Aktuelles von den Märkten

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Sören Wiedau / Foto: © Weberbank

Die Finanzmärkte stehen im Bann der Notenbanken. Mit großer Spannung wurden die Zinsentscheidungen der amerikanischen Notenbank (Fed) sowie der europäischen Zentralbank (EZB) erwartet. Analysiert man die zuletzt veröffentlichen Konjunkturdaten, so fielen die Entscheidungen der Notenbanken nicht überraschend aus. Die amerikanischen Wirtschaftsdaten zeigen insgesamt ein freundliches Bild. Insbesondere der Arbeitsmarkt präsentierte sich von seiner starken Seite. Mit einem Plus von 235.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft wurden die bereits hohen Erwartungen der Marktteilnehmer übertroffen. Die Arbeitslosenrate sank auf 4,7 Prozent, während sich gleichzeitig das Lohnwachstum erholte. Für eine positive Überraschung sorgte auch die US-Industrie. Hier konnten sich die Auftragseingänge gegenüber dem Vormonat verbessern. Rechnet man den volatilen Transportgütersektor aus den Daten heraus, so steigen die Auftragseingänge bereits seit mehreren Monaten und bestätigen damit eine spürbare Belebung der amerikanischen Industrie. Von Seiten der Stimmungsindikatoren glänzte der vielbeachtete ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe. Er stieg auf ein Niveau, welches er zuletzt im Jahr 2014 erreicht hatte. Vor dem Hintergrund der positiven Konjunkturdaten hob die US-Notenbank ihren Leitzins um 0,25% an. Außerdem geht sie noch von zwei weiteren Zinserhöhungen in diesem Jahr aus. Insgesamt bestätigen die Konjunkturzahlen unsere positive Einschätzung der amerikanischen Wirtschaft. Daher sollten unserer Erachtens auch zwei Zinserhöhungen gerechtfertigt sein.

In Europa fielen die Konjunkturdaten eher gemischt aus. Während sich in Deutschland die Industrieproduktion und der Außenhandel positiv entwickelten, sorgten die Auftragseingänge und die Einzelhandelsumsätze für Enttäuschung. Die vom ZEW erhobenen Konjunkturerwartungen konnten sich für Deutschland zwar verbessern, lagen aber unter den Erwartungen der Marktteilnehmer. Ein ähnliches Bild zeigt die Bewertung der aktuellen Konjunktur, auch diese stieg leicht an. Trotz der jüngsten Entwicklungen gehen wir weiter von einem moderat positiven Wirtschaftswachstum in Europa aus.

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