkeit des Landes. Erst nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit Argentiniens steige die Kapitalflucht deutlich an; die Euler Hermes Schätzungen liegen bei 20 Milliarden US-Dollar.

Die lokalen Unternehmen scheinen stärker von Krise betroffen als ausländische Lieferanten. Euler Hermes Ökonomen erwarten eine Rezession und ein negatives Wirtschaftswachstum von -1,8% im Jahr 2014, eine Kreditklemme und hohe politische Unsicherheit.

Im zentrales Euler Hermes Szenario liegt Argentiniens Überlebenswahrscheinlichkeit bei 50 Prozent. Für dieses zentrale Szenario prognostizieren die Experten zwei mögliche Eskalationsstufen für die weitere Entwicklung Argentiniens:

Eskalation (40 Prozent Wahrscheinlichkeit), mit der Folge einer noch stärkeren Rezession von minus vier Prozent Wirtschaftswachstum sowie eine weitere Abwertung der argentinischen Währung Real um rund 30 Prozent.

Explosion (10 Prozent Wahrscheinlichkeit)mit der Konsequenz massiver Zahlungsrückstände im Bereich der öffentlichen Schulden, die in der Folge zu einer Rezession von -10 Prozent führt und Exporteure Milliarden von Euro kosten werden

Die argentinische Nachfrage im Bereich Elektronik (Endverbraucher) sowie Maschinenbau und Anlagen ist stark von Importen abhängig. In der Automobilbranchehaben höhere Preise die positive Entwicklungen bei anderen langlebigen Wirtschaftsgütern zunichte gemacht.

Ausführliche Informationen enthält die Studie des internationalen Kreditversicherers. Download der Euler Hermes Studie (in englischer Sprache).

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Aberdeen AM präsentiert Chinafonds

(fw/ah) Obwohl das investierbare Universum des Fonds etwa 2.000 Unternehmen umfasst, die in Schanghai und Shenzhen notiert sind, wird er nur in 25 bis 30 der qualitativ hochwertigsten Unternehmen mit attraktiven langfristigen Aussichten investieren. Das Anlageteam wird den rigorosen Anlageprozess des Unternehmens befolgen, der sich durch sorgfältige Due-Diligence-Prüfungen auszeichnet.
Der Einstieg von Aberdeen bei A-Aktien trifft mit dem größeren Interesse des Marktes zusammen. Im letzten Jahr stiegen A-Aktien um 46,89%, wobei der Großteil dieses Anstiegs auf das letzte Quartal entfiel. Der A-Aktienmarkt ist jedoch notorisch spekulativ: Die jüngsten Käufe wurden von Margin-Tradern angeführt, die auf Zinssenkungen spekulierten.

Auf die chinesische Wirtschaft kommt ein deflationärer Sog zu, da die jahrelangen Investitionen das Wachstum hemmen (jetzt auf einem 25-Jahres-Tief). Peking versucht deshalb, die Ausgaben der Privathaushalte anzuregen, wobei der Privatsektor eine führendere Rolle für das Wachstum einnehmen soll.
Für Aberdeen sind dies positive Trends, die im Laufe der Zeit zu einer marktbasierteren Preisgestaltung, mehr Wettbewerb und Transparenz für die Anleger führen sollten. Der neue Fonds wird von Anfang an stärker auf Unternehmen in den Bereichen Konsumgüter, Gesundheit und Reisen ausgerichtet sein – alles Bereiche, in denen Staatsunternehmen weniger dominierend sind. Fehlende Transparenz ist ein verbreitetes Problem in China.
Aus diesem Grund bevorzugt Aberdeen im Rahmen seiner China-Strategie immer noch an Offshore-Märkten gelistete Unternehmen. Der neue Fonds bildet eine Ergänzung dazu, da er in Unternehmen investieren kann, die ohne RQFII für ausländische Anleger weitgehend unzugänglich wären.

