ADAC gründet eine Aktiengesellschaft

07.12.2014

**Der größte europäische Automobil-Club will künftig das Versicherungsgeschäft über eine neue Aktiengesellschaft betreiben. Das würde auch den Vertrieb außerhalb des Vereins ermöglichen.

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2014-12-08 (fw/db) Der Allgemeine Deutsche Automobilclub e.V. (ADAC), Europas größter Autoclub mit knapp 19 Millionen Mitgliedern, will ein Verein bleiben. Der Club beabsichtigt seinen rund 19 Millionen Mitgliedern auch in der Zukunft Pannenhilfe („Gelbe Engel“), Versicherungen und sonstige Assistance- und Serviceleistungen anzubieten.

Der ADAC hat auf seiner Hauptversammlung in München eine Reform beschlossen die den Vertrieb von Versicherungen und wirtschaftlichen Aktivitäten in eine neu zu gründende Aktiengesellschaft ausgliedert und auf diesem Weg sicherstellen soll, dass der Vereinsstatus behalten werden kann, was dem Club erhebliche steuerliche Vorteile einbringe.

Neben dem Verein gibt es die ADAC-Stiftung. „Mit der Stiftung bekenne sich der ADAC zu seiner Sozialpflichtigkeit und werde einen beträchtlichen Teil der wirtschaftlichen Erträge über die Stiftung für gemeinnützige Zwecke aufwenden“, sagte der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, der Mitglied des ADAC-Beirats ist.

August Markl wurde zum neuen Präsident und Chef des ADAC gewählt. Martl ist Nachfolger des langjährigen ADAC-Präsidenten Peter Meyer. Dieser war wegen der Affäre um die Fälschungen beim ADAC-Autopreis im Februar 2014 zurückgetreten. Markl hatte zu diesem Zeitpunkt die Führung des Clubs bereits kommissarisch übernommen.

Dietmar Braun