Nicholas Yeo, der Leiter des Bereichs chinesische Aktien bei Aberdeen Asset Management, kommentiert: „China bietet zwar ein hochinteressantes Potenzial, befindet sich aber in einem komplexen Anpassungsprozess. Die Strategie, sich auf die Qualität des Wachstums zu konzentrieren, ist zwar richtig, doch das Land wird noch auf Jahre hinaus mit Altlasten in Form von notleidenden Krediten, unlauteren Praktiken bei einigen Unternehmen und sogar direktem Betrug zu kämpfen haben. Mit diesem Fonds sagen wir deshalb nicht, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um den Markt zu kaufen, sondern bitten die Anleger, China als langfristige Möglichkeit zu betrachten – auf die wir zudem mit dem Aufbau unseres Teams und unserer Researcharbeit in der Volksrepublik China seit vielen Jahren hingearbeitet haben. China mag ein riesiges Land sein, ist aber im Grunde immer noch ein Schwellenland, das Disziplin und Geduld erfordert."


www.aberdeen-asset.de
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Threadneedle: Aktien weiterhin Anleihen vorzuziehen

(fw/ah) Die Federal Reserve werde Burgess zufolge zunächst von einer ultralockeren zu einer lockeren Geldpolitik zurückkehren, der Markt erwarte erst für 2015 eine Zinserhöhung in den USA.

In seinem „Mid-year market review and outlook – July 2013 blickt Burgess außerdem auf das kommende Jahr.

Seine Kernaussagen sind:
- Das Wirtschaftswachstum fällt allgemein enttäuschend aus. Die USA werden stärker als Europa wachsen, während das Wachstum in Japan mäßig ausfallen wird. In China kann es zu Enttäuschungen kommen.
- Threadneedle bevorzugt weiterhin Aktien gegenüber Anleihen. Trotz des schwachen Wirtschaftswachstum dürften die Dividendenrenditen bei durchschnittlich drei bis vier Prozent liegen.
- Bei Anleihen bevorzugt Threadneedle Schwellenländer-Anleihen und Hochzinsanlei-hen gegenüber Staatsanleihen.


www.threadneedle.com

Digitalisierung braucht den Faktor Mensch

2015-12-11 (fw/db) Zu 96 Prozent sehen deutsche Unternehmen in wichtigen Branchen die Neuordnung ihrer Prozesse infolge der Digitalisierung für sich als Chance – nur für die wenigsten stehen die Risiken im Vordergrund.

Das hat der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) in einer Studie unter 556 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern ermittelt. Befragt wurden Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen aus den Bereichen Automobilbau, Banken, Medien, Pharmaindustrie und Touristik.

Die untersuchten Branchen stehen für 550 Milliarden Euro Umsatz und etwa 2,2 Millionen Mitarbeiter. In diesen fünf Wirtschaftszweigen betrachten sich im Schnitt 37 Prozent der Unternehmen als Vorreiter bei der Digitalisierung.

Bei der Mehrheit hapert es dagegen noch bei der Umsetzung: 56 Prozent der Befragten sehen sich bei der Digitalisierung eher als Nachzügler und weitere 8 Prozent halten sich sogar für abgeschlagen.

„Die Unternehmen müssen bei der Digitalisierung ihres Geschäfts Tempo aufnehmen. In der digitalen Plattform-Ökonomie ist Schnelligkeit ein ganz entscheidender Faktor“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer.

Die Unternehmen sollten bei der digitalen Transformation ihres Geschäfts gleichermaßen schnell wie strategisch vorgehen. Dann könnten auch Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen werden.

Nur die Hälfte hat eine digitale Strategie

Nach den Ergebnissen der Studie hat etwa die Hälfte der Unternehmen – zwischen 44 Prozent der Autohersteller und 57 Prozent der Touristik-Anbieter – eine zentrale Strategie für unterschiedliche Aspekte der Digitalisierung.

„Eine gute Digitalstrategie sollte ganzheitlich sein und Veränderungen bei Technologien, Wettbewerb und Personalbedarf berücksichtigen“, sagte Rohleder.

Strategien für den Einsatz digitaler Technologien in einzelnen Bereichen reichten nicht aus. Das ist laut Umfrage bei 23 Prozent der Pharma-Unternehmen oder 33 Prozent der Banken der Fall.

„Bei einer Verengung auf Einzelaspekte der Digitalisierung besteht die Gefahr, die Entwicklung grundsätzlich neuer Geschäftsmodelle zu vernachlässigen“, sagte Rohleder.

Darüber hinaus hätten viele Unternehmen noch gar keine Digitalstrategie. In den Medien (34 Prozent) und in der Touristik (35 Prozent) sind es gut ein Drittel, in der Auto- und Pharma-Branche jeweils ein Viertel (25 bzw. 27 Prozent) sowie im Bankensektor 17 Prozent.

Laut der Studie verändert sich für viele Unternehmen die Wettbewerbssituation. Über die Branchen hinweg sagt etwa die Hälfte, dass Wettbewerber aus der Digitalbranche in ihren Markt drängen: Jeweils 45 Prozent der Auto- und Pharma-Produzenten, 53 Prozent der Banken und sogar 62 Prozent der Medienunternehmen. Fast zwei Drittel der Banken (65 Prozent) und gut die Hälfte der der Fahrzeugbauer (54 Prozent) betrachten große Unternehmen der Digitalbranche als Konkurrenz bei disruptiven Neuentwicklungen. Dabei handelt es sich um Innovationen, die Märkte grundlegend verändern, indem sie bestehende Produkte oder Dienste ersetzen. Gleichzeitig haben viele Unternehmen erkannt, dass ihnen Wettbewerber aus ihrer Branche voraus sind, die schon frühzeitig auf die Digitalisierung gesetzt haben.

Personalpolitik bei digitalem Fortschritt

Die Auswirkungen der Digitalisierung zeigen sich auch in Personalfragen. Je nach Branche erwarten zwei Drittel bis drei Viertel der Unternehmen, dass es künftig mehr spezialisierte Tätigkeiten geben wird.

Finanzbranche erwartet Ab- und Umbau von Arbeitsstellen

Gleichzeitig sagt etwa die Hälfte aller Befragten, dass einfache Tätigkeiten wegfallen werden. Etwa ein Viertel (23 Prozent) der Touristik-Manager, ein Drittel der Fahrzeugbauer (32 Prozent) und die Hälfte der Finanzmanager (51 Prozent) erwarten, dass in ihren Unternehmen unter dem Strich Arbeitsplätze abgebaut werden.

„Die Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass die Beschäftigung infolge der Digitalisierung stabil bleibt oder sogar zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden“, sagt Rohleder. „Digitale Technologien steigern die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Die Digitalisierung ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass Arbeitsplätze erhalten und geschaffen werden.“

Klar sei, dass der Bedarf an IT-Spezialisten steigen wird, in den untersuchten Branchen am stärksten bei Banken, Autobauern und Pharma-Unternehmen.

„Die Unternehmen brauchen nicht nur IT-Experten für den Betrieb ihrer IT-Systeme, sondern um ihre Kernkompetenzen weiterzuentwickeln“, so Rohleder.

Regulierung als Hindernis für Digitalisierung

Das Thema Regulierung ist in drei Branchen unter den beiden wichtigsten Hemmnissen gelandet. So sagen 81 Prozent der Banken, dass Innovationen im Finanzbereich durch eine zu starke Regulierung gebremst werden. Das Gleiche gilt aus Sicht der Pharma-Unternehmen (61 Prozent) für das Gesundheitssystem. Nach Ansicht der Autobauer fehlt es beim autonomen Fahren noch an einem rechtlichen Rahmen, zum Beispiel bei Haftungsfragen. Die Medien-Manager beklagen an erster Stelle die mangelnde Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte (88 Prozent) und die Touristik-Manager fehlende IT-Experten in ihren Unternehmen (58 Prozent).

Die wichtigsten Handlungsfelder für die Politik sind über die Branchen hinweg der Breitbandausbau (66 Prozent), Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel (50 Prozent) und mehr Engagement bei der IT-Sicherheit (47 Prozent). Ebenfalls häufig genannt werden einheitliche Datenschutzgesetze in Europa (38 Prozent) und die Förderung von Industrie 4.0 (29 Prozent).

„Wir müssen die Digitalisierung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstehen. Start-ups müssen besser gefördert, der Breitbandausbau politisch flankiert, die Jugend muss fit für die digitale Zukunft gemacht und Beschäftigte lebenslang weitergebildet werden“, sagte Rohleder.

Zudem gelte es, digitale Technologien erfolgreich zu entwickeln und zu vermarkten.

„Dazu müssen wir Orte schaffen, an denen Global Player, Mittelstand und Start-ups mit Wissenschaftlern und Forschern gemeinsam an digitalen Lösungen arbeiten können“, Rohleder.

Übersicht über die wichtigsten Digitaltrends geben die vom Bitkom veröffentlichten Studien zu einzelnen Branchen:

Gesundheitswesen: Hier wird Big Data in zehn Jahren Medizinern dabei helfen, Krankheiten zu diagnostizieren und individuelle Therapien zu entwickeln. Die Telemedizin wird zum Alltag gehören. In vielen Operationssälen werden Roboter eingesetzt, mit 3D-Druck-Verfahren Prothesen und Implantate gefertigt und Mikrochips eingesetzt, um die Funktionen von Organen zu überprüfen.

Assekuranz und Banken: In der Branche entwickelt sich das Smartphone zum Dreh- und Angelpunkt für Bankgeschäfte. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Filialen drastisch ab. Finanzberatung wird stärker online und intelligent automatisiert erfolgen. In Geschäften zahlen Kunden in zehn Jahren mit Smartphones und Wearables. In vielen Läden ist dafür nicht mal mehr eine Kasse notwendig. Zudem sagen 61 Prozent der Finanzmanager, dass Bargeld nicht mehr das dominierende Zahlungsmittel sein wird.

Automobilindustrie: Beim Thema Intelligente Mobilität rechnet die Hälfte der befragten Manager aus der Fahrzeugbranche damit, dass sich selbstfahrende Autos spätestens in 15 Jahren in der Breite durchgesetzt haben. Die Vernetzung von Fahrzeugen und der Trend zur Elektromobilität werden neue Mobilitätskonzepte ermöglichen und viele neue Geschäftsmodelle schaffen.

finanzwelt-Fazit: Spannend wird es für Versicherungsmakler und Vermittlungsunternehmer im Feld der Lösungen der Assekuranz und Banken. Hier unterstützen digitale Chancen in der Kommunikation, beim Service, in der Verwaltung und Dokumentation. Das persönliche Gespräch mit der Erörterung individueller Risiken und deren Deckungsmöglichkeiten wird an Wert und Bedeutung gerade in der digitalen Datenflut deutlich zunehmen. Der Faktor Mensch ist der Mehrwert zur Digitalisierung. Daten gewinnen ist kein Problem in Zeiten von Big Data, sie zu beobachten und richtig zu bewerten aber schon. Risikomanagement wird immer mehr zu einer gefragten Dienstleistung, in einer Zeit, wo sich neue Risiken und ihre Folgewirkungen immer schneller entwickeln.

Dietmar Braun
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Janus Capital eröffnet Büro in Frankfurt

(fw/ah) Janus verstärkt mit der neuen Position die Betreuung von Finanzinstituten und von institutionellen Kunden. Christian D’Amico verfügt über mehr als zehn Jahre Vertriebs- und Management-erfahrung in der Investmentbranche. Zuletzt war er Director Business Development bei der Feri Institutional Advisors GmbH, davor war er bei der Weserbank AG im Bereich Institutional Sales tätig. In seiner neuen Funktion zeichnet Christian D‘Amico für die Betreuung der Bestandskunden sowie die Akquise von Neukunden verantwortlich. Er berichtet direkt an Thomas Döring, Head of Sales für das deutschsprachige Europa.

https://www.janusinternational.com/international/

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Verwahrstellengeschäft von Hauck & Aufhäuser wächst weiter

(fw/ah) Hauck & Aufhäuser Asset Servicing übernimmt damit die Verwahrung von 14 Publikums- und zwölf Spezialfonds mit einem verwalteten Gesamtvolumen von rund 2,5 Milliarden Euro.
Die Privatbank führt mit einem Volumen von fast zehn Milliarden Euro allein in der deutschen Verwahrstelle für Wertpapierfonds das Feld der mittelgroßen Verwahrstellen an. Das private Bankhaus befindet sich gemessen an der Fondsanzahl im obersten Drittel aller Verwahrstellen in Deutschland. Nach dieser Transaktion verwaltet das Kerngeschäftsfeld Asset Servicing in Deutschland und Luxemburg insgesamt 474 Fonds mit einem Volumen von rund 25 Milliarden Euro.

Michael Bentlage, Partner bei Hauck & Aufhäuser und für das Kerngeschäftsfeld Asset Servicing verantwortlich: „Die gewonnene Ausschreibung setzt ein positives Marktsignal und zeigt, dass Hauck & Aufhäuser das Verwahrstellengeschäft strategisch weiter ausbaut."

Fredrik Boheman
, Vorstandsvorsitzender der SEB AG, sagt: „Wir sind überzeugt, in Hauck & Aufhäuser den idealen Partner für die Übernahme unserer Fonds gefunden zu haben, und begrüßen die künftige Kooperation der beiden Häuser."

Die Meldung steht unter der vorbehaltlichen Zustimmung der BaFin sowie institutioneller Investoren, die über den Wechsel der Verwahrstelle informiert wurden.


www.hauck-aufhaeuser.de
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